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US Navy SEALs

Sea, Air and Land Teams


US Soldat sichert den Flugplatz Paitilla auf dem 4 SEALs getötet wurden. © CZBrats.com Die nächste Bewährungsprobe mussten die SEALs während der Operation Just Cause, welche am 20. Dezember 1989 begann, in Panama bestehen. Ziel der Aktion war es die Wiederherstellung der Sicherheit im Lande und die Ergreifung des Staatschefs Manuel Noriega, der in der Vergangenheit zu weit gegangen war, so dass mehrere US Soldaten in der Kanalzone getötet wurden. Den US Navy SEALs kam eine nicht unbedeutende Aufgabe zu, sie sollten sicherstellen, dass es Noriega nicht möglich ist die Flucht zu ergreifen. Vier Mann des SEAL Team 2 sollten dazu das im Hafen von Balboa ankerndes Schnellboot Presidente Porras zerstören. Mit ihren Zodiak Booten, welche langsam gefahren wurden um unnötigen Krach zu vermeiden, näherten sich die 2 Taucherteams bis auf etwa 150 m dem Hafen. Von dort aus setzten die beiden 2-Mann Teams ihren Weg unter Wasser fort. Am Schnellboot angekommen befestigten sie unbemerkt die mit Zeitzündern ausgestatteten C-4 Plastiksprengstoffladungen und zogen sich wieder zurück. Am 21. Dezember detonierten die Ladungen um 1.00 Uhr und versenkten das Schiff. Mitglieder des SEAL Team 4 übernahmen einen eher infanteristisch geprägten Auftrag. Ihre Aufgabe war es den Flughafen von Paitilla in einem handstreichartigen Überfall zu nehmen und das Flugzeug des Präsidenten unbrauchbar zu machen. Da die SEALs in großer Eile vorgingen und ausreichende Aufklärung deshalb ausblieb stießen sie auf unerwartet heftigen Widerstand durch gut verschanzten Gegner. Dies führte zur Hemmung des eigentlich schnell geplanten Unternehmens, die SEALs sahen sich gezwungen einen Verteidigungsring aufzubauen und auf Verstärkung zu warten. Diese kam jedoch erst nach 36 Stunden. Aufgrund der fehlenden Unterstützung durch reguläre Infanterie oder schwere Waffen wurden 4 SEALs getötet und 9 weitere verwundet.

Während des Ersten Golfkriegs (Desert Shield) hatten die SEAL Teams die Aufgabe iranische Angriffe gegen Handelsschiffe zu unterbinden indem sie die Gewässer durch Patrouillen sicherten und den Iranern ihre Rückzugsmöglichkeiten (Ölplattformen, kleine Inseln) nahmen. Diese Unterschlupfmöglichkeiten wurden zunächst durch Unterstützungskräfte unter Feuer genommen und dann durch SEALs besetzt und unbrauchbar gemacht.

Auch nach dem Golfkrieg blieben SEALs in Kuwait. Hier ein SEAL bei einer Übung im Jahre 1998 Im Zweiten Golfkrieg (Desert Storm), der mit dem Einmarsch irakischer Streitkräfte in Kuwait im August 1990 ausgelöst wurde, übernahmen SEALs wieder für sie typische Aufgaben. Schon vor der eigentlichen Landung alliierter Streitkräfte unternahmen die SEALs (Team 2 und 5 waren im Irak) Aufklärungsaufträge an der Küste des Feindes. An der Einhaltung des gegen Irak verhängten Embargos waren die SEALs ebenfalls beteiligt. Verdächtige Schiffe wurden von SEALs, nach dem diese sich von Hubschraubern abgeseilt haben oder mir Booten beilegten, aufgebracht und untersucht. Neben diesen Boarding Einsätzen wurden SEALs auch zum Minenräumen eingesetzt. Teile des SEAL Team 5 operierten im Inland. Ähnlich dem SAS unternahmen sie Erkundungsaufträge und beteiligten sich an Einsätzen zur Zerstörung von SCUD Raketenstellungen. Vor dem eigentlichen Eingreifen der Alliierten unternahmen die SEALs in der Nacht des 23. Februar 1991 ausgeklügelte Täuschungsmanöver an den vom Feind überwachten Strandabschnitten Kuwaits. Dazu schwammen die SEALs an die Küste, platzierten Sprengladungen und Leuchtbojen und verschwanden dann wieder. Durch Auslösung der Sprengladungen und Leuchtbojen wurden dem Gegner Invasionsaktivitäten vorgetäuscht und dessen Kräfte erheblich gebunden. Auch bei der Einnahme Kuwaits waren die SEALs in ihren Light Strike Vehicles an vorderster Spitze dabei.

Bereits Ende 1992 ging es für die SEALs erneut in einen Einsatz. Im Rahmen der UNOSOM I (United Nations Operation in Somalia), einer humanitären Hilfeaktion unter Leitung der Vereinten Nationen, gelangten die SEALs nach Somalia. Mit der sich ständig verschlechternden Sicherheitslage wurde die Stationierung von Streitkräften notwendig. Zunächst übernahmen die SEALs Überwachungs- und Aufklärungsaufträge, doch mit der Zeit verschlechterte sich die Lage und Übergriffe auf Angehörige der Friedentruppe häuften sich. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die SEALs einen wesentlich aktiveren Part um zur Entwaffnung der Clans und Stabilisierung der Lage beizutragen. Insgesamt nahmen die SEALs an etwa 60 Kampfeinsätzen teil, darunter auch bei der "Task Force Ranger", der fehlgeschlagenen Ergreifung des Warlords Aidid (Einsatz bekannt unter der Bezeichnung "Black Hawk Down".

Irgendwann Mitte der 90er Jahre kam zur Umstrukturierung und Umbenennung de SEAL TEAM 6 zur DEVGRU (Naval Special Warfare Development Group). Grund dafür war die der schlechte Ruf des SEAL Team 6 innerhalb der Navy und die fehlende Transparenz bei der Bereitstellung und Verwendung von Geldmitteln und Ausrüstung. Hinzu kam außerdem noch, dass der Teamgründer Richard Marcinko aus einem Interessenkonflikt heraus in unbekannte Machenschaften verwickelt war und außerdem noch der Bestechlichkeit beschuldigt wurde. Das hat ihm eine beinahe 2 Jahre andauernde Haftstrafe mit anschließender Zahlung von 10000 $ eingebracht. Dennoch ist er, unterstützt durch seine Buchveröffentlichungen, zu einer Art Mythos geworden. Die DEVGRU sollte sich nun offiziell auf die Erprobung von Ausrüstung, Techniken und Taktiken konzentrieren. Dennoch übernimmt DEVGRU seit diesem Zeitpunkt weiter die Rolle der Antiterroreinheit innerhalb der Navy.
In dieser Rolle operierten sie 1998 zusammen mit anderen Spezialeinheiten in Bosnien. Ziel war es mutmaßlichen Kriegsverbrecher ausfindig zu machen und an das internationale Kriegsverbrechertribunal auszuliefern.

SEAL gibt seinen Kameraden während einer Suchaktion im Osten Afghanistans Deckung. 24. Januar 2002. © U.S. Navy Der nächste große Einsatz kam für die SEALs mit der Operation Enduring Freedom. Die SEALs gehörten mit zu den Truppenteilen die als erstes in Afghanistan eingesetzt wurden. Sie beteiligten sich unter anderem an der Suche nach wichtigen Taliban und Al Kaida Führern. So konnte z.B. im Februar 2002 in Zusammenarbeit mit einem dänischen Sondereinsatzkommando ein führender Talibanvertreter (Mullah Khairullah Kahirkhawa) festgesetzt werden. Außerdem erfolgte die Durchführung von Spähaufträgen und die Suche nach Munitionsverstecken. In diesem Zusammenhang konnte im Januar 2002 ein großer Erfolg verbucht werden. Man fand ein verhältnismäßig großes, unterirdisches Tunnelsystem im Osten des Landes, in dem große Mengen an Munition versteckt worden sind. Diese wurden durch Sprengungen oder gelenkte Luftschläge zerstört. Der Einsatz in Afghanistan fügte den SEALs jedoch auch Verluste zu. Der bekannteste Fall dürfte der des gefallenen Neal Roberts sein. Am 4. März 2002 befand dieser sich in einem MH-47E Helikopter der auf dem Weg zu einem Berg mit der Bezeichnung Takur Ghar war. Auf diesem Berg sollte ein Überwachungsposten eingerichtet werden. Der Helikopter geriet allerdings bereits beim Anflug in heftiges Abwehrfeuer aus Maschinengewehren, Handfeuerwaffen und auch RPGs. In den Wirren nach einem Treffer fiel Roberts, der sich an der Rampe befand, aus dem Helikopter, dessen Pilot 7 km weiter eine Notlandung vornehmen musste. Ein Rettungsteam, ebenfalls mit SEALs besetzt, welches unmittelbar nach dem Vorfall zur Rettung Roberts ausgesendet wurde, geriet in heftige Gefechte auf dem Berg verwickelt. Dabei wurden zwei weitere SEALs verwundet und 5 US Soldaten getötete. Roberts konnte nur noch Tod geborgen werden. Ein weiteres SEAL Mitglied, Matthew Bourgeois, wurde bei einer Übung in Khandahar durch eine Mine getötet.

Im Jahr 2002 begann außerdem eine Umstrukturierung der Navy SEALs. Jedes der 6 ehemals 8 Züge starken SEAL Teams musste zwei Züge abstellen. Aus diesen gingen dann zwei neue SEAL Teams hervor. Das SEAL Team 7 wurde am 17. März 2002 in Dienst gestellt, das SEAL Team 10 etwa einen Monat später.


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