| | |

news
forum
credits
links
deutsche
amerikanische
britische
französische
russische
israelische
andere...
deutsche ksk
britischer sas
us navy seals
ru speznas
fremdenlegion
mehr...
panzer
flugzeuge
helikopter
schiffe
übersicht...
sturmgewehre
maschinenpistolen
maschinengewehre
handfeuerwaffen
mehr...
afghanistan
mazedonien
bosnien
mehr...

SPz Marder

Rheinmetall


Angetrieben wird der Marder 1 durch den wassergekühlten V6-Viertakt-Mehrstoffmotor MTU MB 833 Ea-500 mit integriertem Turbolader, der sich vorn rechts im Fahrzeug befindet. Der Motor leistet bei 2200 Umdrehungen etwa 600 PS (440 kW) und wird in Normalfall mit Dieseltreibstoff betrieben. Er hat 22440ccm Hubraum. Auf das Fahrzeug verteilt gibt es drei separate Treibstofftanks mit einer Kapazität von insgesamt 650 Litern. Damit hatte der Marder 1 bei einem Gesamtgewicht von 28,2 t eine durchschnittliche Reichweite von 520 km. Die maximale Höchst- geschwindigkeit von 75 km/h erlaubte es dem Marder 1 mit dem Kampfpanzer Leopard 1 Schritt zu halten.

Antriebsrad und Kette eines Marder 1 A3 Schützenpanzers
Bild mit freundlicher Genehmigung von
Panzer-Modell.de

Der Marder 1 verfügt über ein automatisches Planeten-, Schalt- und Lenkgetriebe HSWL-194 mit hydraulischem Drehmomentwandler. Dieses bietet 4 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgänge und wird von der Firma Renk gefertigt. Die Lenkung erfolgt über das Lenkrad, aber ebenso können die vorhandenen Feststellbremsen als Notlenkung verwendet werden. Das Fahrzeug läuft auf einem drehstabgefedertem 6-Rollen-Fahrwerk. Neben dieser Federung durch Drehstabfedern (Torsionsstäbe) verfügen die 1, 2, 5 und 6 Laufrolle über einen hydraulischen Endanschlag um einen Bruch zu vermeiden. Die aufgezogene Kette mit auswechselbaren Kettenpolstern wird von der Firma Diehl gefertigt.

Um die Besatzung vor ABC-Kampfstoffen zu schützen ist eine ABC-Schutzbelüftungsanlage mit einer Leistung von 3 Kubikmeter/Minute eingebaut. Die entsprechende Ansaugvorrichtung befindet sich zwischen den Dachluken des Marder. Gleichzeitig wird durch diese Anlage ein Überdruck im Fahrzeuginneren erzeugt, so dass das Eindringen von ABC-Kampfstoffen nicht möglich ist. Um die Besatzung vor einem möglichen Feuer schützen zu können sind zwei Feuerlöschanlagen installiert die entweder über einen Temperatursensor oder manuell ausgelöst werden. Zur Standardfunkausstattung des Marder 1 Schützenpanzers gehören 2 SEM-25 Funkgeräte mit einem Frequenzbereich von 26,0 bis 69,95 MHz. Dazu gehört auch das Empfängergerät EM-25. Ein teil der Kommunikationsausstattung ist unter dem Sitz des Schützen eingebaut.

Marder 1 A1

Der Marder 1 A1 Eine der wesentlichsten Veränderungen beim Marder 1 A1 war das Nachrüsten eines Doppelgurtzuführers für die 20 mm Maschinenkanone. Dies bietet nun den Vorteil das man innerhalb kürzester Zeit zwischen den zwei Munitionssorten umschalten zu können. In diesem Zuge wurde auch die Gesamtschussanzahl geringfügig erhöht. Nun fasst der Marder 1285 Schuss, von denen 317 AP (Armor Piercing) und 967 HE (High Explosive) Geschosse sind. Davon werden jeweils 117 bzw. 417 Schuss im Turm gelagert. Eine weitere wesentliche Veränderung war der Einbau einer besseren passiven Optik der 1. Generation. Der enthaltene Restlichtverstärker war weniger empfindlich gegen Scheinwerferlicht und Geschossblitze. 674 Marder 1 wurden auf Version A1(+) gebracht. Dies bedeutete die zusätzliche Ausrüstung mit einem Beobachtungsgerät auf Basis eines Wärmebildgerätes. Mit diesem war es möglich Panzer und Gegner auf größere Entfernungen als bisher zu erkennen. 350 Schützenpanzer wurden auf die Stufe Marder 1 A1(-) gebracht. Dies wiederum bedeutete, dass diese Modelle kein wärmebildbasierte Beobachtungsoptik erhielten, aber so modifiziert waren, dass eine Nachrüstung innerhalb kürzester Zeit möglich gewesen wäre. Die restlichen 1112 Exemplare mit der Bezeichnung Marder 1 A1A erhielten keine entsprechende Vorrichtung und waren auch nicht dafür vorgesehen. (Die Informationen zu diesen Versionsunterschieden sind nicht absolut gesichert. Wen sich also wer damit auskennt, würden wir uns über Bestätigung oder Korrektur freuen). Neben einer weiteren Verstärkung des Seitenrichtgetriebes wurden auch zahlreiche kleinere Änderungen an der allgemeinen Technik/Elektronik vorgenommen.

Marder 1 A2

Der Marder 1 A2 mit MILAN Starteinheit und ohne Heck-MG Mit der Umrüstung auf die Version Marder 1 A2 fiel als erkennbarstes Merkmal das Heck-MG weg. Die vorher Marder 1 A1A genannten Fahrzeugtypen wurden nun ebenfalls mit modernen Optiken ausgestattet. Der Richtschütze erhielt nun eine vollstabilisierte EMES-15 Richtschützenoptik mit einem integrierten Wärmebildgerät (WBG). Auch das MILAN Waffensystem wurde mit dem MIRA (MILAN InfraRot Adapter) aufgerüstet um die Einsatzfähigkeit auch bei Nacht oder schlechten Witterungsverhältnissen aufrecht zu erhalten. In diesem Zuge wurde auch der Scheinwerfer endgültig entfernt. Weitere Verbesserungen waren eine Modifizierung der Treibstofftanks, des Kühlsystems und eine Überarbeitung des Fahrwerkes. Die Aufrüstung der Kommunikationsmöglichkeiten wurde durch den Einbau von Halterungen für die neue Funkgerätefamilie SEM 70/80/90 möglich.

-4/6-

<-Zurück | Übersicht | Weiter->

Fragen, Anregungen oder Kritiken an Alexander I.
All text Copyright © by www.Military-Page.de