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Vietnamkrieg

1957-1975


A-4 Skyhawk landet nach einer Übung auf der USS Ticonderoga. 18.01.1963 © US Navy

Die zweite und entscheidende Stufe dieser Eskalation wurde 2 Tage später erreicht. Die Maddox erhielt zuvor den Befehl ihre Überwachungsfahrt mit Unterstützung durch den Zerstörer USS Turner Joy (DD-951; 1959 - 1982) fortzusetzen. In Nacht des 4. August 1964 wurden auf dem Radar mehrere schnell entgegenkommende Boote bemerkt und man eröffnete auf den Verdacht hin, dass es ein Angriff sein könnte, das Feuer auf die Boote und forderte Luftunterstützung an. Allerdings bestand zu diesem Zeitpunkt kein Sichtkontakt, das Feuer wurde über das Radar gelenkt und sollte 2 Stunden andauern. Angeblich gesichtete Torpedos unterstützen die Annahme, dass es sich um einen Angriff handle. Bestätigt werden konnte dies allerdings bis heute nicht, zumal es keinerlei Verluste oder Schäden zu beklagen gab. Eher handelt es sich um einen fiktiven Schlagabtausch der eine Aggression seitens der Nordvietnamesen vortäuschen sollte.
Der Vergeltungsschlag auf den vermeintlichen Angriff sollte nicht lange auf sich warten lassen. Johnson ordnete einen einmaligen Vergeltungsschlag für den Morgen des 5. August an, der von Flugzeugen der USS Ticonderoga und USS Constellation (CVA-64) durchgeführt werden sollte. Die ersten 16 Flugzeuge von der USS Ticonderoga griffen gegen 13:20 ein Treibstoffdepot in der Nähe von Vinh an, wodurch etwa 90% der gesamten Lagerkapazität zerstört wurden. Andere griffen in der Nähe von Quang Khe und Ben Thuy einzelne Swatow Gunboats und P-4 PT Boote an wobei in Ben Thuy 3 Boote versenkt wurden. In Quang Khe wurde 1 Boot versenkt und 5 weitere beschädigt. Ein weiterer Angriff wurde von A-1 Skyraiders und A-4 Skyhawks im gut verteidigten Hafen von Hon Gai durchgeführt. Hier kam es zum Verlust eines A-4 Skyhawk Kampfflugzeuges durch Abwehrfeuer. Der Pilot überlebte den Absturz, musste allerdings die nächsten 8 1/2 Jahre seines Lebens in Gefangenschaft verbringen. Bei einem weiteren Angriff in der Nähe von Hon Me wurde ein zweites Kampfflugzeug abgeschossen, dessen Pilot den Absturz jedoch nicht überlebte.

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-> Ausführliches Buch: Tonkin Gulf and the Escalation of the...

Die Auseinandersetzung im Golf von Tongking war das Ereignis mit dem man eine ausgeweitete US Intervention im Vietnamkonflikt rechtfertigen konnte. Dieser Zwischenfall führte zu einer entscheidenden Wende im Krieg, er führte zur sogenannten Amerikanisierung des Vietnamkrieges.
Präsident Johnson Bereits am 5. August 1964 wendete sich Präsident Johnson an den Kongress und bat um den Erlass einer Resolution zum Erhalt der Freiheit und zur Friedensschaffung in Südostasien. Bereits am 7. August verabschiedete der amerikanische Kongress mit einer überwältigenden die Resolution H.J. RES 1145 welche unter dem Namen Tongking Resolution bekannt werden sollte. Diese Resolution gab dem amerikanischen Präsidenten praktisch uneingeschränkte Vollmacht zur Kriegsführung in Vietnam. Dennoch hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Absicht sofort amerikanische Soldaten nach Vietnam zu schicken: "We are not about to send American boys nine or ten thousand miles away from home to do what Asian boys ought to be doing for themselves." Selbstverständlich setzte sich Johnson angesichts der anstehenden Wahl für eine Eindämmung des Kommunismus ein, er ließ sich aber nicht zu einer unüberlegten Entsendung amerikanischer Truppen hinreißen. Man beschränkte sich also weiterhin auf finanzielle bzw. wirtschaftliche Unterstützung und die Entsendung militärischer Berater nach Südvietnam.
Während man sich in amerikanischen Regierungskreisen darüber berät, wie es nun weiter gehen soll, verschlechtert sich die Lage in Südvietnam zunehmend. Die neue Regierung schafft es nicht die Situation zu stabilisieren und sieht sich statt dessen selber mehreren Putschversuchen ausgesetzt.


-7/8-

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