| | |

news
forum
credits
links
deutsche
amerikanische
britische
französische
russische
israelische
andere...
deutsche ksk
britischer sas
us navy seals
ru speznas
fremdenlegion
mehr...
panzer
flugzeuge
helikopter
schiffe
übersicht...
sturmgewehre
maschinenpistolen
maschinengewehre
handfeuerwaffen
mehr...
afghanistan
mazedonien
bosnien
mehr...

Kommando Spezialkräfte

Deutschlands militärische Spezialeinheit

Allgemeines

Abzeichen der Kommando Spezialkräfte Bei dem Kommando Spezialkräfte handelt es sich um eine militärische Sondereinheit innerhalb der Bundeswehr. Da es sich beim KSK um besonders spezialisierte Kräfte handelt, untersteht diese Einheit der Division Spezielle Operationen (DSO) und ist damit auch Teil der Krisenreaktionskräfte (KRK). Damit gehört das KSK zu einem Truppenteil der besonderen Wert auf schnelle Einsatzfähigkeit und große operative Fähigkeiten setzt. Mit dieser Einheit hat die Bundesregierung eine Einheit zur Hand, die kurzfristig spezielle Operationen übernehmen kann für die andere, reguläre Truppenteile wegen unterschiedlicher Gründe nicht in diesem Maße geeignet sind.
Der Aufbau und Aufgabenbereich des KSK entsprechen weitestgehend dem anderer militärischer Spezialeinheiten in befreundeten Staaten. Zu diesen Einheiten zählt unter anderem der britische SAS, aber auch die Spezialeinheiten der US-Streitkräfte die in den US Special Operations Forces organisiert sind. Von den umfangreichen Erfahrungen dieser und anderer Spezialeinheiten profitiert das junge KSK durch Hilfen bei der Ausbildung (vor allem in der Anfangphase durch Stellung von erfahrenen Ausbildern) und gemeinsame Übungen.

Geschichte

Man kann beim KSK nicht wirklich von Geschichte im eigentlichen Sinne reden, wie z.B. beim SAS, welcher eine wirklich langjährige Geschichte aufzuweisen hat. Das liegt daran, dass die ersten Entstehungsetappen des KSK erst vor wenigen Jahren genommen wurden.
Grundsätzliche Überlegungen und Planungen zur Aufstellung einer solchen Spezialeinheit gehen bis ins Jahr 1990 zurück. Zu diesem Zeitpunkt wurden sogenannte Kommandokompanien (siehe hier) aufgestellt, deren Aufgabenfeld dem vergleichbarer Spezialeinheiten im Ausland entsprechen sollte. In Folge der Umstrukturierung der Bundeswehr erfolgte 1996 die Auflösung dieser Kommandokompanie.

Konkrete Planungen zur Erstellung des KSK gehen unter anderem auf das Jahr 1995 zurück. Ein ausschlaggebender Grund dafür war unter anderem eine Operation belgischer Fallschirmjäger im April 1994. Diese mussten elf Mitarbeiter der Deutschen Welle aus ihrer von Rebellen eingeschlossenen Station nahe der ruandischen Hauptstadt Kigali befreien, da deutsche Spezialsoldaten für einen solchen Einsatz nicht vorhanden waren. Angeblich standen Teile der Kommandokompanie bereit um diese Operation durchzuführen, was allerdings an nicht ausreichenden Befugnissen scheiterte (Keine gesicherte Aussage). Da es bei diesem Vorfall, wie auch bei ähnlichen Aktionen 1991 in Kinshasa und 1994 in Jemen, nicht zu einer Beteiligung deutscher Kommandos kam, kann man davon ausgehen, dass eine entsprechende Truppe, aus welchen Gründen auch immer, nicht zur Verfügung stand.


Mitte 1994 begann die Entwicklung eines Konzepts für eine solche Einheit durch den Führungsstab der Streitkräfte und die Abteilung Recht, die eine beratende Funktion in Rechtsfragen hatte. Konkrete Formen nahm dieses Konzept 1995 an, als die konzeptionellen Grundlagen im September als "Ziel- und Planungsvorstellungen Spezialkräfte" erlassen wurden. Damit war ein wesentlicher Schritt zur Aufstellung des KSK getan, und es kam im September 1996 zur offiziellen Aufstellung des KSK mit Standort in der Calwer Zeppelin-Kaserne. Zu diesem Zeitpunkt entsprach der Umfang des KSK selbstverständlich noch nicht dem geplantem Umfang von knapp 1000 Soldaten, der über Zwischenstufen bis 2001 erreicht sein sollte. Dennoch verfügte das KSK schon zu diesem Zeitpunkt über alle wesentlichen Bestandteile (siehe Aufbau) mit Ausnahme der 3 und 4 Kommandokompanie, deren Aufstellung für das Jahr 1998 geplant war.

KSK Patrouille in einem Wolf in den Straßen Afghanistans. Deutlich zu sehen die vom Bundeswehrstandard abweichende Ausrüstung z.B. G36K mit Zweifuss, Beta C-Mag, EOTech Holosight Optik.  © Spiegel Ihre Feuertaufe bestanden die Männer vom KSK bereits 1998 bei einem Einsatz in der serbischen Enklave Foca in Bosnien. Ziel dieses Einsatzes war die Festnahme des gesuchten Kriegsverbrechers Milorad Krnojelac, der ein serbisches Internierungslager leitete. Der Einsatz endete mit der Festnahme Krnojelacs.
Ebenso erfolgreich verlief die Festnahme des serbischen Paramilitärs Radomir Kovac in der Nacht vom 1. auf den 2. August 1999. Im gleichen Monat, am 20. August, gelang dem KSK zusammen mit niederländischen Spezialkräften die Festnahme dreier mutmaßlicher Kriegsverbrecher im kosovarischen Orahovac. Ein weiterer Einsatz in Foca am 12. Oktober 2000 schlug fehl als sich der Gesuchte mit einer Granate in die Luft sprengte. Der 43-jährige Janko Janjic, der unter dem Verdacht der Vergewaltigung und Folterung festgenommen werden sollte, zündete die Granate als sich ihm die deutschen Kommandosoldaten näherten. Drei von ihnen wurden teils schwer verletzt. Diese Operation gilt als der bisher einzige bekannte Fehlschlag des KSK.
Außerdem kursieren Gerüchte die besagen, dass das KSK Fernspähunternehmen im Presovo-Tal als auch in Mazedonien unternommen hat.
Mit dem Mandat der Bundesregierung, deutsche Soldaten anlässlich des "Enduring Freedom"-Feldzuges nach Afghanistan zu schicken wurden auch KSK Soldaten unter völliger Geheimhaltung entsendet. Deren Verwendung ist nach dem Bundestagsbeschluss vom 16.11.2001, in dem die Option zur Entsendung von ca. 100 Spezialkräften besteht, abgesichert. Diese rund 100 KSK Soldaten operieren zusammen mit amerikanischen und britischen Truppen. Im Rahmen dieser Tätigkeit suchen sie unter anderem nach Angehörigen der Terrororganisation Al-Kaida.

-1/6-

Fragen, Anregungen oder Kritiken an Alexander I.
All text Copyright © by www.Military-Page.de