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Colt

M16 Familie

Allgemeines

Das Standardsturmgewehr der US Streitkräfte. Hier das M16A2 © USMC Mit der Entwicklung des M16 Sturmgewehrs wurde eine Entwicklung losgetreten, die innerhalb kürzester Zeit viele Streitkräfte erfasste. Es war der Beginn des umstrittenen Siegeszuges des Kalibers 5,56 mm. Da die USA eine hervorragende Stellung innerhalb der NATO besaßen, wurde den anderen Staaten das Kaliber nach geraumer Zeit trotz Protest mehr oder weniger aufgedrängt. Auch außerhalb der NATO Länder fand das Kaliber schnell Verbreitung, vor allem durch die umfangreiche militärische Unterstützung vieler Länder durch die USA.
Das M16 selbst ist, vor allem zu Beginn, eine umstrittene Waffe. Während die einen es als Stein der Weisen, den ultimativen Fortschritt sahen, war es für die anderen nichts weiter als ein unausgereiftes, im Gegensatz zu älteren Waffen uneffektives System. Nichtsdestotrotz hat sich das M16 und das dahinter stehende Kaliberkonzept dennoch durchgesetzt. Durch zahlreiche Modernisierungen hielt das M16 den Anschluss mit ähnlichen Waffen anderer Länder. Zwar konnten die konstruktionsbedingten Schwächen und Probleme nie vollständig beseitigt werden, trotzdem hat sich das M16 zu einem ausgereiften Produkt entwickelt, welches noch über einen langen Zeitraum in vielen Staaten genutzt wird.

Entwicklung

Das M16 entstand aus einer neuen Tendenz innerhalb der US Streitkräfte. Historisch gesehen war in den Streitkräften stets die Meinung vertreten, das es nur eines starken, vernünftigen Gewehres ohne vollautomatische Funktion bedarf, um den Feind zu besiegen. Man war der Meinung, dass Präzision das wichtigste ist. Aus dieser Zeit stammt auch das M14, welches jedoch nicht lange Zeit hatte um sich zu bewähren. Den schon vor dem Zeitpunkt der Einführung des M14 entwickelte sich die neue Tendenz innerhalb der Streitkräfte. Diese basierte auf mehreren Studien des Office of Operational Research darüber, wie die Waffe der Zukunft aussehen sollte. Die umfangreichen Studien, welche bereits 1948 begannen und eine Auswertung des II. Welt- und des Koreakrieges beinhalteten, kamen zu dem Schluss, dass eine hohe Feuerrate wichtiger als die Präzision sei, dass die meisten tödlichen Schüsse auf unter 100 m gefallen sind und das Handfeuerwaffen ab einer Entfernungen von 300 Yards (274 m) relativ wirkungslos waren. Man sah zukünftig also keine Notwendigkeit für ein solch kraftvolles Kaliber. Statt dessen wollte man, zunächst nur für Wachmannschaften und ähnliche Truppenteile, ein leichtes, automatisches Sturmgewehr in einem kleineren Kaliber.

Oben das AR-10 im Kaliber 7,62 mm und darunter das daraus hervorgegangene AR-15 im Kaliber 5,56 mm © ArmaLite Aus diesen Überlegungen heraus beauftragte man 1957 die Firma ArmaLite mit der Entwicklung einer solchen Waffe, die auf 300 Yards gleiche ballistische Eigenschaften wie ein 7,62 mm Waffe besitzt und außerdem nur 2,7 kg wiegt. Bei ArmaLite griff man auf das bereits 1955 durch Eugene Stoner entwickelte AR-10 zurück. Dieses Sturmgewehr wies ein vollständig neues, ungewohntes Konzept (Ungewöhnliches Design/ Wahl der Materialien) auf, welches sich zuvor jedoch nicht gegen das M14 durchsetzen konnte. Nun war es als Ausgangsbasis jedoch geradezu prädestiniert, den nur durch solch neue Konzepte mit modernen Werkstoffen war es möglich die Forderungen nach geringem Gewicht einzuhalten. Nun musste das AR-10 noch für ein kleineres Kaliber, welches die geforderten Eigenschaften erbrachte, modifiziert werden. In Folge dessen wurde das AR-10 für den Verschuss des Kalibers .222 Remington modifiziert und daraufhin als AR-15 bezeichnet. Bereits kurze Zeit nach Einführung des M14 im Mai des Jahres 1957 lieferte ArmaLite die ersten 10 Prototypen des AR-15 in .222 zu Testzwecken aus. Das Kaliber erwies sich allerdings als nicht geeignet für militärische Zwecke, zumal die Forderungen für das Kaliber zunächst auf 400 Yards und dann 500 Yards erhöht wurden um Kritikern dieses neuen Konzepts entgegenzuwirken und die Chancen für eine spätere Einführung zu erhöhen. Deshalb begann Stoner das Kaliber .222 mit Hilfe durch Winchester zu modifizieren. Das Ergebnis war das .222 Remington Special (wurde 1959 in .223 Remington umbenannt um Verwirrungen zu vermeiden) genannte Kaliber.

Als Ergebnis konnten im März 1958 10 AR-15 in .222 Special zu Erprobungszwecken nach Ford Benning geliefert werden, wo sie die Mindestanforderungen zunächst erfüllten. Weitere Exemplare wurden daraufhin zu Testzwecken nach Fort Greely in Alaska geschickt. Dort kommt es zu ersten Problemen mit dem AR-15, die sich unter anderem in mangelnder Präzision äußerten. Obwohl die Tests bei anderen Militäreinrichtungen weiterliefen, wurde die Waffe nach diesen Tests zunächst als nicht geeignet dargestellt. Die Erprobung lief in anderen Einrichtungen jedoch weiter. Im Februar 1959 kam die Army Führung jedoch endgültig zu dem Schluss, dass das M14 das einzig geeignete Gewehr sei und stellte die Beschaffung weitere AR-15 ein.

XM16E1 in Vietnam © US Army Dies war selbstverständlich ein herber Rückschlag für ArmaLite. Da inzwischen Geldmittel für eine Weiterentwicklung fehlten, wurden die Rechte für das AR-10 und AR-15 Sturmgewehr an die Firma Colt verkauft. Unter Colt wurde das AR-15 zum AR-15-01 weiterentwickelt und daraufhin auf einer Promotionstour im asiatischen Raum angeboten. Es dauerte nicht lange bis sich Interessenten für dieses Gewehr fanden. Es wurde in begrenztem Umfang an die Streitkräfte von Malaysia, Indien, Burma und Singapore geliefert. Mitte des Jahres 1960 gestellte Bitten an die US Army, das verbesserte AR-15 erneut zu testen, wurden von dieser jedoch unter der Begründung, dass kein Nachfolgemodell für das M14 nötig sei, abgelehnt.

Daraufhin sah sich Colt gezwungen auf andere Weise Interessenten für das AR-15 zu finden. Am 4. Juli 1960 stellte Colt das AR-15 bei Feierlichkeiten der US Air Force vor. Die hochrangigen Offiziere, allen voran LeMay, waren von der Vorführung, bei der mehrere Melonen beschossen werden, begeistert. Schnell kam das AR-15 als Ersatz für die in der USAF verwendeten M2 Carabines ins Gespräch und man beschloss die Lieferung von weiteren Exemplaren für die Erprobungen durch die Air Force. Die neuen, bis ins Jahr 1961 hineinreichenden Testserien, verliefen weitestgehend zufriedenstellend, so dass LeMay Anfang 1961 an höherer Stelle die Beschaffung von 80000 AR-15 beantragte. Im Sommer des Jahres wurde die Beschaffung von 8500 AR-15 für die US Air Force durchgesetzt.


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