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Merkava I-IV

Standardpanzer der Israelischen Streitkräfte

Merkava Mk-4

Präsentation des Merkava Mk-4 © IDF Beim Merkava Mk-4 handelt es sich um den 2002 in Produktion gegangen und damit neusten Kampfpanzer der Merkava Serie. Leider ist noch nicht allzu viel über den neuen Mk-4 in Erfahrung zu bringen, vor allem was genaue Daten angeht. Dennoch ist ersichtlich, dass man es wieder geschafft hat die meisten Komponenten aufzuwerten. Dies geschah wieder unter dem Aspekt der Überlebensfähigkeit als höchste Priorität.

Dementsprechend wurde auch die Panzerung erneut aufgewertet und durch neue Panzerungsmodule ergänzt. Besonders die Oberseite des Turmes wurde sehr gut gepanzert um ausreichenden Schutz vor neueren, von oben wirkenden (Top-Attack Munition) Panzerabwehrwaffen zu bieten. Durch diese Maßnahme erhält der neue Merkava Mk-4 eine sehr hohe, markante Silhouette welche ihm durch sein Einsatzgebiet bedingt, nicht zwingend zum Nachteil werden muss. Darüber hinaus wurde versucht die Innenräume so zu nutzen, dass sie als Schutzzonen für die Besatzung fungieren. Die Abmessungen müssten in etwa gleich denen des Mk-3 sein, da dieser weiterhin die Basis bildet.

Präsentation des Merkava Mk-4 © IDF Als Bewaffnung dient, entgegen früherer Vermutungen, keine neue 140 mm Kanone, sondern weiterhin eine 120 mm Kanone. Bei dieser handelt es sich um eine Weiterentwicklung der im Mk-3 verwendeten Kanone. Als Verbesserung erhielt die Kanone eine neue Ummantelung der Firma Vidco Industries, die bessere thermische Eigenschaften besitzt und besser vor Wettereinflüssen, Hitze und Stößen schützt. Außerdem ein neues ein neues Gassystem für die rückstoßrelevanten Teile verbaut. Mit der Kanone können neben den schon bewährten Munitionsarten wie HEAT, Antipersonenmunition und anderen auch neuere Hochleistungsgeschosse mit erhöhter Durchschlagskraft verschossen werden. Weiterhin bietet sich die Option lasergelenkte LAHAT Raketen zu verschießen, sobald diese einsatzfähig sind (können aber auch aus dem Mk-3 verschossen werden).
Für das 120 mm Geschütz des Mk-4 werden 10 Geschosse schussbereit in einer Art Revolvermagazin bereit gehalten. Über eine halbautomatische Vorrichtung kann der Ladeschütze zwischen den verschiedenen Munitionsarten auswählen. Der Rest der Munition befindet sich wie beim Mk-3 im hinteren Stauraum.

Auch die Ausstattungsmerkmale des Merkava Mk-4 haben sich verändert. Durch Einbau neuer, leistungsfähiger Computertechnik wurde ein großer Technologiesprung vorgenommen. Der Mk-4 erhielt ein neues Feuerleitsystem mit verbesserten Kapazitäten im Bereich der automatischen Verfolgung von sich bewegenden Zielen wie Panzern, Hubschraubern und Personen. Die neuen, ebenfalls in beiden Achsen stabilisierten, Optiken des Kommandeurs(Panoramasicht) und Schützen sind beide mit verbesserten FLIR-Kanälen (Forward Looking Infra Red) für die Nacht und TV-Kanälen für den Tag ausgerüstet. Der Merkava Mk-4 ist mit vier an den Außenseiten montierten Kameras für Tag/Nachtsicht ausgestattet die dem Fahrer und dem Rest der Crew einen Rundumblick ermöglichen.
Der Merkava Mk-4 ist darüber hinaus mit einem modernen Battle Management System ausgestattet. Dieses von Elbit Systems entwickelte System ermöglicht schnelle Kommunikation, leichte Navigation und bietet einen guten Überblick über die jeweilige Situation. Jedem Besatzungsmitglied steht ein farbiger Flachbildschirm zu Verfügung, auf dem jederzeit die von ihm überwachten Systeme überprüft werden können. Der Mk-4 erhielt auch neue Warnsysteme, die unter anderem einen besseren Schutz vor lasergelenkten Waffen bieten.

Der neue GD833 Dieselmotor entstand aus einer Kooperation von MTU und General Dynamics. Der flüssigkeitsgekühlte Motor wird unter Lizenz in den USA gebaut und bringt dem Merkava dank 1500 PS einen beachtlichen Mobilitätszuwachs.

Literatur

cover Merkava Mbt : Mks I, II & III : Chariot of Steel - Gutes englischsprachiges Buch zur Merkava Serie mit ausführlicher Geschichtsteil. Leider ist der aktuelle Mk-4 auf Grund des Entstehungsdatums nicht enthalten.

-7/7-

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