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US Navy SEALs

Sea, Air and Land Teams

Allgemeines

US Navy SEALs bei einer Übung der Abseiltechnik (Fast Rope) auf der USS Oscar Austin am 29. Oktober 2002 © US Navy Oftmals werden die SEALs der US Navy als eine der härtesten militärischen Eliteeinheiten dieser Welt bezeichnet. Allein ihr Akronym SEAL, welches für SEa, Air and Land steht, deutet auf einen breitgefächerten Verwendungs- bereich hin. Dieser beschränkt sich nicht nur, wie man wegen der Zugehörigkeit zur US Navy vermuten könnte, auf den maritimen Bereich in dem die US Navy SEALs als Kampfschwimmer agieren. Die SEALs operieren darüber hinaus auch wie eine vollwertige Kommandoeinheit. Sie machen Fallschirmabsprünge über feindlichem Gebiet, führen Luftlandeoperationen mit Hubschrau- bern durch und wirken außerdem im Rahmen von überraschenden Feuerüberfällen, Sabotagakten, verdeckten Operationen und Sicherungsaufgaben. Die US Navy SEALs sind eine verhältnismäßig kleine, elitäre und eingeschworene Gemeinschaft innerhalb der US Special Operation Forces (SOF, US-Sondereinsatzkräfte) in die nur intelligente, belastbare und charakterlich geeignete Soldaten aufgenommen werden. Bevor man jedoch Teil dieser flexiblen, überall auf der Welt operierenden Einheit werden kann, gilt es eine anspruchsvolle Ausbildung zu absolvieren. Die Vergangenheit mit ihren Kriegen und Konflikten hat immer wieder den Bedarf an solchen, spezialisierten Einheiten, deren Aufgabenfeld dort anfängt wo die Ausbildung normaler Truppenteile nicht ausreichend wäre, verdeutlicht.

Geschichte

Die Entwicklung der Vorgänger der heutigen SEALs fällt hauptsächlich in die Zeit des II. Weltkrieges. Nach Ausbruch des Krieges erkannten entwickelte sich in verstärktem Maße die amphibische Kriegsführung, deren Schwerpunkt die Anlandung von großen Truppenverbänden an feindlichen Küsten war. Schnell erkannten führende Offiziere und beteiligte Soldaten, die an der Ausarbeitung von Einsatzgrundlagen für solche amphibischen Aktionen beteiligt waren, dass spezielle Einheiten nötig seien, die in der Lage sind Landungsvorbereitungen in Form von Informationsbeschaffung und Hindernisbeseitigung an den Landungszonen durchzuführen. Dies war die Geburtsstunde der ersten Spezialeinheiten der US Navy welche als Vorgänger der SEALs gelten. Im Frühjahr 1942 war die erste, zuvor aus Freiwilligen zusammengesetzte, Einheit von ca. 100 Soldaten, die als amphibische Scouts bezeichnet wurde, aufgestellt.

Vorbereitende Operation in der Normandie Die ersten 20 Männer der Einheit rückten bereits im November 1942 zur Operation "Torch", der Landung in Nordafrika, aus. Allerdings kamen sie aufgrund ihrer Verspätung noch nicht zum Einsatz. Währenddessen ging in der Heimat der Aufbau von Spezialkräften weiter voran. Eine speziell auf Kampfmittelräumung ausgerichtete Einheit, die NCDU (Naval Combat Demolition Units) wurde offiziell gegründet und aufgebaut. Mit den heutigen SEALs hatten diese allerdings nicht viel gemeinsam, sie operierten hauptsächlich von Booten aus ohne sich ins Wasser zu begeben. Es handelte sich eher um Infanterie oder Aufklärer. In dieser Funktion nahmen sie auch an diversen Landungsoperationen teil. Bereits ein halbes Jahr vor dem Sturm auf die Normandie führten Teile der NCDU Beobachtungen an zu erobernden Strandabschnitten durch. Am Tag der Invasion (6. Juni 1944) war es die Aufgabe der NCDUs und der aus Navy und Army Angehörigen gebildeten Gap Assault Teams (GAT) Sperren und Barrikaden in den Strandabschnitten Omaha und Utah zu entfernen. Während die Einheiten beim Abschnitt Utah relativ glimpflich davonkamen, gerieten die Soldaten im Abschnitt Omaha in schweres Abwehrfeuer und brauchten dementsprechend lange um Durchlässe für die nachrückenden Truppen zu schaffen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Invasion auf europäischen Boden wurden die Einheiten zum größten Teil aufgelöst oder zu den im Pazifik kämpfenden Truppen verlegt.

Dort im Pazifikraum, wo man ebenfalls die Notwendigkeit solcher Spezialeinheiten erkannte, finden sich die direkten Ursprünge der SEALs. Nach ersten verlustreichen Aktionen, wie der Landung bei Tarwara am 20.11.1943, welche hauptsächlich auf mangelnde Aufklärung zurückzuführen waren, begann man mit der Aufstellung von Aufklärungstrupps. Deren Aufgabe sollte es sein, unerkannt die Landungszonen zu erkunden, Hindernisse zu beseitigen und die Landungstruppen einzuweisen. Dies war der Zeitpunkt zur Gründung der Underwater Demolition Teams (UDT, Unterwassersprengtrupps). Diese in Hawaii ausgebildeten UDTs bestanden in der Regel aus mehreren Zügen mit einer Gesamtstärke von knapp 15 Offizieren und 100 Schwimmern. Dazu stand jeweils einem UDT ein LCVP Landungsboot unter Führung eines Offiziers zu Verfügung.

Solche Landungen mussten von UDTs vorbereitet werden. © US Navy Von diesem starteten die Schwimmer am helllichten Tage unter Deckungs- feuer durch Unterstützungseinheiten ihre Aufklärungs- und Räum- unternehmen. Dabei bildeten sich den heutigen SEALs Taktiken ähnliche Vorgehensweisen aus, denn erstmals sahen sich die Spezialtruppen gezwungen über weite Entfernungen an die Küsten heranzuschwimmen. Hierbei muss man beachten, dass diese Einsätze zum damaligen Zeitpunkt ohne Tauchausrüstung durchgeführt wurden! Die UDT Schwimmer wurden mit Schlauchbooten soweit wie möglich an Küsten gebracht, mussten von dort aus aber mit ihrer spärlichen Ausrüstung möglichst unbemerkt an die Strände gelangen, was wiederum Schwimmen bedeutete. An den Stränden wurden hauptsächliche Erkundungsdaten ermittelt. Vor allem Befestigung, Bodenbeschaffenheit, Wassertiefe und mögliche Vorkommen natürlicher und künstlicher Hindernisse waren von Interesse für die Landungsflotten. Außerdem waren sie für die eventuelle Beseitigung dieser Hindernisse zuständig. Die UDTs waren bei den meisten wichtigen Operationen im Pazifikraum vor Ort um ihre Aufgaben wahrzunehmen. Sie waren unter anderem bei Operationen bei den Marshall Inseln, den Marianen, den Philippinen, bei Iwo Jima und bei Okinawa beteiligt. Mit ihrer Arbeit, dem Auskundschaften, dem beseitigen von Hindernissen und dem Einweisen der Landungstruppen, hatten die UDTs einen wesentlichen Anteil an der Eroberung der verschiedenen Inseln des Pazifiks.

Nach dem Krieg wurden die UDTs stark von den allgemeinen Demobilisierungsmaßnahmen getroffen. Von knapp 3500 Mitgliedern gegen Ende des Krieges blieben nur noch 500 übrig, die 1946 in vier Einheiten organisiert wurde. UDT 1 und 3 wurden der Pazifikflotte unterstellt, während UDT 2 und 4 der Atlantikflotte angegliedert wurden. Die starke Verminderung der Truppenanzahl führte zu einem Verlust vieler qualifizierter Kräfte.


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