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Vietnamkrieg

1957-1975


Selbstverbrennung Thich Quang Duc's in Saigon. 11. Juni 1963 Zwischen 1961 und 1963 wurde der Regierungsapparat Diems durch Proteste und Anschläge auf Regierungsbeamte in den Provinzen weiter untergraben und ausgehebelt. Auch von den Kriegshandlungen losgelöste Gruppen wie Buddhisten und andere liberale Kräfte versuchten sich auf friedliche Weise Gehör zu verschaffen. Diem antwortete mit unerbitterter Härte und Unterdrückung. Er lies durch seine Armee unzählige Sympathisanten des Vietcongs hinrichten und steckte andere in sogenannte Umerziehungslager. Unterschiedlichen Angaben zu Folge forderten die Konflikte im Lande bis zu 500 Todesopfer monatlich. Religiöse Minderheiten wie die Buddhisten hatten unter Diem schwer zu leiden. Eine vorher verbotene Kundgebung zu einem Todestag Buddhas wurde im Mai 1963 niedergeschlagen, wobei 18 Menschen getötet wurden. Den Höhepunkt fand dieser Religionskonflikt am 11. Juni 1963 in der Selbstverbrennung mehrerer buddhistischer Mönche in den Straßen Saigons. Dieses führte in der ganzen Welt zu einer Welle des Protestes und stachelte den Widerstand in Südvietnam weiter an.

Mit diesem Ereignis wurde die Regierung Diems für die USA endgültig untragbar. Schon vorher war man sich in Amerika bewusst, dass man mit dieser Regierung keine militärischen und politischen Fortschritte machen könnte. Aus diesem Grund kommt es am 1. November 1963 zu einem von den USA gebilligten und möglicherweise unterstützten Militärputsch unter General Duong Van Minh bei dem Diem getötet wird. Aber auch die neue Regierung brachte keine Stabilisation der Lage mit sich, statt dessen verschlechterte sich die Situation immer weiter. Weite Teile der südvietnamesischen Provinzen waren bereits unter Kontrolle des Vietcong, da monatlich unzählige südvietnamesische Soldaten desertierten und die Kampfmoral schlecht war.
In den USA wurde man darüber im Klaren, dass der Krieg ohne ein Eingreifen der US. Streitkräfte nicht zu gewinnen war. Der damalige Präsident der USA Johnson war der Meinung, dass ein Sieg nur durch einen massiven Eingriff der US. Streitkräfte möglich wäre. Damit war der Grundstein für ein direktes militärisches Eingreifen seitens der USA vorhanden. Ab 1964 wurden kleinere verdeckte Operationen und Angriffe durch Kampfflugzeuge, die in Thailand stationiert waren, durchgeführt. Das alles geschah in geringen Umfang , da für eine direkte Konfrontation mit Nordvietnam und die damit verbundene Stationierung großer Truppenteile der Vorwand fehlte. Eine Kriegserklärung an Nordvietnam und der Einfall in nordvietnamesisches Gebiet hätte sofort die Sowjetunion und China auf den Plan gerufen. Deshalb sollten sich die Militäroperationen auf südvietnamesisches Gebiet beschränken. Der Vorwand sollte den USA mit dem "Tongking-Zwischenfall" am 2. und 4. August geliefert werden.

- Tongking - Zwischenfall überspringen

USS Maddox am 21 März 1964,  Hawaii © US Navy Am 2. August 1964 wurde der im Tongking Golf auf Erkundungsfahrt befindliche Zerstörer USS Maddox (DD-731, 1944-1972) von 3 nord- vietnamesischen Torpedobooten angegriffen und erwiderte das Feuer wobei die Torpedoboote beschädigt wurden. Kurz darauf griffen 4 F-8 Crusader Kampfflugzeuge von der USS Ticonderoga (CV-14, später CVA-14 & CVS-14; 1944-1974) ein und versenkten eines der Torpedoboote. Den abge- feuerten Torpedos konnte die USS Maddox ausweichen, lediglich ein Treffer durch ein 14,5 mm Geschoss aus dem Bordgeschütz der Nordvietnamesen wurde verzeichnet. Der Angriff wurde seitens der nordvietnamesischen Regierung mit dem angeblichen Eindringen der USS Maddox in Hoheitsgewässer gerechtfertigt.

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