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US Navy SEALs

Sea, Air and Land Teams


Nichtsdestotrotz machten sich die verbleibenden, hochmotivierten Soldaten daran neue Einsatztaktiken zu entwickeln. Zu Gute kam ihnen dabei die fortschreitende technische Entwicklung die ihnen dank erster Tauchgeräte beispielsweise längere Tauchgänge erlaubte. Obwohl die Einsätze zum größten Teil weiter wasserbasiert stattfinden sollten, entwickelten die UDTs um 1947 auch erste Einsatzgrundlagen für die Ausführung von Kommandoaufträgen außerhalb des Wassers. Es wurden dementsprechend die Grundlagen des infanteristischen Kampfes, des Fallschirmspringens und des Überlebens hinter feindlichen Linien vermittelt. Zudem fand bei einem Teil der Soldaten eine zunehmende Spezialisierung zur Durchführung von Unterwassersabotageakten und -sprengungen statt.

15. September - Landungflotte bei Inchon. © US Navy Ihren ersten Einsatz nach dem II. Weltkrieg sollten die umgegliederten und weiterentwickelten UDTs im Koreakrieg (1950-1953) haben. Mit dem Überfall Nordkoreas auf die Republik Korea am 25.06.1950 entbrannte ein Krieg zwischen UNO-Streitkräften unter Führung Amerikas und dem von der Volksrepublik China unterstützten Nordkorea. Die UNO Streitkräfte konnten allerdings erst am 15.09.1950 ihre Gegenoffensive gegen die nordkoreanischen Streitkräfte, die bis dahin fast ganz Südkorea eingenommen haben, beginnen und diese dadurch bis zum 38 Breitengrad zurückwerfen. Die UDTs der US Navy befanden sich schon vor dem Start der Gegenoffensive im Einsatz. Bereits im Juni 1950 wurden die ersten Männer des UDT 3 nach Korea verlegt. Wenig später folgte der Rest der Einheit und das UDT 1. In dieser Anfangsphase bestanden die Aufgaben der UDTs im Kartografieren von, für Anlandungen relevante, Küstenabschnitte und dem Räumen von Minen und Hindernissen. Sie räumten so z.B. den Hafen von Inchon damit nachfolgende Kräfte gefahrenlos passieren konnten. Im weiteren Verlauf wurden hunderte Kilometer von Kanälen und Flüssen durch Angehörige der UDTs "gesäubert". Nachdem Minen ausfindig gemacht worden sind, war es ihre Aufgabe diese durch Sprengung unschädlich zu machen. Aufklärungs- und Vorbereitungsaufträge führten die UDTs bei Wonsan, Iwon und Chinnampo erfolgreich durch.

Erstmalig führten die UDTs nun auch Schläge gegen Landziele im Rücken des Feindes durch. Die Soldaten sprangen hinter den feindlichen Linien ab, fuhren mit Booten oder gar getarnt in Dschunken ins Hinterland des Feindes um ihre Operationen auszuführen. Dabei arbeiteten sie teilweise eng mit einheimischen Guerillas zusammen. Eine weitere Aufgabe, die die UDTs übernahmen, war die Rettung von abgeschossenen Air Force und Navy Piloten. Außerdem führten sie Schläge gegen das südkoreanische Versorgungsnetz durch. In diesem Zusammenhang sei die Zusammenarbeit zwischen einem Zug des UDT 1 und den 41st Royal Marines Großbritanniens erwähnenswert. Zusammen zerstörte man wichtige Brücken, Eisenbahnlinien und andere Versorgungslinien. Mit Abschluss des Koreakrieges hatten die UDTs die neu entwickelten Einsatzgrundlagen erprobt und ihr Aufgabenspektrum erheblich erweitert.

Im Rahmen der Kubakrise kundschafteten die US Navy Seals im Frühjahr mögliche Langungsabschnitte für eine mögliche Invasion aus. Der Rest der 50 Jahre verlief für die UDTs trotz einiger "Beinah-Einsätze" wie zum Beispiel beim Ausbruch der Libanonkrise 1958 oder diversen Spannungen in asiatischen Gefilden vorwiegend ruhig. Die meiste Zeit widmeten sich die UDTs dem intensiven Training. Im Zuge dessen nahmen sie an zahlreichen Übungen, die neben Kampfschwimmer- und Kommandotaktiken auch weitere Spezialgebiete wie beispielsweise Gebirgs- und Winterkampf umfassten, teil. Auf internationalen Übungen fand auch ein reger Austausch mit ähnlichen Einheiten anderer Länder statt. Während dieser Zeit konnten sich die UDTs ganz auf die Weiterentwicklung ihrer Einsatz- grundlagen konzentrieren und entwickelten sich so zu einer hochspezialisierten, vielseitig verwendbaren Einheit.

Anfang der 60 veränderte sich die Lage mit Verschärfung des Ost-Westkonfliktes dramatisch. Vor allem die Möglichkeit eines atomaren Krieges bestimmte das Vorgehen der amerikanischen Führung. Es war nun kaum mehr möglich eine große Streitmacht, wie die Amerikas, einzusetzen ohne einen solchen heraufzubeschwören. Dennoch benötigte die Regierung Kennedys Mittel, um sich dem so beschriebenen kommunistischen Expansionsdrang und den totalitären Tendenzen entgegenstellen zu können. Man wollte von großen Kriegen und Invasionen Abstand nehmen, diese nur im äußersten Notfall durchführen und sich stattdessen mehr der unkonventionellen Kampfführung widmen. In Zukunft sollten kleine, hochmobile und flexible Sondereinheiten, die aus der Luft, vom Lande und vom Wasser operierten, die Interessen Amerikas überall auf der Welt vertreten. Die Geburtsstunde der SEALs war gekommen. Bis Ende 1961 war die Planungsphase für entsprechende Einheit innerhalb der Navy abgeschlossen, und bereits am 1.01.1962 konnte das SEAL Team 1, stationiert an der Pazifikküste, und das SEAL Team 2, stationiert an der Ostküste, aufgestellt werden. Diese Teams setzten sich aus erfahrenen Soldaten aus den UDTs und Neuanwerbungen zusammen und genossen die uneingeschränkte Unterstützung des Präsidenten.

Mitgleider des SEAL Team One bei einer Flußpatrouille auf dem Bassac River in Vietnam. (19 Nov 1967) © Olive-Drab.com Der nächste Konflikt bei dem SEALs und UDTs eingesetzt werden sollten, war der 2. Indochinakrieg (Vietnamkrieg) von 1957 bis 1975. Ab 1960 wurden zur Unterstützung Südvietnams verstärkt militärische Berater entsendet. Diese gehörten jedoch zum größten Teil zu Einheiten der Green Berets. Doch schon 1962, also kurz nach ihrer Gründung, wurden auch Soldaten der SEALs Teams nach Südvietnam entsendet. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag zunächst nicht bei offensiven Handlungen, sondern vielmehr beim Ausführen von Aufklärungsaufträgen und dem Ausbilden südviet- namesischer Kommandotruppen und Taucher. Unter der Führung des CIA wurden ab Anfang 1963 auch geheimdienstliche Aufträge, wie das einschmuggeln von Agenten, ausgeführt. Der Aufgabenbereich änderte sich mit dem direkten militärischen Eintritt der USA nach dem August des Jahres 1964 schlagartig. Geheimdienstliche Operationen wurde jetzt nur noch am Rande ausgeführt, im Mittelpunkt stand nun das militärische Vorgehen gegen den Vietkong und seine Verbündeten. Nun wurden Teams von 2 bis 6 Mann ausgesendet um den Vietcong, seine Stützpunkte und Versorgungsrouten ausfindig zu machen. Dafür infiltrierten die SEALs unbemerkt Gebiete weit im von Feind besetzten Gebieten. Dort harrten sie bei markanten Stellen in ihren Horchposten aus um sich kein Detail über Stärke, Sicherung oder auch Versorgungsrouten des Gegners entgehen zu lassen. Teilweise waren diese Aufklärungstrupps mit einheimischer Kleidung und den entsprechenden Waffen ausgerüstet um nicht aufzufallen.


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