Wiesel 2
Rheinmetall
Der Aufklärungs-, Führungs- und Feuerleit (AFF) Wiesel hat die Aufgabe den Luftraum zu überwachen, mögliche Luftziele zu identifizieren, deren Position zu bestimmen, eine Bedrohungsanalyse durchzuführen und die gewonnenen Daten entsprechend ihrer Priorität zur Bekämpfung an den Wiesel 2 Ozelot weiterzuleiten.
Die Besatzung des Wiesel 2 AFF besteht ebenfalls aus zwei Mann, die so platziert sind wie im Ozelot. Der Kommandant ist gleichzeitig Bediener der am Heck angebrachten Radaranlage die ebenfalls abgeklappt werden kann und elektrisch bewegt wird. Zum Selbstschutz ist auch in dieser Variante ein MG3 an der Kommandantenluke befestigt.
|
 |
Bild mit freundlicher Genehmigung von Panzer-Modell.de |
Die Radaranlage ist das unempfindliche 3D HARD-(Helicopter & Airplane Radio Detection Radar) Radar. Diese bietet die Möglichkeit einen Luftraum bis zu einer Entfernung von 20 km und einer Höhe von 5 km zu überwachen. Es dient der Erfassung von Geschwindigkeit, Höhe und Richtung
möglicher Flugobjekte. Mit dem integrierten IFF (Identify-Friend-Fow) Freund/Feinderkennungssystem wird außerdem die Identität der Flugobjekte abgefragt und geklärt. Das Radar hat ein 360º Suchbereich. Nach der Erfassung werden die Daten durch die bordinterne Software
verarbeitet und entsprechend ihrer Priorität über Funkschnittstellen mit einem Funkgerätemix aus fünf SEM 93 und einem SEM 90 zu den Wiesel 2 Ozelot Waffenträgern weitergeleitet.
|
Die dritte Komponente des LeFlaSys stellt der Wiesel 2 UF/BF (Unterstützungs-/ Batterie-Führungs- zelle Flugabwehr) dar. Er gehört zum Gefechtsstand des nächsthöheren Truppenteils und ist für die Koordination der einzelnen
LeFlaSys Komponenten der Flugabwehr- batterie verantwortlich. Der Wiesel 2 UF/BF wird von einer 3-Mann Besatzung bedient. Das Fahrzeug ist unter anderem mit dem EADS Führungsinformationssystem HEROS und diversen Kommunikationsmitteln (SEM 93, SEM 90)
ausgestattet. Zum Selbstschutz ist auch bei dieser Variante ein MG3 auf Freirichtlafette vorhanden. |
Bild mit freundlicher Genehmigung von Panzer-Modell.de |
Wiesel 2 SanTrp
Der Wiesel 2 SanTrp (Sanitätstrupp) wurde speziell für die Bedürfnisse der Sanitätstruppe entwickelt. Er ist für dafür gedacht sanitätsdienstliche Hilfe am Ort der Verwundung oder an der Verletztensammelstelle sicherzustellen. Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld
ist die sichere Bergung bzw. der Transport von Verwundeten unter Panzerschutz. Ziel ist es die Versorgungs- und Bergungsmöglichkeiten drastisch zu verbessern. Der Wiesel 2 SanTrp ist über zwei gepanzerte Schwenktüren im Heckbereich begehbar. In der linken
Tür ist ein Panzerglasfenster integriert. Das Fahrzeug ist mit großen auffälligen roten Kreuzen auf weißem Hintergrund deutlich als Sanitätsfahrzeug gekennzeichnet. In dieser Rolle wurde auch bewusst auf Defensivmaßnahmen wie Nebelwurftöpfe und MG verzichtet.
Der Wiesel 2 SanTrp wird von einem Fahrer und einem Sanitäter besetzt. Zusätzlich können zwei Verwundete sitzend und ein Verwundeter liegend transportiert werden. Der Liegeplatz ist so ausgelegt, dass er für Schocklage geeignet ist.
Außerdem ist der Wiesel 2 SanTrp mit einer umfangreichen Sanitätsausrüstung der Firma Binz, die unter anderem Beatmungsgerät, Verwundetenberge- tuch, Absaugvorrichtung, Vakuum- matratze mit Pumpe und diverse Sanitätsmaterialien beinhaltet, ausgestattet.
Das Fahrzeug verfügt ebenfalls über ein GPS-Gerät und ein SEM 93 Funkgerät.
|