SPz Marder
Rheinmetall
Marder 1 A3
Die bis dahin umfangreichste Kampfwertsteigerung wurde mit dem Übergang auf die Version Marder 1 A3 durchgeführt. Erstmals wurden bedeutende Änderungen in Bezug auf Überlebensfähigkeit und Schutz der Besatzung unternommen.
Der Marder 1 A3 wurde mit durch Bolzen befestigte Zusatzpanzerung an Wanne und Turm ausgestattet. Diese sollte nun an kritischen Stellen Schutz vor Feindfeuer bis zu einen Kaliber von 30 mm gewährleisten.
Durch das Hinzufügen der zusätzlichen Panzerung verzichtete man nun auch auf Winkelspiegel und Luke des Notsitzes hinter dem Fahrer.
Die Waffenanlage des Marders wurden ebenfalls überarbeitet und unter anderem die Munitionszuführung verbessert. Das MG 3 vom Wannendach an die linke Hälfte der Turmlafette verlegt.
Außerdem konnte nun statt MILAN 1 die weiterentwickelte MILAN 2 verwendet werden. Eine weitere Neuerung sind die Staufächer an den
Eine weitere Neuerung sind die großen Staufächer an den Seiten des Marders in denen sich Ausrüstungsgegenstände wie Tarnnetze nun unkomplizierter verstauen lassen. Gleichzeitig können
wegen dieser Staufächer die Kugelblenden nicht mehr verwendet werden. Statt vormals vier wurde die Anzahl der Dachluken nun auf drei große reduziert. Alle diese Veränderungen und Umbauten
hatten einen enormen Gewichtszuwachs auf nun 33,5 t zur Folge. Da aber der Motor nicht gleichzeitig überarbeitet wurde, verschlechterte sich die Mobilität des Marders drastisch. Zwar verbesserte man
das Kühlsystem des Motors und einigen nun stärker belastete Teile um Überlastung zu vermeiden, aber eine Leistungssteigerung brachte dies nicht mit sich.
Tech. Daten
| Bezeichnung des SPz: |
Marder 1 |
Marder 1 A3 |
| Hersteller: |
Rheinmetall |
| Besatzung: |
3 + 6 |
| Bewaffnung: |
1 x 20 mm Maschinenkanone 1 x 7,62 mm MG 3 (+ 1 x Heck-MG beim Marder 1) 1 x MILAN Startgerät |
| Länge: |
6,79 m |
6,88 m |
| Breite: |
3,24 m |
3,38 m |
| Höhe: |
2,95 m |
3,01 |
| Gewicht: |
29,2 t |
33,5 t |
| max. Geschwindigkeit: |
75 km/h |
65 km/h |
| max. Reichweite: |
520 km |
460 km |
| max. Grabenbreite: |
2,5 m |
| Motor: |
MB 833 Ea-500; 6 Zylinder mit 600PS |
Marder 1 A5
Der Marder 1 A5 ist die momentan aktuellste Version des Marder Schützenpanzers. Bei der Entwicklung dieser Version ging es nur darum den Schutz für die Besatzung zu optimieren bzw. den kaum
vorhandenen Schutz gegen Minen einzubinden. Dazu waren umfangreiche Umbaumaßnahmen am Marder notwendig. Eine der wichtigsten Maßnahmen war die Einrüstung eines komplett neu entwickelten Minenschutz
unter dem Fahrerplatz und dem hinterem Kampfraum. Dazu war eine Verstärkung und Veränderung der Struktur des Unterbodens notwendig.
Unter den Originalunterboden des Marders wurde zu diesem Zweck ein Minenschutzmodul geschraubt. Dadurch wird erreicht, dass der Unterboden bei einer Minenexplosion nicht aufreißt, sondern sich nur durchbiegt.
Um den Minenschutz weiter zu optimieren war es außerdem notwendig auch den Kampfraum komplett umzugestalten.
Eine große Gefahr bei einer Minenexplosion ging durch die Befestigung der
Sitze am Boden. Es könnte bei der Durchbiegung des Unterbodens und der damit verbundenen Beschleunigung könnte die Besatzung extreme Schäden an der Wirbelsäule davontragen oder sogar am Dach anschlagen.
Aus diesem Grund hat man die komplette Mitteltraverse samt Sitzen nun von der Fahrzeugdecke abgehangen. Gleichzeitig hat man den Raum unter den Sitzen freigelassen, abklappbare Fußstützen montiert und die Gurte an den Seitenwänden angebracht.
Eine weitere Gefahr ging durch die Verstauung vieler Einzelteile am Boden aus. Im Ernstfall hätten diese durch ihre Wirkung als Sekundärgeschoss verheerende Wirkung. Deshalb wurden sämtliche am Boden angebrachten Ausstattungsteile
wurden an andere Befestigungsmöglichkeiten verlegt, so dass sie keinerlei Kontakt zum Boden behielten.
Aufgrund des höheren Gewichtes von nun knapp 37,5 Tonnen mussten auch Änderungen am Laufwerk vorgenommen und eine neue Kette verbaut werden. Mit dem höheren Gewicht
sinkt die Mobilität des Marders erneut (Auch wenn dies vom Hersteller bestritten wird), da gleichzeitig keine Leistungssteigerung am Triebwerk vorgenommen wurde.
Man beschränkte sich auf notwendige Maßnahmen wie die Verbesserung der Motorkühlanlage Überhitzen des Motors zu vermeiden.
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