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US Navy SEALs

Sea, Air and Land Teams


Soldaten des SEAL Team 1 in Vorbereitung einer Mission zur Befreiung von Kriegsgefangenen. Wurde der Feind ausfindig gemacht, wurde je nach Auftragslage verfahren. Teils schalteten geübte Scharfschützen nur wichtige Zielpersonen aus, aber auch größere Aktionen im Stile eines Handstreiches gehörten zum Repertoire der SEALs. Dabei infiltrierten sie das Feindgebiet mit schwerbewaffneten Patrouillenbooten, per Hubschrauber oder auch zu Fuß. Bei anderen Operationen wurde der Gegner durch von den SEALs angeforderte und geleitete Unterstützungstruppen, also reguläre Infanterie, Kampfflugzeuge oder auch Artillerie angegriffen und vernichtet.
Neben den Kommandounternehmen und Flußpatrouillen unternahmen die SEALs auch Sabotageakte im Hinterland des Feindes, indem sie Brücken und andere wichtige Einrichtungen sprengten und unbrauchbar machten. Auf diese Weise wurden sie, obwohl meist immer noch vom Wasser aus operierend, immer mehr zu einer "normalen" Spezialeinheit wie beispielsweise die Green Berets. Den Part der Kampfschwimmer übernahmen die immer noch bestehenden UDTs. Neben dem Bekämpfen bzw. Auskundschaften des Vietkong und dem zerstören von Versorgungseinrichtungen wurden die SEALs während der sogenannten Operation Bright Light auch zur Befreiung amerikanischer Kriegsgefangener herangezogen. Dies gestaltet sich jedoch oftmals schwieriger als geplant da es oftmals äußerste schwierig die POWs (Prisoner of War - Kriegsgefangene) im Hinterland des Gegners ausfindig zu machen bzw. zu bergen.

Aufgrund ihrer hohen Effizienz wurden die in Vietnam kämpfenden SEAL Teams immer weiter verstärkt, so dass man 1968 schon über 30 Offiziere und 200 Soldaten verfügte. Ab 1971 wurde die Anzahl der Kampfeinsätze und damit auch der SEALs wegen der sich ändernden politischen Lage immer weiter reduziert. Gemessen and der geringen Anzahl, die 200 Soldaten aus SEAL Team 1 und 2 nicht überschritten hat, hatten die SEALs eine überaus positive Einsatzbilanz. Neben den unentbehrlichen Informationen die sie über den Feind lieferten, gingen mehr als 600 gefallene Gegner und weit über 1000 Gefangene auf ihr Konto. Die SEALs bewiesen, dass es möglich ist effektive Operationen mit geringem Einsatz durchzuführen. In Kampfhandlungen wurden weniger als 20 SEALs getötet, lediglich durch Unfälle entstanden höhere Verluste.

Überreste des Unglücks bei " Desert One" während der Operation Eagle Claw. Zu einem Zugriff kam es aufgrund dieses Unglücks nicht. Die 70er Jahre waren geprägt durch einen international aufstrebenden Terrorismus. So kam es, dass sich bereits 1978 Teile des SEAL Team 2 inoffiziell dem Erlernen von Geiselbefreiungstechniken widmeten. Der tatsächliche Bedarf an solchen Spezialeinheiten sollte jedoch erst mit dem Verlauf der Operation Eagle Claw im Frühjahr 1980 deutlich werden. Grund für diese Operation war die Geiselnahme von über 50 amerikanischen Botschafts- angstellten in Teheran im Jahr 1979. Erst im darauffolgenden Jahr wurde eine Befreiungsaktion gestartet die durch teils chaotische Planung unweigerlich in einem Desaster endete. Nach diesem Vorfall wurde in sämtlichen amerikanischen Teilstreitkräften auf den Aufbau von entsprechenden Antiterroreinheiten gedrungen. Die Navy reagierte ihrerseits mit der Aufstellung des auf Geiselrettungen und ähnliche Zugriffe spezialisierten SEAL Team 6 am 1. Oktober 1980. Bereits am 31. Dezember 1980 war das Team voll einsatzbereit.

Trotz der in den Jahren zuvor getätigten Bemühungen, die total vernachlässigten Special Forces aufzubauen, verlief die Operation Urgent Fury (1983) in Grenada alles andere als optimal. Um amerikanische Staatsbürger nach der Machtübernahme kommunistischer Kräfte schützen zu können, befahl Präsident Regan eine militärische Intervention. An dieser waren neben konventionellen Truppenteilen unter anderem auch Soldaten des SEAL Team 6 und 4 beteiligt. Zwei 6-Mann Gruppen mit insgesamt 12 Angehörigen des SEAL Team 6 und 4 Angehörigen eines Combat Control Teams hatten die Aufgabe in der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober einen Küstenabschnitt im Süden Grenadas über den Wasserweg zu infiltrieren. Anschließend sollten sie den Flughafen Salina auszukundschaften, Radaranlagen auszuschalten und die Fallschirmspringer der nachfolgenden US Ranger einweisen. Unnötigerweise sollten die 2 Teams schon 40 km vor der Küste aus dem Hubschrauber abspringen und ihren Weg mit Schlauchbooten fortsetzen. Doch aufgrund schlechter Vorbereitung, die auch die Analyse der Wetterberichte beinhalten sollte, kamen die SEAls in ein schweres Unwetter. Sie wurden trotzdem abgesetzt. Durch diese unverantwortliche Aktion ertranken vier der Soldaten auf hoher See. Der Einsatz musste abgebrochen werden da das erste Team sein Boot in stürmischer See nicht ausfindig machen konnte. Auch das 2 Team konnte den Einsatz wegen mangelhafter Außenborder, die ihren Dienst versagten, nicht fortsetzen. Die Ranger, welche trotzdem abgesprungen sind, sind glücklicherweise nicht in größere Schwierigkeiten geraten was aber durchaus ein reale Gefahr gewesen wäre.

US Soldaten bringen Gefangene während der Operation Urgent Fury in Gewahrsam Eine weitere Gruppe des SEAL Team 6 sollte die, als einfach eingeschätzte, Aufgabe übernehmen einen Radiosender in Beausejour unweit der Hauptstadt St. George einzunehmen. Ziel war dem Gegner die Verbreitung von Informationen über die US Landung zu erschweren und den Sender für eigene Propagandazwecke zu nutzen. Doch auch diese Operation war ein Fehlschlag. Angefangen hat das Desaster schon mit der einstündigen Verspätung der Blackhawks wodurch die Gruppe erst bei zunehmender Helligkeit in der Nähe des Senders abgesetzt wurde. Trotzdem konnte der nächste Schritt, das Einnehmen des Senders ohne weitere Probleme stattfinden, da kaum Soldaten vor Ort waren. Nun stand der nächste Teil der Operation an, das sichern des Senders bis verbündete Truppen aufschließen. Dazu wurde ein Teil Gruppe außerhalb des Objekts entlang einer Hauptstraße stationiert und konnte so 2 Fahrzeuge stoppen und die Soldaten außer Gefecht setzen. Dank der schlechten Aufklärung hatte man jedoch nicht mit einem größeren Gegenangriff gerechnet, der durch einen Infanterietrupp mit Mörserunterstützung ausgeführt wurde. Zu allem Überfluss tauchte noch ein gepanzertes Fahrzeug des Typs BTR-60 auf und nahm die SEALs mit seinen Bordwaffen unter Feuer. Den hatten die SEALs nichts entgegenzusetzen, da im Vorfeld weder an panzerbrechenden Waffen noch an die Bereitstellung von Luftunterstützung gedacht wurde. Die SEALs mussten ihre Position aufgeben und setzten sich zum Strand ab von wo aus sie mit beginender Dunkelheit zur USS Caron schwammen. Vier Mann starben bei dieser Operation.
Weitere Mitglieder waren für den Schutz eines Regierungsgebäudes eingeplant. Auch hier kamen die beiden mit SEALs beladenen Blackhawks durch Verspätungen mehr als ein Stunde nach der ursprünglichen Vorgabe. Beim Absetzen der SEALs gerat der erste Hubschrauber in heftiges Abwehrfeuer wodurch ein SEAL und der Pilot verwundet worden sind. Die Gruppe konnte dennoch abgesetzt werden, kam durch das Fehlen schwerer Waffen aber ebefalls in arge Bedrängnis und saß etwa 24 Stunden fest bis sich am nächsten Morgen erste Marines zu ihnen durchschlugen. Eine weitere Aufgabe übernahmen 13 Mitglieder des SEAL Team 4. Sie erkundeten in SEAL Manier die nordöstliche Küste der Insel um schließlich festzustellen, dass sich dieser Abschnitt nicht für eine Anlandung geeignet wäre.

Trotz der, durch angelnde Operationsgrundlagen, schlechte Vorbereitung, falsche Verwendung und Misskoordination verursachten, fehlgeschlagenen SEAL Missionen war die Operation insgesamt dennoch ein Erfolg, trotzdem zeigten sich gerade in der falschen Verwendung von Spezialkräften wie den SEALs deutliche Defizite. Aus diesem Grund begann 1983 ein kompletter Umbau der amerikanischen Kommandostrukturen. Als eine der wichtigsten Maßnahmen erwies sich die Zusammenfassung der militärischen Sondereinheiten (SEALs, Delta Force, Ranger...) unter der Führung des Special Operation Command. Mit der verbundenen Stärkung der Sondereinsatzkräfte wurden auch die SEAL Teams aufgestockt. Um dies zu erreichen wurden die noch bestehenden UDTs aufgelöst und den SEALs angegliedert. So entstanden aus UDT 11 und UDT 20 das SEAL Team 4 und 5. Die SEALs verfügten nun über 4 Teams (ohne ST6) mit knapp 2000 Soldaten, die in 60 Einsatzzügen organisiert waren.


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