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Special Air Service

22nd SAS Regiment

Allgemeines

Es gibt wohl kaum einen der noch nie etwas von dieser mythenumwobenen militärischen Sondereinheit der britischen Armee gehört hat. Allerdings weiß auch kaum einer etwas genaues über diese Einheit, die stets im Verborgenen operiert und deren Einsätze nur selten publik gemacht werden. Es handelt sich beim 22nd SAS (Special Air Service) Regiment also durch und durch um eine Eliteeinheit im üblichen Sinne. Der SAS kann auf eine lange Geschichte und zahlreiche Kommandounternehmen verweisen, was sie damit auch zu einer Art Referenz unter den militärischen Spezialeinheiten macht. So ist es kein Wunder, dass die meisten Eliteeinheiten der restlichen Welt nach dem Vorbild des SAS aufgebaut wurden und nach ihren Grundsätzen ausgebildet werden.

Geschichte

"Vater" des SAS - David Stirling Der britische SAS (Special Air Service) ist eine der ältesten Spezialeinheiten im heutigen Sinne. Die Entstehung geht auf den II. Weltkrieg, genauer das Jahr 1941, zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Briten in Nordafrika, trotz ihrer Anfangserfolge, arge Schwierigkeiten im Kampf gegen das deutsche Afrikakorps unter Führung Rommels. Dies ging soweit, dass die britische Armee immer weiter nach Ägypten zurückgedrängt wurde. In dieser Situation wurden neue Taktiken und Methoden gesucht um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. An diesem Punkt trat der "Vater" des SAS auf den Plan: David Stirling. Sterling war ein Offizier der Scots Guards und wurde zu diesem Zeitpunkt nach Afrika verlegt. Er war vorher in der Layforce-Truppe im Mittelmeerraum tätig und hat mit dieser mehrere verdeckte Überfälle und Operationen durchgeführt, welche allerdings meist nicht besonders erfolgreich verliefen. So kam es das fast die gesamte Einheit aufgelöst wurde und die restlichen Männer zu ihren Stammeinheiten zurückverlegt wurden. Trotz dieser Misserfolge hielt Stirling an der Idee kleinerer Operationen mit großem Überraschungsmoment fest. Mit dieser Planung richtete er sich an die Militärführung, welche seinem Ansinnen nachkam, da ohnehin schon von vielen eine Guerillatruppe, die Rommel dazu zwingen sollte Truppen und Material von der Front abzuziehen, gefordert wurde.

So kam es zur Gründung dieser Einheit, die zunächst unter der offiziellen Bezeichnung L Detachment, Special Air Service Brigade (Die es in dieser Form nicht gab) aufgestellt wurde. Der heutige Name Special Air Service sollte erst 1943 eingeführt werden. Für seine Einheit suchte sich Stirling erfahrene Kämpfer mit denen er zumeist vorher schon zu tun hatte. Mit knapp 100 Mann begann Stirling ein umfangreiches und forderndes Trainingsprogramm. Trotzdem endete der erste Einsatz am 17. November 1941 mit einem Desaster. Von etwa 66 Mann überlebten nur 22, da die Transportflugzeuge in ein Unwetter gerieten und sie so nicht einmal das Einsatzziel erreichten.

Der SAS in Nordafrika 1943 © Andy's Military Jeep Page Doch der erste erfolgreiche Einsatz ließ nicht lange auf sich warten und so kam es, dass ein 12-Mann Trupp im Dezember 1941 auf einem deutschen Feldflugplatz 24 Flugzeuge und die Treibstoffdepots zerstören konnten. Bereits einen Tag später konnte ein anderer Trupp in der Nähe von Agedabia weitere 37 Flugzeuge zerstören. Weitere Überfälle wie der im Juli 1942 gegen einen Flugplatz in Sidi Haneish durchgeführte, bei dem die Truppe mit 18 schwerbewaffneten Jeeps zuschlug, sollten folgen. Auf diese Weise wurden bis zum Januar 1943 knapp 250 Flugzeuge zerstört, dazu noch einige Fahrzeuge die bei Patrouillen aufgerieben worden sind. Nachdem sich der Krieg in Nordafrika dem Ende zuneigte wurde der SAS auch auf europäischem Boden eingesetzt. Es wurden Operationen im italienischen Hinterland, auf Sizilien und in Frankreich, wo man eng mit den örtlichen Partisanen zusammenarbeitete, durchgeführt. Hauptsächlich wurden Sabotageakte und Handstreiche durchführte oder auch amphibische Landungen vorbereitet und Luftlandezonen gesichert. Trotz der vielen Erfolge wurde der SAS bei Kriegsende zunächst aufgelöst.
 
Allerdings wurde der SAS schon 1948 wieder ins Leben gerufen als es in Malaya zu Übergriffen durch kommunistisch gesinnten Guerillas kam. Diese versuchten sich gegen die von Großbritannien unterstützte Regierung Malayas aufzulehnen und wandten sich dabei auch gegen im Land befindliche Europäer, was wiederum ein Eingreifen Großbritanniens zur Folge hatte. Hier entwickelte der SAS die zum Teil auch heute gängige Taktik der Operationen im Hinterland des Gegners. Fernaufklärungstrupps wurden über feindlichem Gebiet abgesetzt und sickerten in deren Gebiete ein. So versorgten sie die eignen Truppen mit Standorten der Guerillas oder führten sogar selbst handstreichartige Überfälle aus. Ein anderes wesentliches Merkmal des SAS bildete sich ebenfalls hier aus: Die enge Zusammenarbeit mit Einheimischen. Durch diese Zusammenarbeit, die den Einheimischen Vorteile bot, wurde die Unterstützung der Guerillas durch die Bevölkerung immer geringer und es kam 1960 zum Ende dieses Krieges.
 
Teil einer der typischen Vier-Mann-Patrouillen bei einer Rast im Dschungel Borneos Der nächste Konflikt für den nun eingespielten SAS sollte nicht lange auf sich warten lassen. Schon Ende 1962 brodelte es in südpazifischen Ozean als Indonesien die unmittelbaren Nachbarländer, darunter Borneo, kontrollieren wollte. Etwa 100 Mann des A Squadron vom 22nd SAS wurden im Januar 1963 nach Borneo verlegt. Die Hauptaufgabe bestand darin, die Grenzen zu sichern damit keine indonesischen Guerillatrupps einsickern können. Dazu wurden zwei bzw. vier Mann Patrouillen ausgesendet um die Bewegungen des Feindes zu beobachten und Informationen zu beschaffen. Diese Trupps, die teilweise monatelang im Dschungel verweilten, quälten sich unter schwierigsten Bedingungen durch den Dschungel. Auf diese Weise konnten vorgelagerte Basen oder Marschrouten des Feindes ausfindig gemacht werden, die dann durch Artillerie oder reguläre Infanterietrupps angegriffen werden konnten. Die SAS Männer allein hätten die riesigen Grenzen allerdings nicht allein überwachen können, dazu waren sie auf die einheimische Bevölkerung angewiesen. Diese wurde durch das sogenannte "Herzen und Seelen" Programm für sich gewonnen. Einerseits wurde den Einheimischen Schutz gewährt, andererseits wurden sie, sofern möglich, bei der täglichen Arbeit unterstützt und durch die in den 4-Mann Teams vorhandenen Sanitäter medizinisch versorgt. Durch den engen Kontakt wurde das Vertrauen der Einheimischen gewonnen, wodurch die Aufstellung von Hilfstruppen möglich wurde. Mit, durch die britische Armee gestellte, Waffen wurden diese innerhalb von 3 Wochen zu sogenannten Border Scouts ausgebildet. Diese verblieben zu Verteidigung meist in ihren Heimatdörfern, von wo sie Überwachungspatrouillen durchführten. So entstand ein dichtes Netzwerk von Informanten welches dem SAS die nötigen Informationen lieferte und ihn unterstützte.

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