SPz Marder
Rheinmetall
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Angetrieben wird der Marder 1 durch den wassergekühlten V6-Viertakt-Mehrstoffmotor MTU MB 833 Ea-500 mit integriertem Turbolader, der sich vorn rechts im Fahrzeug befindet. Der Motor leistet
bei 2200 Umdrehungen etwa 600 PS (440 kW) und wird in Normalfall mit Dieseltreibstoff betrieben. Er hat 22440ccm Hubraum. Auf das Fahrzeug verteilt gibt es drei
separate Treibstofftanks mit einer Kapazität von insgesamt 650 Litern. Damit hatte der Marder 1 bei einem Gesamtgewicht von 28,2 t eine durchschnittliche Reichweite
von 520 km. Die maximale Höchst- geschwindigkeit von 75 km/h erlaubte es dem Marder 1 mit dem Kampfpanzer Leopard 1 Schritt zu halten. |
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Bild mit freundlicher Genehmigung von Panzer-Modell.de |
Der Marder 1 verfügt über ein
automatisches Planeten-, Schalt- und Lenkgetriebe HSWL-194 mit hydraulischem Drehmomentwandler. Dieses bietet 4 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgänge und wird von der Firma Renk gefertigt.
Die Lenkung erfolgt über das Lenkrad, aber ebenso können die vorhandenen Feststellbremsen als Notlenkung verwendet werden.
Das Fahrzeug läuft auf einem drehstabgefedertem 6-Rollen-Fahrwerk. Neben dieser Federung durch Drehstabfedern (Torsionsstäbe) verfügen die 1, 2, 5 und 6 Laufrolle über einen hydraulischen Endanschlag um
einen Bruch zu vermeiden. Die aufgezogene Kette mit auswechselbaren Kettenpolstern wird von der Firma Diehl gefertigt.
Um die Besatzung vor ABC-Kampfstoffen zu schützen ist eine ABC-Schutzbelüftungsanlage mit einer Leistung von 3 Kubikmeter/Minute eingebaut. Die entsprechende Ansaugvorrichtung befindet sich zwischen den Dachluken
des Marder. Gleichzeitig wird durch diese Anlage
ein Überdruck im Fahrzeuginneren erzeugt, so dass das Eindringen von ABC-Kampfstoffen nicht möglich ist. Um die Besatzung vor einem möglichen Feuer schützen zu können sind zwei
Feuerlöschanlagen installiert die entweder über einen Temperatursensor oder manuell ausgelöst werden. Zur Standardfunkausstattung des Marder 1 Schützenpanzers gehören 2 SEM-25
Funkgeräte mit einem Frequenzbereich von 26,0 bis 69,95 MHz. Dazu gehört auch das Empfängergerät EM-25. Ein teil der Kommunikationsausstattung ist unter dem Sitz des Schützen eingebaut.
Marder 1 A1
Eine der wesentlichsten Veränderungen beim Marder 1 A1 war das Nachrüsten eines Doppelgurtzuführers für die 20 mm Maschinenkanone. Dies bietet nun den Vorteil das man innerhalb kürzester Zeit
zwischen den zwei Munitionssorten umschalten zu können. In diesem Zuge wurde auch die Gesamtschussanzahl geringfügig erhöht. Nun fasst der Marder 1285 Schuss, von denen 317 AP (Armor Piercing) und
967 HE (High Explosive) Geschosse sind. Davon werden jeweils 117 bzw. 417 Schuss im Turm gelagert.
Eine weitere wesentliche Veränderung war der Einbau einer besseren passiven Optik der 1. Generation. Der enthaltene Restlichtverstärker war weniger empfindlich gegen Scheinwerferlicht und Geschossblitze.
674 Marder 1 wurden auf Version A1(+) gebracht. Dies bedeutete die zusätzliche Ausrüstung mit einem Beobachtungsgerät auf Basis eines Wärmebildgerätes. Mit diesem war es möglich Panzer und Gegner auf größere
Entfernungen als bisher zu erkennen. 350 Schützenpanzer wurden auf die Stufe Marder 1 A1(-) gebracht. Dies wiederum bedeutete, dass diese Modelle kein wärmebildbasierte Beobachtungsoptik erhielten, aber so modifiziert
waren, dass eine Nachrüstung innerhalb kürzester Zeit möglich gewesen wäre. Die restlichen 1112 Exemplare mit der Bezeichnung Marder 1 A1A erhielten keine entsprechende Vorrichtung und waren auch nicht dafür vorgesehen.
(Die Informationen zu diesen Versionsunterschieden sind nicht absolut gesichert. Wen sich also wer damit auskennt, würden wir uns über Bestätigung oder Korrektur freuen). Neben einer weiteren Verstärkung
des Seitenrichtgetriebes wurden auch zahlreiche kleinere Änderungen an der allgemeinen Technik/Elektronik vorgenommen.
Marder 1 A2
Mit der Umrüstung auf die Version Marder 1 A2 fiel als erkennbarstes Merkmal das Heck-MG weg. Die vorher Marder 1 A1A genannten Fahrzeugtypen wurden nun ebenfalls mit modernen Optiken ausgestattet.
Der Richtschütze erhielt nun eine vollstabilisierte EMES-15 Richtschützenoptik mit einem integrierten Wärmebildgerät (WBG). Auch das MILAN Waffensystem wurde mit dem MIRA (MILAN InfraRot Adapter) aufgerüstet um die Einsatzfähigkeit
auch bei Nacht oder schlechten Witterungsverhältnissen aufrecht zu erhalten. In diesem Zuge wurde auch der Scheinwerfer endgültig entfernt. Weitere Verbesserungen waren eine Modifizierung der Treibstofftanks, des Kühlsystems
und eine Überarbeitung des Fahrwerkes. Die Aufrüstung der Kommunikationsmöglichkeiten wurde durch den Einbau von Halterungen für die neue Funkgerätefamilie SEM 70/80/90 möglich.
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