Merkava I-IV
Standardpanzer der Israelischen Streitkräfte
Die Hülle der Wanne besteht aus gegoßenen und geschweißten Panzerplatten. Hierbei handelt es sich um eine Mehrschichtenpanzerung. Der Zwischenraum zwischen der ersten und daruffolgenden Panzerungsschicht ist mit Dieseltreibstoff ausgefüllt. Diese Maßnahme soll zusätzlichen Schutz gegen
HEAT Geschosse bieten.
Auf der Rückseite der Wanne befinden sich drei Luken. Hinter der linken Öffnung befinden sich die Batterien des Panzers und hinter der Öffnung auf der rechten Seite befindet sich die ABC Schutzanlage samt ABC Filtern. In der Mitte befindet sich
eine zweiteilige Luke(ein Teil geht nach oben auf, der andere nach unten) durch die man Zugang zum hinteren Kampfraum erhält. In diesem wird im Normfall die Munition aufbewahrt, die in vier Schuss fassenden Schutzcontainern transportiert wird. Alternativ können bis zu maximal 10 Soldaten mitgeführt werden. Diese Option
ist allerdings nur für äußerste Notfälle vorgesehen, da für diese Leute keinerlei Ausgkuck oder Komfort vorhanden ist. Dennoch kann den Panzer über diese Luke sehr gut mit Munition versorgen und er bietet der Besatzung die Möglichkeit geschützt aus dem Panzer herauszusteigen. Bei dem herkömmlichen Austiegsweg über den Turm ist die
Besatzung vor allem durch Beschuss von Handfeuerwaffen gefährdet, während sie hier im Schutze des Panzer aussteigen kann. Über der hinteren Luke befindet sich ein 60 Liter fassender Wassertank. Außerdem befindet sich links außen an der Wanne ein Funkgerät für Fusstruppen, welches diesen unter anderem die Kontaktaufnahme zur Panzerbesatzung
ermöglicht.
Der Turm befindet sich im Vergleich zu anderen Panzer relativ weit hinten. Bei der Konstruktion des keilförmigen Turms wurde vor allem auf einen geringen Querschnitt wert gelegt. Der Turm besteht aus Gussteilen und einer geschweißten Front. Außerdem verfügt er hinten über einen großen Überhang in dem die Funktechnik und die Hydraulik für
die Turmbewegung untergebracht sind. Bei vielen Merkavas sind an diesem Überhang zahlreiche massive Eisenketten mit kugelförmigen Gewichten zu sehen. Diese sollen eine vorzeitige Explosion von ankommenden Geschossen bewirken um so den Panzer zu schützen. Ein Suchscheinwerfer, der von Kommandanten bedient wird, ist ebenfalls am Turm befestigt.
Der Merkava verfügt über eine umfangreiche Bewaffnung. Hauptwaffe ist eine 105 mm Kanone, die auf der britischen L7 Kanone basiert und ebenfalls in israelischen M48 und Centurion Kampfpanzern verwendet wird. Ausgestattet ist die Kanone mit einer Vorrichtung, die verhindert das es durch ungleiche Erhitzung zum Verziehen oder Ausfall der Kanone kommt.
Jeweils sechs Patronen befinden sich schussbereit in einem Magazin. Der Rest von den insgesamt 62 Schuss wird im hinteren Kampfraum verstaut.
Als KoaxialMG ist ein israelischer Lizensbau des FN MAG 58 mit dem Kaliber 7,62 mm eingebaut. Dieses wird über einen 2000 Schuss Gurt, der in den Zwischenräumen der Panzerung liegt, gespeist. Alternativ wurden einige wenige Merkavas mit einem .50 M2 Maschinengewehr ausgestattet.
Weitere FN MAG 58 wurden an der Luke des Kommandanten und des Ladeschützen angebracht. Insgesamt werden 10000 Schuss 7,62 x 51 mm mitgeführt.
Darüber hinaus befindet sich im Panzer ein nicht eingebauter 60 mm Soltam Commando Mörser mit 30 Granaten. Dieser kann nicht aus dem Inneren des Panzers bedient und abgefeuret werden.
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