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Special Air Service

22nd SAS Regiment

Selektion

Es ist selbstverständlich das beim SAS, wie auch bei allen anderen Spezialeinheiten, nur die besten Männer genommen werden. Männer die zu dieser Elite zählen wollen, müssen über eine überdurchschnittliche Intelligenz verfügen, absolut fit sein, verantwortungsvoll handeln und teamfähig sein. Potenzielle Bewerber müssen außerdem in einer regulären Einheit dienen und mindestens drei weitere Jahre verpflichtet sein, um sich bewerben zu können. Falls sie bestehen sollten, besteht für sie die Pflicht mindestens für weitere drei Jahre und drei Monate beim SAS zu bleiben.
Bevor überhaupt an eine Ausbildung zu denken ist, müssen die Kandidaten an dem Special Force Briefing Course teilnehmen. Dies ist ein dreitägiger Kurs bei dem den Bewerbern gezeigt werden soll, was sie im weiteren Verlauf der Auslauf erwartet. Hier werden die ersten geistigen und körperlichen Tests durchgeführt und einige Videos zum Thema gezeigt. Nachdem dieser Test bestanden ist, beginnt erst die eigentliche Auswahl und Ausbildung.
 
In den Bergen von Wales Der erste, Endurance Phase genannte, einmonatige Teil der Selektion zielt darauf ab, die Kandidaten bis aufs äußerste zu fordern, damit nur die stärksten übrig bleiben. Diese Phase findet in den Bergen von Wales statt, meist in den Brecon Beacons. Die Phase beginnt mit dem Standard Battle Fitness Test bei dem zunächst 2,5 km in unter 13 Minuten zurückgelegt werden müssen und dann die gleiche Strecke nochmals in unter 11,5 Minuten. Den Rest der ersten Woche verbringen die Anwärter mit zahlreichen Läufen mit leichtem Gepäck, dem Vermitteln/Wiederholen von Grundkenntnissen beim Kartenlesen und Navigieren, daraus resultierenden Orientierungsmärschen in kleinen Gruppen und generellem Fitnesstraining. Am Ende dieser ersten Woche erfolgt der erste richtige Test, der sogenannte Fan Dance, ein 24 km Marsch mit 15 kg Gepäck. Nach dieser Woche folgen tägliche Märsche über 15-64 km mit ständig ansteigendem Gewicht im Rucksack. Dazu zählen dann auch Nachtmärsche wodurch der Schlafmangel erheblich verstärkt wird. Die dritte Woche ist vor allem bestimmt durch Navigation- und Orientierungsmärsche ohne Zeitlimit. Den Rekruten ist es nicht erlaubt Straßen oder Wege zu benutzen, da ansonsten die Disqualifizierung droht. Die Soldaten müssen Unmengen an Material mit sich führen wozu meist ein Sturmgewehr ohne Trageriemen zählt. Gleichzeitig werden so die Fähigkeiten im Kartenlesen und Navigieren weiter geschult. Nach Abschluss dieser drei Aufbauwochen wird es Ernst, die Testwoche folgt. Diese Woche besteht im wesentlichen aus mehreren 24- 64 km langen Märschen, die allesamt mit einem Gepäck von ca. 30 kg bewältigt werden müssen. Den Abschluss bildet ein 64 km Marsch ("Long Drag"), der knapp 20 Stunden bewältigt werden soll. Das schon einige Anwärter bei dem Versuch gestorben sind zeigt wie fordernd diese Märsche sind!

Nachdem diese Tortur überstanden ist werden die Soldaten weiter auf ihre Eignung als SAS Soldaten geprüft. Als nächstes folgt eine Trainingsphase in der den Soldaten beigebracht wird mit SAS typischen Waffen wie dem M16 und M203 umzugehen. Während dessen gehen die intensiven Trainingseinheiten selbstverständlich weiter um die körperliche Stärke weiter auszubauen. Gleichzeitig werden immer wieder Tests durchgeführt um die mentalen Fähigkeiten, Sprachkenntnisse und viele andere Fähigkeiten zu prüfen und weiter auszubilden.
 
Teil einer typischen 4-Mann Patrouille beim Training Die folgenden 6 Wochen dauernde Jungle Phase führt die Anwärter nun in die britische Dschungelkampfschule in Brunei. Die Anwärter erwarten unter anderem wieder lange Märsche, die jetzt allerdings unter ganz anderen Bedingungen ablaufen. Es erwartet sie das feuchte, tropische Klima , außerdem Wassermangel und die typischen Dschungelkrankheiten. Bei all diesen Widrigkeiten wird dem angehenden SAS-Soldaten das Kämpfen, Überleben und Orientieren im Dschungel beigebracht, des weiteren fortgeschrittene Erste-Hilfe Maßnahmen und alles weitere was das Operieren im Dschungel ermöglicht. Auch in dieser Phase findet eine weitere Auswahl statt und viele Bewerber fallen durch und werden zu ihren alten Einheiten zurückversetzt. Die Übrigbleibenden sind bestens für den Dschungelkampf gewappnet. An diesem Training dürfte es liegen das der SAS eine äußerst hohe Erfolgsquote im Dschungelkampf hat und sich Desaster wie in Vietnam wohl nie wieder wiederholen werden.
 
In der nächsten Trainingsphase (Combat Survival Phase), die ebenfalls etwa einen Monat in Beschlag nimmt, wird den Rekruten unter anderem weiterhin das Überleben in der Natur beigebracht. Außerdem werden ihnen Escape & Evasion (E&E) Taktiken beigebracht. Des weiteren finden Vorlesungen und Kurse statt, die den Soldaten TQ (Tactical Questioning) nahe legen um sie für mögliche Verhöre vorzubereiten. In diesem Zusammenhang treffen sie z.B. mit ehemaligen Kriegsgefangenen zusammen um von deren Erfahrungen zu profitieren.

SAS Soldaten beim Einsatz in Nord Irland Den Abschluss bildet eine einwöchige Übung die den Rekruten noch einmal das Letzte abverlangt. Die Männer werden irgendwo in der freien Natur mit einem Minimum an Ausrüstung abgesetzt und müssen mehrere Checkpoints erreichen. Allerdings sind ihnen zu diesem Zeitpunkt schon Truppen anderer britischer Einheiten wie Paras oder Ghurkas auf den Versen um sie einzufangen. Die Übung endet damit, dass alle Männer inhaftiert werden und sich einem bis zu über 48 Stunden dauernden Verhör stellen müssen. Dabei dürfen nichts verraten außer ihrem Namen, Rang, Nummer und dem Geburtsdatum ("Big 4"). Auf alle anderen Fragen darf unter allen Umständen nur mit einem "Auf diese Frage kann ich nicht antworten" geantwortet werden. Damit ist die Selektion eigentlich bestanden, es müssen lediglich die Leute einen Fallschirmspringerlehrgang besuchen, die es in ihrer bisherigen Laufbahn noch nicht taten. Dies Dieser steht jedoch in keinem Vergleich zu dem schon Bestandenen und sollte kein Ausscheidungsgrund mehr sein.

Jeder der diese Selektion und Trainingsphase überstanden hat bekommt nun sein Barett mit dem SAS Abzeichen überreicht und gehört nun zum SAS. Auf dem Weg dahin sind schon viele gescheitert oder sogar zerbrochen, doch die, die es geschafft haben können sich mit Recht zu einer Elite zählen. Sie gehören nun zu einer der besten Einheiten auf der Welt. Doch um auch weiterhin zu den Besten zu gehören, darf das Training nicht aufhören. Die SAS Soldaten werden in jeder Hinsicht immer weiter geschult um so auf jede denkbare Situation vorbereite zu sein.

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