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Wiesel 2

Rheinmetall

LeFlaSys

Das speziell für hochmobile Luft- landeverbände entwickelte Leichte(s) Flugabwehrsystem (LeFlaSys) sollte deren mangelnde Kapazitäten in der Luftraumüberwachung und bei der Luftverteidigung decken. Speziell bei internationalen Friedeneinsätzen waren die Luftabwehrfähigkeiten zu Beginn der Missionen nicht ausreichend, da Abwehrsysteme wie Roland und Gepard aufgrund fehlender Luftverlegbarkeit nicht verfügbar waren. Das System besteht aus drei einzelnen Kompo- nenten, die im Einsatzfall zusam- menwirken. Der Wiesel 2 UF/BF dient als Gefechtsstand, der Wiesel 2 AFF übernimmt Aufklärung und Feuerleitung und der Wiesel 2 Ozelot ist schließlich die Waffenplattform.

Waffenanlage ASRAD mit dem 4-fach Starter auf dem Wiesel 2 Ozelot mit Sensorblock
Bild mit freundlicher Genehmigung von
Panzer-Modell.de

Der Wiesel 2 Ozelot ist also die zentrale Komponente des LeFlaSys der die Bekämpfung des zugewiesenen Ziels obliegt. Der Ozelot wird von einer Zwei-Mann Besatzung, die aus Fahrer und Kommandant besteht, geführt. Der Fahrer sitzt im rechten Teil des Ozelot und steuert ihn bei geschlossener Luke über 4 Winkelspiegel von denen der nach vorne gerichtete gegen ein Bildverstärker-Fahrgerät (BIV) ausgetauscht werden kann. Der Kommandantenplatz liegt leicht versetzt neben dem Fahrerplatz und ist ebenfalls mit vier Winkelspiegeln ausgestattet. An der Luke des Kommandanten ist zur Selbstverteidigung ein MG3 auf Freirichtlaffete angebracht.

Der Fahrerplatz des Ozelot.

Der Heckbereich wurde so ab- geändert, dass er die Werferanlage aufnehmen kann. Diese von STN ATLAS unter der Bezeichnung ASRAD (Atlas Short Range Air Defence System) entwickelte Waffenanlage besteht aus vier Werfern, je zwei auf einer Seite, und einem Sensorblock dazwischen. Das System ist über Elektromotoren um 360º drehbar und von -10º bis +70º neigbar gelagert und wird in Marschstellung um 90º gedreht komplett abgesenkt. Die beiden Werfer sind mit verschiedenen Lenkflugkörpern kompatibel. Standardmäßig sind die Werfer mit STINGER Lenkflugkörpern aus europäischer Produktion bestückt.

Bild mit freundlicher Genehmigung von
Panzer-Modell.de

Auf diese Weise können Luftziele bis auf eine Entfernung von 6 km bekämpft werden. Die Aufnahme von und der Verschuss von Igla (SA-16) oder lasergelenkten RBS 70 oder 90 stellt bei dem Waffensystem ebenfalls kein Problem dar. Zusätzlich zu den vier schussbereiten Flugkörpern werden weitere vier Flugkörper in einer am Heck befestigten, separaten Munitionsbox mitgeführt. Der Sensorblock zwischen den Werferelementen enthält eine TV-Kamera, ein Wärmebildgerät, ein Laserentfernungsmesser (10 km Reichweite), ein Zielverfolgungsgerät und die Waffenstabilisierungsanlage untergebracht. Weiter verfügt der Ozelot über das passive Rundumsuchradarsystem IRST (Infrared Search and Track) und eine optische Zielzuweisungseinheit. Zusätzlich befindet sich ein GPS-Gerät, ein digitales Funkgerät SEM 93 und diverse Datenschnittstellen (z.B. HFlaAFüSys) installiert.

Der Ozelot ist nicht zwingend auf den AFF Wiesel, mit dem er im Normalfall zusammen operiert, angewiesen. Er kann Luftziele mittels des Infrarotrundsuchgeräts IRST auch autonom lokalisieren und anvisieren. Nachdem das Ziel so oder durch das AFF Fahrzeug zugewiesen wurde erfolgt die automatische Verfolgung des Ziels und die genaue Bestimmung dessen Position. Daraufhin werden die Lenkflugkörper aktiviert und auf das Ziel ausgerichtet. Durch diese schnellen automatischen Vorgänge ist es auch möglich hintereinander mehrere Luftziele zu bekämpfen. Als letzter Schritt steht dann nur noch die Auslösung des Waffensystems durch Erteilen des Feuerbefehls.

Kommandantenplatz im Wiesel 2 Ozelot
Bild mit freundlicher Genehmigung von
Panzer-Modell.de
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