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Wiesel 1

Rheinmetall

Wiesel 1 MK

Der Waffenträger Wiesel 1 MK ist die Version des Wiesels welche eine 20 mm Maschinenkanone als Hauptbewaffnung trägt. Diese Version wird von einer bloß 2-Mann starken Besatzung geführt. Diese besteht aus Fahrer und dem Kommandanten der gleichzeitig Bediener der Maschinenkanone ist. Der Fahrer ist im rechten Teil der Wanne, neben dem Motor untergebracht. Er steuert den Wiesel 1 bei geschlossener Luke über drei Winkelspiegel. Bei Nacht kann der mittlere Winkelspiegel durch ein auf dem Prinzip der Restlichtverstärkung basierendem Bildverstärker-Fahrgerät (BiV) ersetzt werden. Der Kommandant wurde im Turm untergebracht.

Wiesel 1 MK mit dem neuen Nachtsichtmodul
Bild mit freundlicher Genehmigung von
Panzer-Modell.de

Er bedient die Maschinenkanone über die Schützenoptik PERI Z 16 welche über 2-fach oder 6-fach Vergrößerung verfügt. Nachtsichtfähigkeit wird mit der Optik Peri Z-59 ermöglicht. Da diese Fähigkeit aber nicht mehr zufriedenstellend war, suchte man ab ca. 2000 nach einer Aufrüstungsmöglichkeit. Die Wahl fiel auf das Zielgerät AOZ 2000 von STN ATLAS Elektronik. Nach einer Einbau- und Testphase konnten bereits im Februar 2002 die ersten 30 Wiesel 1 MK mit dem Nachtsichtmodul ausgestattet werden. Das Modul besteht aus Sensorkopf, Bedieneinheit und Beobachtungsmonitor. Zur Ausstattung dieses Moduls gehört eine Wärmebildkamera, eine Tagsichtkamera und ein Laserentfernungsmesser mit dem Distanzen von 50 bis 3000 m gemessen werden können. Mit den Optiken ist selbst bei Nacht oder eingeschränkter Sicht ein Erkennen von Personen und Fahrzeugen auf Distanzen von bis zu 2500 m möglich.

Arbeitsplatz des Kommandanten

Bei der am Turm des Wiesel 1 MK installierten Maschinenkanone handelt es sich um die von Rheinmetall gefertigte MK DM 6 Typ Rh 202 mit dem Kaliber 20 mm. Die elektrisch ausgelöste Kanone verfügt über eine Doppelgurtzuführung welche den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Munitionssorten ermöglicht. Die Munition der Maschinenkanone wird in den zwei markanten Behältern an den Außenseiten des Turmes geführt. Auf diese Weise sind 160 Schuss feuerbereit gelagert. Weitere 240 Schuss werden im Inneren des Fahrzeuges mitgeführt.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Panzer-Modell.de

Die selbsttragende Wanne des Wiesel 1 besteht aus Stahlblechen unterschiedlicher Stärke und bietet so Schutz vor Splitterwirkung diverser Waffen und vor Munition bis zum Kaliber 7,62 mm. Das Laufwerk besteht aus jeweils vier drehstabgefederten Laufrollen einem vorderen Treibrad pro Seite. Die erste Laufrolle und das hintere Leitrad sind zusätzlich mit einem hydraulischen Stoßdämpfer ausgestattet. Anfangs wurde auf dem Wiesel 1 eine Endlos Gummikette verwendet. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde sie durch eine mit Gummipolstern versehene Stahlkette ersetzt. Zu diesem Zweck musste auch das Treibrad ausgewechselt werden. Durch seine geringen Ausmaße kann der Wiesel 1 einfach transportiert werden. So passen beispielsweise zwei Wiesel in den Frachtraum eines CH-53G Hubschraubers oder auch 4 Wiesel 1 in einer Transall Transportmaschine verstaut werden. Zum sicheren Verstauen des Wiesels befinden sich 12 spezielle Verzurrösen an der Fahrzeugwanne.

Vorserienmodell des Wiesel 1 MK der WTS Koblenz. Diese Ausführung hat noch die Gummi Endloskette  © Carlos Der Motor des Wiesel befindet sich im vorderen linken Teil der Wanne und ist durch eine Frontklappe erreichbar. Um Wartung und Logistik zu erleichtern wurde der Motor dem zivilen Bereich entnommen. Es handelt sich um einen 87 PS starke, 5 Zylinder, 2 l Maschine von Volkswagen mit einem Turbolader von Audi. Dazu ist ein 3-Gang Automatikgetriebe mit nach- geschaltetem 2-Gang Gruppen- getriebe verbaut. Der Wiesel 1 verfügt sechs Vorwärts- und zwei Rückwärtsgänge. Gelenkt wird der Wiesel 1 über hydraulische Lenkbremsen, gebremst durch eine vollhydraulische Zweikreis-Scheibenbremsanlage

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