| | |

news
forum
credits
links
deutsche
amerikanische
britische
französische
russische
israelische
andere...
deutsche ksk
britischer sas
us navy seals
ru speznas
fremdenlegion
mehr...
panzer
flugzeuge
helikopter
schiffe
übersicht...
sturmgewehre
maschinenpistolen
maschinengewehre
handfeuerwaffen
mehr...
afghanistan
mazedonien
bosnien
mehr...

Colt

M16 Familie

M16

Das M16/AR-15 war das erste Modell der Sturmgewehrfamilie, welches überhaupt an amerikanische Truppen ausgeliefert wurde. Unverkennbar ist das spezielle AR-15 Design mit charakteristischen Merkmalen wie dem nach vorne schmaler werdenden Handschutz und dem Tragegriff mit Visier. Die Schulterstütze, der Pistolengriff sowie der Handschutz waren wegen der besseren Widerstandsfähigkeit aus schwarzem Kunststoff gefertigt worden. Dies brachte jedoch auch Probleme mit sich, da die damals genutzten Kunststoffe qualitativ nicht mit heute verwendeten vergleichbar waren. Dadurch kam es unter großen Belastungen teilweise zum Bruch des Handschutzes.

Frühes AR-15 Modell mit einem 20-Schuss Magazin aus Stahl
Bild mit freundlicher Genehmigung von
Cybershooters.org

Das Gehäuse des M16 wurde aus Metall gefertigt. Auf eine Verchromung von wichtigen Bauteilen wie Lauf und Patronenlager wurde aus Kostengründen verzichtet. Die Fertigung der frühen Modelle erfolgte um ein vielfaches genauer und präziser als bei späteren Modellen. Unter der zunehmenden Automatisierung und der gebotenen Eile ergaben sich relativ große Fertigungstoleranzen die zu Lasten der Qualität gingen. Das M16 ist im Unterschied zu herkömmlichen Gewehren wie dem M14 so gebaut, dass Lauf, Gehäuse und Schulterstütze annähernd eine Linie bilden. Dieses Konstruktionsmerkmal macht die Waffe aufgrund der besseren Kraftverteilung auch im vollautomatischen Betrieb besser beherrschbar. Auf der linken Seite der Waffe befindet sich der Feuerwahlhebel mit drei Optionen. In der Stellung SAFE ist die Waffe gesichert, in der Stellung SEMI schießt das M16 Einzelfeuer und in der Position AUTO vollautomatisch. Das kurze Stück Abzugsbügel zwischen Pistolengriff und Magazinschacht lässt sich für die Benutzung von Winterhandschuhen abklappen. Die Munitionsversorgung erfolgte zunächst über ein gerades, mit einem waffelähnlichen Muster versehenen, 20 Schuss Magazin aus Stahl. Spätere Magazine wurden aus Aluminium gefertigt um Gewicht einzusparen.

Frühes AR-15 Modell mit einem 20-Schuss Magazin aus Stahl. Der Feuerwahlhebel steht auf SEMI.

Erst gegen Ende des Vietnamkrieges kam es zur allmählichen Einführung des gebogenen 30-Schuss Magazins aus Aluminum. Gezielt wird beim M16 über ein begrenzt einstellbares Dioptervisier. Es gibt zwei unterschiedliche verbaute Visierarten beim M16 (bzw. M16A1). Das Standardvisier, wie es auf den meisten Gewehren Verwendung fand, besteht aus höhenverstellbaren Korn vorne und einem hinteren Visier welches sich durch Umlegen für zwei verschieden Distanzen einstellen lässt. In der ersten Stellung wird das Gewehr auf Distanzen bis zu 300 m genutzt. Die zweite Einstellungsvariante ist für Entfernungen bis 460 m vorgesehen.

Bild mit freundlicher Genehmigung von
Cybershooters.org

Die zweite (später eingeführte?) Visiervariante wurde unter der Bezeichnung Low Level Sight System verbaut. Auf Entfernungen bis 460 m wird hier ebenfalls ein Diopter mit einem Diopterlochdurchmesser von 2 mm verwendet. Im Gegensatz zum anderen Visier ist die zweite Visiereinstellung mit Diopterloch mit einem größeren Durchmesser von 7 mm wodurch die Zielauffassung erleichtert wird. Diese Einstellung ist für den Gebrauch in der Nacht oder auf kurze Entfernungen (Dschungel, bebautes Gelände) vorgesehen. Zusätzlich befindet sich bei dieser Variante etwas leicht radioaktives Promethium im Korn, wodurch die Nachtschießfähigkeit verbessert wird.

Mündungsfeuerdämpfer des M16/AR-15 Es dauerte jedoch nicht lange bis das M16 eklatante Fehler aufwies. Bezeichnend war, dass anfänglich nicht einmal Reinigungssets hergestellt wurden und höhere Stellen so dazu neigten das M16 als selbstreinigend anzupreisen. Das es dies nicht war, zeigten die Erfahrungen im Vietnamkrieg. Das Gewehr verschmutzte wegen des offenen Gassystems extrem schnell, so dass sich Lauf und Gasrohr schnell zusetzten und das Gewehr unbrauchbar machten. Dieser Effekt wurde durch die Wahl eines falschen Schießpulvers noch verstärkt. Dieses aus Kostengründen gewählte Pulver hinterließ bei der Verbrennung aggressive Rückstände die sich besonders im Gasrohr und an der Mechanik festsetzten und dadurch die Lebensdauer des M16 herabsetzten. Durch die fehlende Verchromung kam es zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Rost. Besonders heimtückisch war dieser im Patronenlager, wodurch Patronen stecken blieben und nicht ausgezogen werden konnten. Das Gewehr war damit unbrauchbar und hat so einigen Soldaten das Leben gekostet. Ein weiteres Problem war das Hülsen nicht richtig ausgeworfen wurden und der Verschluss oftmals nicht vollständig verriegelte.

Ein anderes Problem war der freiliegende Magazinauslöser der so ungünstig lag, dass es aus Versehen häufig zur Auslösung des selbigen kam. Ein weiteres Problem war der Vollautomatikmodus des M16. Gerade junge, schlecht ausgebildete Schützen neigten dazu bei geringsten Anzeichen von Gefahr denn Abzug durchzuziehen bis das Magazin leer war. Unterstützt wurde dies durch eine hohe Kadenz von etwa 850-1000 Schuss/Minute, die durch eine zu leichte Verschlussfeder und teils zugesetzte Gasrohres zu Stande kam. Neben der Munitionsverschwendung verringerte dies auch die Lebenserwartung der mechanischen Teile. Der ungewöhnliche 3-prankige Mündungsfeuer bereitet insofern Probleme als das er häufig zum Öffnen von Essensrationen genutzt wurde und dadurch leicht verbog. Wenn nun ein Geschoss auf den verbogenen Mündungsfeuerdämpfer auftraf konnte es zu fatalen Folgen kommen.


-4/8-

<-Zurück | Übersicht | Weiter->

Fragen, Anregungen oder Kritiken an Alexander I.
All text Copyright © by www.Military-Page.de