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Merkava I-IV

Standardpanzer der Israelischen Streitkräfte

Merkava Mk-3

Der 1989 eingeführte Merkava der dritten Generation stellte mehr eine Neuentwicklung, als ein simples Update dar. Nicht nur in seinen Ausmaßen wurde der Merkava Mk-3 verändert, vor allem was die Technik im Inneren des Panzer angeht wurde viel getan. Beinahe alle Teile wurden ersetzt oder zumindest stark überarbeitet. Dabei wurde versucht vor allem Produkte aus dem Inland zu verwenden, um so von Importen unabhängig zu sein. Lediglich bei einigen Komponenten wie z.B. dem Motor blieb man weiterhin bei ausländischen Produkten.

Merkava Mk-3. Gut zu erkennen ist die modulare Panzerung auf der Turmoberseite. Die Wanne des Merkava Mk-3 wurde allein schon um etwa 457 mm verlängert, wodurch Platz geschaffen wurde. Dies ermöglicht z.B. die Aufnahme größere Mengen des in den Zwischenräumen transportierten Dieseltreibstoffes. Im Bereich der Panzerung beschritt man beim Merkava Mk-3 ebenfalls neue Wege indem man auf modulare Panzerungselemente setzte. Diese Panzerungsmodule werden durch Bolzen am eigentlichen Panzer befestigt. Dies bietet einerseits die Möglichkeit beschädigte Module leicht reparieren zu können, als auch die Option für spätere Kampfwertsteigerungen durch neuere Panzerungstechnologien.

Der Turm wurde ebenfalls um 233 mm verlängert. Auch der Turm erhielt auf Modulbauweise basierende Panzerung. Vor allem wurde die Dachpanzerung verstärkt um den Panzer so von oben zu schützen. Der Turm des Mk-3 wird nun rein elektrisch bewegt, da das hydraulische System unzuverlässiger und außerdem eine Gefahrenquelle (leichte Entzündlichkeit) war. Der Turm kann dabei mit einer Geschwindigkeit von 34°/s gedreht und die Kanone mit 15°/s gehoben werden. Die Optiken der Besatzungsmitglieder wurden ebenfalls erneuert. Der Kommandant verfügt nun über eine 4.8 und 12 fache Vergrößerung an seiner Optik. Zusätzlich verfügt diese Optik über eine Verbindung zur Optik des Bordschützen. Diese verfügt über Tag/Nachtsichtoptiken mit 5 facher Vergrößerung beim Wärmebildgerät und 12 facher Vergrößerung bei der Tagoptik.

Im Unterschied zu den vorherigen Varianten nimmt der Turm des Mk-3 eine neues Geschütz auf. Die neue Hauptwaffe ist eine 120 mm Glattrohrkanone, wie sie vom Prinzip auch im Leopard 2 Kampfpanzer verwendet wird. Für diese Waffe werden 48 Geschosse mitgeführt. Diese sind jetzt nicht mehr in den vier Schuss fassenden Aufbewahrungsbehältern untergebracht, statt dessen ist jedes Geschoss in einem eigenen Behälter. Fünf Geschosse sind schussbereit in einem mechanischen Trommelbehälter aufbewahrt und können jederzeit verschossen werden. Am Turm sind außerdem zwei Nebeltöpfe angebracht für die insgesamt 24 Granaten vorhanden sind. Der Rest der Bewaffnung entspricht weiterhin der im Mk-2 verbauten.

Selbstverständlich wurde auch im Bereich der Elektronik viel verändert. Erste Veränderung war der Einbau eines neuen Feuerleitsystems mit der Bezeichnung Elbit Knight Mk 3 mit diversen technischen Neuerungen wie einem automatischen Zielverfolgungssystem und "Line of Sight" Stabilisation. Außerdem wurde ein Warnsystem von Ancoram verbaut, welches die Besatzung vor potentiellen Gefahren warnen soll.

Neben allen diesen Neuerungen sollte die Mobilität des Merkavas Mk-3 natürlich nicht hinterhinken. Aus diesem Grund wurde ein neuer, luftgekühlter Teledyne Continental AVDS-1790-9AR V-12 Dieselmotor eingebaut (90° Zylinderanordnung). Dieser Viertakter erbringt eine Leistung von 1200 PS. Dieser wurde an ein von Ashot Ashkelon Industries Limited entwickeltes Getriebe gekoppelt. Dem Fahrer stehen vier Vorwärts- und drei Rückwärtsgänge zur Verfügung.
Das Fahrwerk wurde ebenfalls komplett überarbeitet. Jedes der 12 Räder hat nun eine eigene Aufhängung die und wird durch mit konzentrischen Spiralfedern ausgestattete Stoßdämpfer gedämpft.

Technische Daten (Veränderungen):

Bezeichnung: Merkava Mk-3 (Mark-3)
Hersteller: Israel Ordnance Corps, Tel A Shomer, Israel.
Besatzung: 4
Bewaffnung:
1 x 120 mm Geschütz
Munition: 48 x 120 mm
Länge: 7,97 m (Wanne)
9,04 m (über alles)
Breite: 3,72 m (ohne Seitenschürze)
Höhe: 2,66 m (Oberkante Turm)
Bodenfreiheit: 0,49 m
Gewicht:
65000 kg (gefechtsbereit)
Motor: Teledyne Continental AVDS-1790-9AR V-12 Diesel mit 1200 PS
max. Geschwindigkeit: 60 km/h
max Reichweite: 500 km
Tankkapazität: 1400 l
Watfähigkeit: 1,38 m
2,4 m (mit Vorbereitung)
Panzerung: Mehrschichtpanzerung, Stahl +
modulare Panzerung, Stahl, Verbundstoffe, Keramik(?)
ABC Schutz: Überdruck, außerdem diverse Filter und Air Conditioning

-6/7-

Fragen, Anregungen oder Kritiken an Alexander I.
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