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Force Recon

Force Reconnaissance - USMC

Aufgaben

Zwei Angehörige der Force Recon üben die Stranderkundung © USMC Wie der Name Force Reconnaissance schon vermuten lässt, gehören Späh- und Aufklärungsaufträge aller Art zum Handwerkszeug der Force Recon. Nicht umsonst wurden schon ihre Vorgänger als "Augen und Ohren des Corps" bezeichnet. Genau diese Funktion nehmen die Marines der Force Recon noch heute ein. Sie führen vorbereitende, amphibische Auf- klärungsmissionen an Stränden und Fernspähaufträge in der Tiefe des feindlichen Raumes durch. Sie identifizieren und erfassen feindliche Truppen und verfolgen ihre Bewegungen. Strände, Straßen, Hubschrauber- und Fallschirmspringer- landezonen werden von ihnen auf Eignung und Passierbarkeit untersucht, so dass bei der Anlandung von Truppen und schweren Gerät keine Malheure passieren. Außerdem können sie Überwachungssensoren im feindlichen Raum installieren oder auch bergen. Eine weitere Aufgabe besteht in der Feuerleitung, also dem Leiten von Artillerie oder auch das Anvisieren für lasergelenkte Präzisionsbomben mit anschließender Berichterstattung über Beschädigung und Wirkung auf die Ziele.

Die Force Reconaissance ist aber ebenso dazu befähigt direkt ins Geschehen einzugreifen und Kampfaufträge auszuführen. Bei diesen handelt es sich um Handstreiche als auch klassische Sabotageakte die mit Hilfe von Sprengstoffexperten (EOD-Explosive Ordnance Disposal) gegen wichtige Einrichtungen des Gegners geführt werden. Andere Aufgabengebiete sind das Durchführen sogenannter Boardingeinsätze, also das Aufbringen und anschließende Untersuchen von verdächtigen Schiffen oder auch Ölplattformen, das Bergen von Personal oder Material hinter feindlichen Linien (TRAP - Tactical Recovery of Aircraft/Personal). Bestimmte Teile der Force Recon sind auch auf das Evakuieren und Befreien von Personen und den Schutz von hohen Militärs oder Zivilisten in Krisengebieten trainiert.

Struktur

Soldaten der Force Recon üben den Ausstieg aus Hubschraubern © USMC Die verschiedenen Einheiten der Force Reconnaisance sind den Expeditionseinheiten genannten Interventionskräften, den MEU (SOC) [Marine Expeditionary Units (Special Operations Capable)] angegliedert. Eine solche MEU besteht aus insgesamt knapp 2000 Mann. Insgesamt gibt es 4 Recon Kompanien. Die in Pendelton, Kalifornien stationierte 1st Force Reconnaissance Company, die in Camp Lejeune, North Carolina stationierte 2nd Force Reconnaissance Company, die in Mobile, Alabama stationierte 3rd Force Reconnaissance Company und die der Reserve zugeteilte in Honolulu, Hawaii stationierte 4th Force Reconnaissance Company. Allerdings ist nur die 1 Kompanie wirklich auf eigener Basis in der Lage selbstständig Operation durchzuführen. Zeitweise sind manche Kompanien auch nicht einsatzfähig und müssen erst reaktiviert werden, wie es bei der 2nd Force Reconnaissance Company zum Juli 2002 der Fall war. Die Platoons der Kompanien werden in der Regel für einen bestimmten Zeitraum (meist 6 Monate) im Wirkungsraum einer der MEUs eingesetzt. Wenn diese Stationierung abgeschlossen ist beginnt eine Trainings- und Regenerationsphase in heimischen Gefilden.

Eine Recon Kompanie besteht wie schon erwähnt aus etwa 200 Mann. Der Führungsstab der Kompanie wird aus dem Commanding Officer (CO) und dem Executive Officer (XO) gebildet. Unterstützt werden sie durch Administrative Organe, einen Nachrichtendienstlichen Teil und andere die sich um Logistik und Versorgung, Kommunikation und Operationsführung kümmern. Teilweise werden Unterstützungseinheiten wie Sanitäter oder auch Taucher durch die Navy gestellt.

Ein mit der 24th MEU eingesetztes Force Reconnaissance Platoon bei einer Schießübung in Prizren © USMC Die aktiven Teile der Kompanie sind bei voller Besetzung in 6 Zügen (Platoons) organisiert. Die Führung eines solchen Platoons besteht aus einem Platoon Commander, einem Platoon Sergeant, einem Funker, einem von der Navy zugeteilten Spezialisten für amphibische Aufklärung und einem der für die Ausstattung des Platoons zuständig ist. Ein Platoon setzt sich aus drei 6 Mann Teams zusammen. Ein solches Team besteht aus einem Gruppenführer, einem stellvertretenden Gruppenführer, einem Funker und drei weiteren Soldaten. Die Praxis hat dazu geführt, dass man auf 6 statt 4 Mann Teams setzt. Aufgrund der Menge an mitzutragenden Equipment wie Sensoren und ähnlichem war dieser Schritt notwendig um die Flexibilität und Einsatzfähigkeit zu erhalten. Bei dieser Konfiguration kann im Notfall auch ein Verwundeter mitgenommen werden.

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