Merkava I-IV
Standardpanzer der Israelischen Streitkräfte
Ergebnis der intensiven Arbeit war der Merkava (hebräisch: Kampfwagen) der am 31. Jubiläum Israels 1979 vorgestellt wurde. Die Entwicklung, bis hin zum Bau der
ersten Prototypen, verschlang etwa 65 Millionen US Dollar. Die ersten Exemplare aus der Serienfertigung wurden an die 7th Armoured Brigade unter Leitung des Colonel Avigdor Kahalani ausgeliefert.
Zum ersten Kampfeinsatz der Merkavas kam es im Juni 1982 als Israel im Südlibanon einmarschierte. Hier zeigte sich zum ersten mal, dass sich das Projekt ausgezahlt hatte. Die Überlebensfähigkeit war im Gegensatz zu den alten
Panzern enorm gestiegen. Obwohl 7 Merkavas während der Operation "Peace for Galilee" zerstört wurden, lag der Prozentsatz an ausgefallenen Panzern und verlorenen Besatzungsmitgliedern deutlich unter
dem anderer, nicht mit dem Merkava ausgestatteter, Einheiten.
Die Produktion des Merkava Mk-1 dauerte bis 1983 an, bis er durch den verbesserten Merkava Mk-2 ersetzt wurde. In diesen flossen nun die praktischen Erfahrungen ein, die man in den vergangenen Jahren hatte sammeln können.
Dennoch handelte es sich hier nur um kleinere Verbesserungen. Der Merkava Mk-2 wurde bis 1989 gefertigt und ausgeliefert.
Die großen Verbesserungen kamen erst mit dem Produktionsbeginn des Merkava Mk-3 Anfang 1990. Beinahe alle Teile wurden komplett überarbeitet und wurden nun, bis auf den Motor, in Israel hergestellt. Mobilität, Feuerkraft
und Panzerung wurden weiter verbessert. Während der Produktion des Merkava Mk-3, die bis 2002 andauerte, wurden weitere Verbesserungen an Feuerleitsystem und Panzerung vorgenommen und in die laufende Produktion eingebracht.
Der neuste Sprössling der Merkava Familie ist der Merkava Mk-4 der erst vor kurzem (2002) vorgestellt wurde. Dieser wird nun an Stelle des Merkava Mk-3 produziert. Erneut ist es den Ingenieuren gelungen wesentliche Veränderungen vorzunehmen um die
Leistungsfähigkeit, Panzerung und Mobilität erneut zu verbessern.
Merkava Mk-1
Schon der erste Blick auf den Merkava lässt erahnen, dass es sich hier um ein neues Konzept in der Panzertechnologie handelt. Auffällig ist das gedrungene Erscheinen, der durch den vorne sitzenden Motor weit nach hinten verlegte Turmaufbau
und die am Heck befindliche Aus- bzw. Einstiegsluke.
Der Merkava Mk-1 ist ein Kampfpanzer, der eine Besatzung von vier Mann benötigt. Der Kommandant ist in der linken Seite des Turms platziert. An seiner Luke, die sich nach hinten öffnet, befindet sich ein Fünf Winkelspiegel. Die Optik des Kommandanten befindet an der Vorderseite der Luke und lässt um 360º drehen. Diese Optik ist zusammen mit den Turm stabilisiert
und bietet eine 4 bis 20 x Vergrößerung.
Vor dem Kommandanten sitzt etwas tiefer der Richtschütze des Merkavas. Seine Optiken sind am vorderen Teil des Turmes angebracht und verfügen über diverse Schutzmaßnahmen gegen Splitter- und Handwaffeneinwirkung. Seine Optik bietet 1 bis 8 x Vergrößerung und
enthält einen integrierten Laserentfernungsmesser.
Der Ladeschütze sitzt im linken Teil des Turms und ist für die Funktionstüchtigkeit und das Beladen der Waffensysteme zuständig. Munition für das Bordgeschütz muss er aus dem hinteren Bereich der Wanne herbeiholen.
Der Fahrer sitzt links neben dem Motor. Denn Panzer steuert er bei geschlossener Luke über einen Drei Winkelspiegel, dessen
zentraler Spiegel für Nachtfahrten ausgebaut und durch eine passive Wärmebildkamera ersetzt werden. Ein Nachtsichtgerät steht ebenfalls zur Verfügung.
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