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PzH 2000

Panzerhaubitze 2000

Die PzH 2000

Die Panzerhaubitze 2000 ist ein mobiles Artilleriesystem welches mit einer gerademal 5-Mann starken Besatzung auskommt (Vergleich: M 109 mit 8-Mann Besatzung). Der Fahrer ist als einzigstes Besatzungsmitglied in der Wanne der PzH 2000 untergebracht. Die restlichen Besatzungsmitglieder, bestehend aus Ladekanonier 1 & 2, Richtkanonier und Geschützführer, sind im Turm der PzH 2000 untergebracht.

Panzerhaubitze 2000 ohne modulare Zusatzpanzerung am Dach. Befestigungsmöglichkeiten sind aber zu erkennen. © Obi Die Wanne der PzH 2000 besteht aus geschweißtem Stahl welcher die Besatzung vor Direktbeschuss mit Kalibern bis 14,5 mm und den Splitterwirkungen moderner Artillerie- geschosse schützt. Der Innenraum der Wanne ist nochmals mit einem sogenannten Innenliner ausge- stattet. Dieser fungiert quasi als zweite Bordwand und schützt somit die Besatzung vor der fatalen Splitterwirkung (Sekundärwirkung) bei Treffern von Panzerabwehr- waffen. Optional kann die PzH 2000 mit Reaktivpanzerungsmodulen auf der Oberseite ausgestattet werden um so mehr Schutz vor Streu- munition, die durch viele kleine Sprengkörpern (Bomblets) wirkt, zu bieten.

Der 763 kW leistende V8/ 4-Zylinder Direkteinspritzer von MTU (Modell MT 881 Ka-501) mit einem 4-Ganggetriebe der Firma Renk (Modell HSWL 284 C) befindet sich im vorderen Teil der Wanne. Der Motorraum ist mit einem Feuermelder und mit entsprechenden Löschvorrichtungen, die vom Fahrerplatz aus aktiviert werden, ausgestattet. Die Treibstoffversorgung erfolgt über selbstabdichtende Tanks die an den Seiten der PzH untergebracht sind. Insgesamt werden knapp 1000 Liter Treibstoff in der PzH 2000 mitgeführt.

PzH 2000 gehen in Stellung © Obi Rechts neben dem Motor, hinter einer feuerfesten Trennwand ist der Fahrer, der das Fahrzeug über eine einteilige Lenksäule führt, untergebracht. Wenn der Fahrer das Fahrzeug unter Panzerschutz bewegt, führt er die Panzerhaubitze über 2 Winkelspiegel. Der direkt nach vorne blickende Winkelspiegel kann bei Bedarf durch einen Restlichtverstärker ersetzt werden. Am Fahrerplatz befindet sich ein rundes Digitaldisplay welches Geschwindigkeit und Kilometerstand anzeigt. Rechts vom Fahrer befindet sich eine Kontrolleinheit mit einem Bildschirm an dem der Status von Motor und anderen mechanischen Systemen ausgegeben wird. Dazu ist eine Anlage zur System- und Fehleranalyse integriert. Der Fahrer hat außerdem die Möglichkeit zwei Wasserpumpen einzuschalten, falls es beim Waten zum Wassereinbruch kommt. Diese pumpen dann das Wasser aus dem Motor- bzw. Kampfraum der PzH 2000.


Das Fahrwerk der PzH basiert aus wirtschaftlichen Gründen auf Komponenten des Leopard 1 und Leopard 2 Kampfpanzers. Das verwendete Gleiskettenlaufwerk stammt aus dem Leopard 1 KPz, während die gummierten Doppellaufrollen dem Leopard 2 Projekt entnommen wurden. Das Antriebszahnrad welches die mit Gummipolstern versehene Kette antreibt befindet sich vorne, hinten befindet sich lediglich das Leitrad. Geschützt wird das Laufwerk und die dahinter liegende Wanne zusätzlich durch eine Kettenschürze.


Blick ins Geschossmagazin der PzH 2000 Hinter dem Fahrer, also etwa in der Mitte der PzH, befindet sich das Geschossmagazin, in dem 60 stehend gelagerte Geschosse Platz finden. Diese Geschosse werden bei Bedarf durch einen automatischen Ladevorgang aus dem Magazin genommen (Bordcomputer merkt sich wo welche Geschossart gelagert wird) und der Ladevorrichtung zugeführt. Diese befördert das 155 mm Geschoss automatisch in die Kanone, so dass der Ladekanonier lediglich die Treibladungen per Hand zuführen muss. Der automatische Ladevorgang wird durch ein pneumatisches System realisiert welches durch einen Elektromotor von MOOG gespeist wird. Die gesamte Ladung von 60 Geschossen kann bei Ausfall des Motors jedoch auch durch gespeicherte Druckluft verschossen werden. Die Leitungen für Druckluft sind in mehrfacher Ausführung durch das Fahrzeug verlegt, so dass die Funktion des Autoladers auch bei Beschädigung einer Leitung sichergestellt ist.

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