Heckler & Koch
MP5 Produktfamilie
Allgemeines
Die MP5 ist unglaublich präsent! Kaum eine andere Waffe weist eine solche hohe Verbreitungsdichte in ihrem Sektor auf wie die MP5. Meistens wird sie durch diverse Computerspiele sofort mit den Spezialeinheiten dieser Welt in Verbindung gebracht.
Es ist sicherlich ein Fakt, dass die MP5 unter diesen sehr weit verbreitet ist, entspricht aber nur der halben Wahrheit. Die MP5 findet darüber hinaus in nicht geringen Stückzahlen bei fast allen Sicherheitskräften dieser Welt Verwendung. Dazu
zählen reguläre Polizeikräfte wie der deutsche BGS und die verschiedenen amerikanischen Police Departments, aber auch private Sicherheitsunternehmen wie Personenschützer.
Diese Fakten lassen nur einen Schluss zu: Die MP5 gehört zu den besten MPs der Welt. Gründe dafür sind eine außergewöhnliche Präzision und eine rigorose Modellpflege seitens Heckler & Kochs, die ständig darauf bedacht sind
die MP5 Modelle erneut zu verbessern und den einzelnen Bedürfnissen noch besser anzupassen. Durch diese ständigen Verbesserungen gibt es inzwischen eine Vielzahl von verschiedenen, spezialisierten MP5 Modellen für jede erdenkliche Einsatzart auf dem Markt.
Mitte der 60er Jahre wurden die ersten MP5 Vorgängermodelle unter der Bezeichnung HK54 entwickelt und vorgestellt. Das HK54 war Teil des Projektes 64 (nach dem Ausgangsjahr) welches zu einem späteren Zeitpunkt auch den Prototypen MP64 hervorbrachte. Diese Modelle wiesen schon etwa die Form und Technik der heutigen MP5 Modelle auf, lediglich einige kleinere Unterschiede bestanden zu diesem Zeitpunkt noch. Dazu gehörten das gerade Magazin,
das knapp hinter dem Magazin sitzende hintere Visier und die großen Belüftungsschlitze am Handschutz. Auch einige kleinere technische Details unterschieden sich von der Bauweise heutiger MP5s, so verfügte die HK54 über einen größeren und massiveren Verschluss als der bei den aktuellen Varianten verwendete.
Bis 1966 war die Entwicklung so weit vorangeschritten, dass die MP64 ein ausgereiftes Waffensystem darstellte, welches für die Verbreitung auf dem Weltmarkt bereit war. Der erste Abnehmer für das Projekt 64 fand sich schon im selben Jahr. Die Landespolizei und der Bundesgrenzschutz beschlossen die Einführung dieser Waffe
unter der Bezeichnung MP5 (Maschinenpistole 5). Diese Bezeichnung wurde dann von Heckler & Koch beibehalten.
Der erste Auslandsauftrag erfolgte im Jahre 1972 durch Schweizer Polizei und sollte auch definitiv nicht der letzte Auftrag dieser Art sein.
1974 begann man nach einer Lösung für eine schallgedämpfte MP5 zu suchen. Um eine Waffe wie diese geräuscharmer zu machen, ist es notwendig die Mündungsgeschwindigkeit zu drosseln. In den meisten Fällen setzt man dazu auf Schalldämpfer, die durch Anschrauben am Lauf der Waffe befestigt werden.
Heckler & Koch versuchte stattdessen das System des Schalldämpfers zu integrieren, was mit der MP5SD auch gelang. 1976 wurde die MP5K (K für kurz) vorgestellt die mit ihren noch kleineren Ausmaßen vor allem für den Personenschutz vorgesehen war. Durch die geringen Ausmaße eignet sich diese Waffe hervorragend zum verdeckten Tragen, was bei Polizei und Sicherheitskräften oftmals notwendig ist.
1977 kam es zur Umstellung auf Kurvenmagazine, da die Stangemagazine mit einigen Munitionstypen Funktionsstörungen aufwiesen.
Im Jahre 1985 wurde eine Variante vorgestellt, die für die Verwendung in Spezialeinheiten gedacht ist. Die MP5-N verfügt über eine beidseitig bedienbare Abzugsgruppe und ein Schraubgewinde am Lauf, welches die Montage von Schalldämpfern ermöglicht.
Im Laufe der Zeit sind unzählige verschiedene Modelle entstanden, darunter auch welche mit dem Kaliber 10 mm oder .40 statt des üblichen 9 mm Kalibers. Durch den modularen Aufbau lässt sich die MP5 Familie mühelos jedem Kundenwunsch anpassen, zumal es eine Vielzahl an Zubehör gibt.
Zusammen mit der, für eine Maschinenpistole ungewöhnlichen, Präzision hat man genug Gründe für die weite Verbreitung der MP5. Die MP5 wird in ihren unterschiedlichen Varianten in mehr als 50 Nationen genutzt.
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