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Wiesel 2

Rheinmetall

Basisversion

Da es den Wiesel in vielen Varianten gibt, bietet es sich an die technischen Merkmale, die allen Modellen gemeinsam sind, an der Basisversion zu verdeutlichen. Das deutlichste Merkmal, durch das sich der Wiesel 2 von seinem Vorgänger unterscheidet, ist das größere Ausmaß des Fahrzeugs. Um alle zukünftig möglichen Verwendungs- zwecke realisieren zu können, war es nötig den Nutzraum zu vergrößern. Dies geschah unter Beibehaltung der niedrigen Silhouette und der Breite indem man die Fahrzeugwanne verlängerte und das Laufwerk um ein weiteres Rollenpaar ergänzte. Aufgrund dieser relativ einfachen Umbaumaßnahme erreichte man eine Steigerung des Innenvolumens von 2 m³ auf 4 m³.

Wiesel 2 Ozelot MK mit dem neuen Nachtsichtmodul
Bild mit freundlicher Genehmigung von
Panzer-Modell.de

Die Wanne des Wiesel 2 wird, wie auch die des Wiesel 1, aus Stahlblechen gefertigt und bietet ebenfalls Schutz vor Infanteriewaffenbeschuss bis zum Kaliber 7,62 mm und Granatsplitter von Artilleriegeschossen. Auf eine Erweiterung des Panzerschutzes wurde wegen der einhergehenden Erhöhung Gewichtes verzichtet. Zusätzlich gibt es jedoch die Möglichkeit von der Firma Deisenroth entwickelte Komposit-Zusatzpanzerung zu montieren. Diese ist in den Planungen der Bundeswehr aber nicht vorgesehen. In der Basisversion des Wiesel 2 gibt es eine Hecktür über die die Besatzung leicht ein- bzw. aussteigen kann oder das Fahrzeug be- bzw. entladen werden kann.
Auch das Laufwerk besteht aus Komponenten die schon beim Wiesel 1 verwendet wurden. Wieder finden die von der Firma Diehl hergestellten Systemketten mit austauschbaren Laufpolstern Verwendung. Größter Unterschied ist das zusätzliche drehstabgefederte Rollenpaar mit hydraulischen Stoßdämpfern. Außerdem kann sich der Wiesel 2 um die Hochachse drehen was sich positiv auf die Mobilität auswirkt.

Die beiden Luken des Wiesel 2 AFF. Man beachte die Antirutschbeschichtung auf der Wanne des Fahrzeugs.

Um bei gestiegener Größe die Mobilität zu erhalten wurde beim Wiesel 2 ein stärkerer Motor verbaut. Der wieder dem zivilen Fahrzeugmarkt entnommene VW 4-Zylinder Diesel Motor mit Abgasturbolader leistet 110 PS und ist im vorderen linken Teil der Wanne, abgeschottet vom Kampfraum, eingebaut. Mit einer einhergehenden Vergrößerung der Tankkapazität konnte die Reichweite des Wiesel 2 auf maximal 440 km erhöht werden. Das 4 HP 240 Automatikgetriebe bietet 4 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang. Eine weitere Neuerung ist das hydrostatische Überlagerungslenkgetriebe.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Panzer-Modell.de

Weitere Ausstattungsmerkmale sind die standardmäßige ABC-Schutzanlage mit Zyklonfilter, Grobstaubfilter und einem Kompaktfilter für Gase und Schwebstoffe und die ebenfalls standardmäßige Klimaanlage. Damit ist die Einsetzbarkeit in allen Klimazonen und optimaler Schutz für die Besatzung gewährleistet. Durch die geänderten Ausmaße ist die exzellente Verladefähigkeit des Wiesel etwas eingeschränkt worden. Ein CH-53G Transporthubschrauber kann nun einen Wiesel 2 als Innen- oder Außenlast mitnehmen. Die C-160 Transportmaschine kann 3 dieser Fahrzeuge aufnehmen. Die folgenden technischen Daten sind lediglich von Hersteller angegebene Richtwerte, die sich je nach Variante des Wiesel 2 unterscheiden.

Technische Daten:

Bezeichnung: Wiesel 2
Hersteller: Rheinmetall Landsysteme
Besatzung: 2-7 Mann
Gewicht: ca 4,1 t
Länge über alles: ca 4,54 m
Breite: 1,85 m
Höhe über alles: 1,70 - 2,11 m
Motor: 110 PS TDI/AFN von VW (1,9 Liter/Abgasturbolader)
Geschwindigkeit: 70 km/h
Tankkapazität: 120 l
max. Reichweite: 440 km (optimale Bedingung)
Steigfähigkeit: 60%
Querneigung: 30%
Watfähigkeit 0,5 m
Kletterfähigkeit: 0,4 m
Grabenbreite: 1,5 m
spez. Bodendruck: 4,1 N/cm²


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