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Special Air Service

22nd SAS Regiment


SAS Soldat mit Einheimischen im Dschungel Borneos © bbc.co.uk Mit zunehmender Intensität des Konfliktes wurde in Hereford das B Squadron aufgestellt und bis zum Januar 1964 operationsfähig erklärt. Mitte 1964 weitete man die Operationen des SAS auf indonesisches Gebiet aus. Bei diesen strenggeheimen Claret Operationen wurde der Gegner bis weit in dessen Territorium verfolgt um dortige Basen, Stützpunkte und Nachschubwege ausfindig zu machen. 1965 wurden die britischen Truppen an den Grenzen erneut verstärkt und Jagdkommandos setzten dem Gegner vermehrt zu.
Das alles führte zu einem Nachgeben der Indonesier, so dass am 11. August 1966 ein Friedensvertrag zwischen den beteiligten Parteien beschlossen werden konnte. Auf diesen Frieden hatte der SAS ganz besonderen Einfluss und es hatte sich wieder gezeigt, dass der SAS zu den besten militärischen Sondereinheiten gehört. Die Bilanz zeigte am Ende 114 Tote auf der Seite des Commonwealth auf, von denen sieben Mann (3 davon starben bei einem Hubschrauberabsturz) dem SAS angehörten.

Ein anderer Konflikt in dem der SAS mitwirkte, spielte sich in Oman ab. Die dortige Monarchie geriet stark ins Wanken als ein von Jemen unterstützter Aufstand ausbrach. Großbritannien beteiligte sich mit der Entsendung von SAS Truppen Mitte der 70er. Diese inoffiziellen, BATT British Army Training Teams genannten, Trupps konzentrierten sich zunächst auf die Ausbildung einheimischer Milizen (Firquats), die die Armee des Sultans durch gezielte Aktionen unterstützen sollten. Auch hier kam wieder das "Herzen und Seelen" Programm zum Zuge. Im Rahmen dieses Programms halfen die SAS Soldaten durch medizinische Unterstützung, Hilfe bei Bauprojekten und ähnliches wodurch sie Teile der Bevölkerung auf ihre Seite ziehen konnten. Bis 1967 war auch dieser Krieg beendet und die Aufständigen weitestgehend besiegt.

Antiterrorspezialisten des SAS bei der Erstürmung der iranischen Botschaft. Einer der Männer verhedert sich beim Abseilen und erleidet Verbrennungen. Um 1970, der Blütezeit des internationalen Terrorismus, wurde dem SAS eine weitere Aufgabe übertragen: Der Anti-Terrorkampf. Eigens zu diesem Zweck wurde eine Anti-Terrorstaffel aufgestellt, die sich dem Terrorismus entgegenstellen sollte. Diese 1972 gegründete Teileinheit des SAS legte den Schwerpunkt bei ihrer Ausbildung nicht auf die militärischen Schulung, sondern vor allem auf das Erlernen von Geiselbefreiungstechniken und ähnlichem. In dieser Rolle machte der SAS am 5. Mai 1980 erstmals auf sich aufmerksam, als durch ihn das berüchtigte Geiseldrama in der iranischen Botschaft in London (Princes Gate) gewaltsam beendet wurde. Bereits am 30. April hatten sich sechs bewaffnete Terroristen Zugang zu der Botschaft verschafft und das mehrtägige Geiseldrama eingeleitet. Sie forderten unter anderem die Unabhängigkeit für den iranischen Staat Khuzestan und die Freilassung politischer Gesinnungsgenossen. Als die Situation nach mehrtägigen Verhandlungen eskalierte und eine Geisel erschossen wurde, sah sich der SAS dazu gezwungen zuzuschlagen. Begünstigt durch die Vorbereitungen an den vorherigen Tagen schlug der SAS um 19.30 zu. Das Ganze endete schließlich mit dem erfolgreichen Abschluss der Erstürmung, wobei während der gesamten Geiselnahme 2 von den ursprünglich 26 Geiseln und 5 der 6 Geiselnehmer getötet wurden.
Andere Antiterroreinsätze führte der SAS z.B. auch gegen die IRA und ihre Ableger, wodurch mehrere Anschläge verhindert werden konnten.
 
Der nächste große Konflikt an dem der SAS beteiligt war, war der Falklandkrieg 1982. Bei diesem griff der SAS wieder in gewohnter Weise ein, zunächst wurde das feindliche Gebiet infiltriert um Informationen für einen Militärschlag zu sammeln. Diese Informationen waren ausschlaggebend für den weitern Verlauf der Operation. Außerdem wurden Missionen durchgeführt bei denen Ziele für Jagdbomber markiert wurden, die daraufhin präzise zuschlagen konnten. Die wohl spektakulärste Aktion war ein in alter Manier durchgeführter Überfall auf einen Flughafen bei Pebble, bei dem elf feindliche Flugzeuge am Boden zerstört werden konnten. Durch einen Unfall wurde dem SAS am 19. Mai ein schwerer Schlag zugefügt. Bei dem Absturz eines Sea King Hubschraubers kamen 18 Soldaten um Leben.
 
SAS Soldaten posieren in der irakischen Wüste für ein Foto © World of the Desert Rats Der nächste Einsatz, namentlich der Golfkrieg, kündigte sich 1990 an. Am 2. August 1990 unternahm der Irak unter Führung Saddams Husseins eine Invasion in Kuwait. Die vereinten Nationen forderten darauf den Rückzug der irakischen Truppen aus Kuwait bis zum 16. Januar 1991. Gleichzeitig begann die Verlegung alliierter Streitkräfte in die Golfregion. Bis zum Dezember waren bereits knapp 300 SAS Soldaten aus Teilen des 22nd SAS (A, D Squadron; B Squadron als Reserve) in der Golfregion stationiert. Nach Ablauf des Ultimatums begannen am 17. Januar 1991 massive Bombardements. Die Iraker feuerten jedoch zuvor nicht ausfindig gemachte Scud Raketen auf Israel, wodurch ein fataler Eingriff Israels in den Krieg hätte ausgelöst werden können. Das war der Auslöser für den Einsatzbeginn des SAS. Dieser wurde in Folge dessen unter anderem auf die Suche nach Scudraketen geschickt. Der SAS ging dabei in verschiedenen Vorgehensweisen vor. Bei den sogenannten Road Watch Patrols wurden acht Mann Trupps weit hinter den feindlichen Linien abgesetzt um Versorgungsrouten der Iraker zu überwachten und eigene Luftstreitkräfte zu leiten.

Die zweite Variante war das Vorgehen in schwerbewaffneten Konvois, den sogenannten Mobile Fighting Columns. Das A Squadron stellte dafür einen Konvoi betsehend aus 6 Land Rover 110, 6 Honda Motorrädern und einem Mercedes Unimog. Die stark modifizierten Land Rover trugen als Bewaffnung M2 Maschinengewehre Kaliber .50, 40 mm Mk-19 Granatwerfer oder eine MILAN Waffenanlage und wurden von jeweils 3 Mann besetzt. Die zugeteilten UNIMOG Fahrzeuge dienten dem Transport von Verpflegung und Ausrüstung, die Motorräder dienten vor allem Erkundungszwecken. Die Konvois, welche regelmäßig von Hubschrauber aus der Luft versorgt wurden, bewegten sich in den ihnen vorgeschrieben Gebieten hauptsächlich im Schutze der Dunkelheit.
Ziel war es strategische und taktische Ziele wie z.B. Nachrichtenzentralen, mobile Scud Abschussrampen und ähnliches ausfindig zu machen, und zu zerstören oder gegebenenfalls für die eigene Luftwaffe markieren. D Squadron stellte ebenfalls einen Teil dieser Mobile Fighting Columns, insgesamt knapp 20 in vier Teams gegliederte Land Rover mit den dazugehörigen Motorrädern.

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