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Colt

M16 Familie

Technik

Zuführung der Patrone beim M16A1 © US Army Die Technik des M16, welches ein aufschießender Gasdrucklader ist, unterscheidet sich wesentlich von anderen, üblichen Gasdruckladern. Im Gegensatz zu anderen Gasdruckladern wird der Verschluss nicht durch einen Gaskolben, welcher durch freiwerdende Gase angetrieben wird, bewegt. Statt dessen hat man bei der Konstruktion des M16 auf das übliche Gasgestänge verzichtet und auf ein direktes Gassystem gesetzt, um so Gewicht einzusparen und so die Gewichtsvorgaben einhalten zu können. Statt des Gestänges gibt es also nur ein dünnes Rohr über welches die Gase direkt zum Verschluss geleitet werden.

Insgesamt kann man das Funktionsprinzip des M16 in mehrere Teilschritte gliedern, die im folgenden dargelegt werden sollen. Als erster Schritt muss die Patrone vom Magazin ins Innere der Waffe gelangen. Der Verschlussträger (1) befindet sich zu Anfang des Prozesses nach vorherigen Abfeuern der Waffe bzw. dem Durchladen in der hinteren Position, wo er auf den Anschlagspuffer trifft und nun durch die Feder wieder nach vorne gedrückt wird. Dabei erfasst der Verschluss bei seiner Vorwärtsbewegung eine durch die Magazinfeder hochgedrückte Patrone. Nun wird die Patrone durch die weitere Vorwärtsbewegung der Patronenkammer zugeführt. Das System wird daraufhin nach dem Prinzip des Drehverschlusses verriegelt. Das Verschlussstück (2) wird durch Nuten im Verschlussgehäuse dazu veranlasst sich im Uhrzeigersinn zu drehen. Dadurch wird das System verriegelt und gasdicht abgeschlossen. Die Waffe ist nun im schussbereiten Zustand.

Detailzeichnung des Verrieglungsvorgang beim M16A1 Sturmgewehr © US Army Der nächste Schritt, das eigentliche Abfeuern der Waffe, wird erst durch Betätigen des Abzuges ausgelöst. In diesem Fall wird der vorher gespannte Schlagbolzen freigegeben und von einer Feder auf das Zündhütchen der Patrone geschlagen. Sobald die Kugel die Gasabzweigung, welche auf Höhe des vorderen Visiers liegt, passiert hat, wird ein Teil des Gases durch die über dem Lauf liegende, dünne Gasröhre geleitet. Dadurch wird der Entriegelungsprozess eingeleitet. Das Gas wird in ein dafür bestimmtes Bauelement des Verschlussträgers geleitet und drückt diesen zurück. Dabei dreht sich der Verschluss in die entgegengesetzte Richtung und wird folglich entriegelt und kann dann frei zurücklaufen. Dabei wird die leere Patronenhülse aus der Patronenkammer gezogen und mit nach hinten geführt und ausgeworfen. Bei der Rückwärtsbewegung wird auch der Schlagbolzen im Verschluss erneut gespannt. Der Verschluss gleitet bis zum Anschlag zurück und der Prozess kann erneut von vorne beginnen. Im Automatikfeuermodus des M16/M16A1 sorgt ein spezieller Mechanismus dafür, dass der Schlagbolzen nicht zurückgehalten wird und die Schüsse aufeinanderfolgend ausgelöst werden bis der Abzug losgelassen wird oder die Munition alle ist.

US Soldat bei Zerlegen seines M16A2. Gut zu erkennen ist das dünne Gasrohr. © USMC Die Dreischussautomatik des M16A2 ist aufgrund der dafür notwendigen Automatik aufwändiger gestaltet. Sollte der Abzug losgelassen werden, bevor der Dreischusszyklus beendet wird, wird beim nächsten Betätigen des Abzuges kein neuer Zyklus begonnen. Aufgrund der gewählten technischen Lösung werden zunächst die verbleibenden Schuss der nicht zu Ende geführten Salve verfeuert. Erst dann beginnt ein neuer Zyklus wenn der Abzug erneut durchgezogen wird. In dieser Eigenschaft des beim M16A2 verbauten Dreischussmechanismus liegt ein grundlegender Unterschied bzw. Mangel gegenüber ähnlichen Konstruktionen anderer Hersteller.

Trotz der erhofften Vorteile des direkten Gassystems gibt es schwerwiegende Nachteile die gegen das System sprechen. Durch das direkte Gassystem ist das System viel stärker anfällig für Verschmutzungen. Da die Gase bis hin zu den Teilen des Verschlusse gelangen, kommen so auch Schmutzpartikel bis dorthin und verursachen so nicht selten Störungen.


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