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Vietnamkrieg

1957-1975

Einleitung

Der Vietnamkrieg - einer der verheerensten und einschneidensten Konfliktfälle in der Weltgeschichte nach dem II. Weltkrieg. Der Krieg der die Verwüstung weiter Teile Vietnams und den Tod unzähliger Menschen, Soldaten als auch Zivilisten, zur Folge hatte. Der Krieg in dem die Vereinigten Staaten von Amerika mit ihrem Engament ihr Ansehen in der Weltöffentlichkeit verloren und ein sogenanntes "Kriegstrauma" erlitten, welches ihre Vorgehensweise in späteren Konflikten noch lange mitbestimmen sollte.
Doch die Partei, die am meisten unter diesem grausamen Krieg zu leiden hatte, geht in den Beschreibungen des Vietnamkrieges nicht selten unter - die Vietnamesen. So schlimm die Verluste der Amerikaner auch gewesen sein mögen, der Krieg wurde auf vietnamesischem Boden ausgetragen, und dort mussten die schlimmsten Konsequenzen aus einer neuen, von Begriffen wie Napalm und Agent Orange geprägten Kriegsführung getragen werden. Die größten Verluste hatte die vietnamesische Bevölkerung erlitten, die unter einem zunehmend härter und brutaler geführten Krieg zu leiden hatte.

Vorgeschichte

Übersichtskarte des heutigen Vietnams Die in diesem Bericht beschriebene Phase des Vietnamkonfliktes von 1957-1975 stellt nicht den Anfang der Konfliktgeschichte in diesem Raum dar. Der Grundstein für den Unruheherd Vietnam und Umgebung wurde bereits im Zuge der französischen Kolonisation Ende des 18 Jh. gelegt. Zu dieser Zeit machten sich die Franzosen Indochina (Annam, Kambodscha, Cochinchina, Tonking und Laos in einer "Union") zur Kolonie um ihr Herrschaftsgebiet auszuweiten. Diese Region sollte wegen ihrer hohen menschlichen und wirtschaftlichen Ressourcen zu einem der wichtigsten Kolonialgebiete Frankreichs werden. Dabei wurde, wie so oft bei den unzähligen Kolonien der verschiedensten Nationen, wenig auf die Rechte der einheimischen Bevölkerung geachtet. So war es auch in Französisch-Indochina, wo die Einheimischen kein Mitspracherecht besaßen und das Land statt dessen unter französischer Verwaltung geführt wurde. An diesem Zustand sollte sich trotz verschiedener Aufstände und einer zunehmend organisierten Opposition bis zum II. Weltkrieg nichts ändern.
Doch statt zu einer Wende, kam es 1940/41 zur Besetzung durch eine neue Großmacht - Japan. Die Japaner nahmen nun die Stelle der geschlagenen Franzosen ein, hatten nun jedoch mit einem noch besser organisierten und auch bewaffneten Wiederstand zu kämpfen. Diesen Wiederstand setzte ihnen die 1941 von Ho Chi Minh gegründete "Liga der Verbände für die Unabhängigkeit Vietnams", eher bekannt unter der Bezeichnung Vietminh (Vietnam Doc Lap Dong Minh Hoi), entgegen. Mit eigenen militärischen Verbänden, die später einen Großteil der Nordvietnamesischen Armee bildeten, kämpfte der Vietminh zunächst gegen die japanischen Besatzer. Als die Niederlage der Japaner im II. Weltkrieg absehbar wurde, setzten sie sich für ein unabhängiges Vietnams ein und ließen 1945 die unabhängigen Staaten Vietnam, Kambodscha und Laos ausrufen. Daraufhin begannen sie mit dem Abzug ihrer Besatzungstruppen der mit der endgültigen Niederlage der Japaner im II. Weltkrieg abgeschlossen war.
Mit dem Zusammenbrechen der japanischen Militärmacht drangen ab Oktober 1945 wieder die ehemals geschlagenen Franzosen auf das Gebiet Indochinas vor um das Gebiet zu rekolonisieren. Ein Konflikt mit der am 02.09.1945 gegründeten "Demokratischen Republik Vietnam" war also absehbar und wurde in Form des Indochinakriegs ausgetragen. Dieser, seit 1946 offen ausgebrochene, Krieg sollte ab 1950 auch zum Schauplatz des Kalten Krieges und dem damit verbunden Machtkampf zwischen den politischen Systemen werden. So wurde die "Demokratische Republik Vietnam" sowohl von der UdSSR als auch von China anerkannt. Im Gegensatz dazu unterstützte die USA die frankreichfreundliche Saigoner Regierung und finanzierte Frankreich den Krieg.
Dennoch endete dieser Krieg im Jahre 1954 mit dem Rückzug Frankreichs aus den Gebieten oberhalb des 17 Breitengrades in die südliche Zone. Im Zuge dessen wurde bei den Genfer Konferenzen im gleichen Jahr ein Waffenstillstand vereinbart. 1955 begann Frankreich mit dem Abzug seiner Truppen, während die USA sich zunehmend engaierte und die Republik Vietnam im Süden unterstütze um einen "Vormarsch des Kommunismus" zu verhindern.

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