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Force Recon

Force Reconnaissance - USMC

Allgemeines

Soldat eines mit der 26th MEU stationierten Force Recon Platoons warten nach einer Boardingübung auf den Helikopter © USMC Innerhalb der amerikanischen Teilstreitkraft United States Marine Corps (USMC) gibt es eine der Öffentlichkeit kaum bekannte bzw. eine von dieser unbeachtete Gruppe hochspezialisierter und motivierter Marines. Diese Einheit und die ihr angegliederte Gemeinschaft wird als Force Reconnaissance (oft auch Force Recon) bezeichnet. Deren Aufgabenbereich geht über den der regulären, meist amphibisch operierenden Marines hinaus und ist dem von militärischen Spezialeinheiten wie den SEALs nicht unähnlich. So übernimmt die Force Reconnaissance ihrem Namen entsprechend und im Rahmen der Tätigkeit beim USMC ebenfalls Fernspähaufträge, Aufklärungsaufträge, Bergungs- und Rettungsmissionen, Kampfaufträge und viele andere Aufgaben. Trotz dieser Qualifikationen und der Auslegung als Spezialeinheit gehört die Force Reconnaissance nicht dem Special Operations Command an was darin begründet sein kann, dass der maritim, amphibisch geprägte Bereich innerhalb dieses Verbandes durch Einheiten der Navy (Naval Special Warfare Groups) besetzt sind. Nichtsdestotrotz kann die Force Reconnaissance als vollwertige Spezialeinheit angesehen werden, die durchaus im Stande ist unabhängig und flexibel zu agieren und operieren. Deshalb stellt die Force Recon auch Einheiten für besondere Aufgaben innerhalb der MEU ab.

Geschichte

Wie auch die Geschichte anderer Spezialeinheiten reicht auch die der Force Reconnaissance bis zum II. Weltkrieg zurück. Die erste Vorgängereinheit der Force Reconnaissance waren die im Januar 1942 aufgestellten Raider Battalions. Diese Einheit wurde nach dem Vorbild erfolgreicher Britischer Commandos gebildet und sollte zusammen mit der Aufstellung des 1st Parachute Battalion den ersten Versuch darstellen innerhalb des USMC Kommandotruppen aufzustellen. Die Raiders wurden speziell darauf trainiert Brückenköpfe bei amphibische Landungen als Wegbereiter einzunehmen und zu halten, damit die nachfolgende Truppen der Marines relativ problemlos landen können. Außerdem wurde ihnen das Wissen vermittelt welches sie benötigten um rasche, handstreichartige Zugriffe mit hohem Überraschungsmoment durchzuführen oder auch über längere Zeitabschnitte guerillaartig im Hinterland des Feindes zu operieren.

Raiders bei einer Trainingsmission 1943 © USMC Den ersten Einsatz meisterten die Soldaten des 1st Raider Battalion im August des selben Jahres bei der Landung auf der Insel Tulagi im Guadalkanal. Mitglieder des 2nd Raider Battalion am 17 August führten im Makin Atoll Angriffe gegen rückwärtige Stellungen der Japaner durch um sie zu zwingen Truppen zur Sicherung von den Hauptkampfgebieten abzuziehen. Weitere Einsätze erfolgten auf den Solomon Inseln wo die Raiders eng mit den Marines und der Army zusammenarbeiteten. Mit ihren Operationen wirkten die Raiders nicht unbedeutend am Erfolg bei der Guadalkanalkampagne und anderen Einsätzen mit. Wegen der veränderten Situation wurden Anfang 1944 solche Spezialkräfte nicht mehr in diesem Umfang benötigt. Aus diesem Grund wurden die 4 Raider Battalione in das reaktivierte 4th Marine Regiment integriert.

Eine andere Gruppe, die als direkte Vorgänger der Force Reconnaissance gelten war die für die Invasion in Nordafrika gegründete Observation Group der 1st Marine Division. Diese Einheit operierte nach ähnlichen Grundsätzen wie die Raiders. Da sie außerdem noch effektiv und mit geringen Verlusten operierten wurde 1943 die 1st Amphibious Reconnaissance Company gegründet. Im November des selben Jahres erfolgte an Bord des U-Bootes USS Nautilus die Versetzung in die pazifischen Kampfgebiete.

Marines auf Tainian © USMC Noch im November erfolgte die erste Nachtlandung mit Schlauchbooten an der Küste des Apamama Atolls bei den Gilbert Inseln. Weitere Landungen erfolgten bis Januar 1944 auf mehr als 30 Inseln wie z.B. Majuro, Eniwetok and Kwajalien (bei den Marshall Inseln). Im März 1944 wurde die Kompanie verdoppelt, so dass es nun die A und die B Kompanie gab. Es erfolgten weitere Landungen auf Saipan, wo die Soldaten am 15 Juni mit einer der ersten Angriffswellen an Land gingen und Tinian. In Vorbereitung einer Invasion auf Iwo Jima sollten Soldaten der B Kompanie Strandaufklärungseinsätze durchführen. Dazu kam es allerdings nicht, statt dessen wurde auf der Insel Gebiete gesichert. Nach weiteren Landungen wurden die Soldaten nach Guam verlegt wo sie eine mögliche Invasion auf japanischem Boden trainierten. Dazu kam es aufgrund der Kapitulation jedoch nicht mehr. Mit Ende des Krieges wurde die 1st Amphibious Reconnaissance Company demobilisiert und die Männer auf andere Einheiten aufgeteilt.

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