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Heckler & Koch

Pistole P8


Allgemeines

Die P8 Dienstpistole der Bundeswehr © HKpro.com Die erst Mitte der 90er eingeführte Dienstpistole P8 dient der Bundeswehr als Ersatz für die seit vielen Jahren im Dienst befindliche Pistole P1. Die P1, die im zivilen Bereich die Bezeichnung Walther P38 trägt, ist an sich eine gute und verläßliche Waffe. Jedoch stellte sich nach der mehr als 40-jährigen Verwendung dieser Waffe die Frage nach einem geeigneten Ersatz, da die P1 sich schon seit geraumer Zeit als nicht mehr ganz zeitgemäß erwies. Eines der Mankos der P1 ist das kleine, nur 8 Schuss fassende Magazin. Aber auch die Verwendung von "älteren" Materialien gegenüber den nun verwendeten modernen Polymer- und Verbundwerkstoffen wurde der P1 als Nachteil ausgelegt.

Entwicklung

Aus Kostengründen entschied sich die Bundeswehr dafür keine neue Entwicklung zu beauftragen und auf ein bereits entwickeltes und bewährtes Produkt zurückzugreifen. Dadurch wollte man die Entwicklungskosten, die mit einem solchen Entwicklungsauftrag verbunden sind umgehen. Nach einer Ausschreibung unterzog man die verschiedenen Pistolen einem ausführlichen Vergleichstest um so das geeigneteste Produkt zu finden. Die Pistolen wurden aufwändigen Labortests unterzogen in denen die Belastung eines möglichst langen Dienstgebrauches (siehe P1) so realistisch wie möglich simuliert werden.

Truppenversuchsmuster der P8 Dienstpistole der Bundeswehr © luger Dabei wurden die Pistolen durch Sand und Matsch geschleift und extremen Temperaturen und Bedingungen ausgesetzt. Auch die obligatorischen Fall- und Salznebeltests wurden neben anderen Tests durchgeführt. Hauptaugenmerk der Bundeswehr lag auf Bedienerfreundlichkeit und vor allem auf Funktionssicherheit, wobei die Schussgenauigkeit einer solchen Waffe nicht an die von Sportwaffen herannkommen braucht. Die Funktionalität einer solchen Verteidigungswaffe für den militärischen Bereich liegt im Vordergrund, bringt es dem Schützen doch nichts, dass er eine hochpräzise Waffe hat die unter widrigen Verhältnissen nicht funktioniert. Aus diesem Grund wurde von Bundeswehr gerademal die Forderung von 12 cm Streukreisdurchmesser auf 25m Entfernung gestellt. Dies ist aber auch der Wert für den sogenannten "Worst Case" und sämtliche getesteten Waffen lieferten unter normalen Bedingungen bessere Schussergebnisse.

Durch die Labor- und Truppenversuche konnte die Pistole P8 von Heckler & Koch als erfolgreichste Waffe ermittelt werden. Ergebniss war, dass Mitte der 90er Jahre die ersten P8 Pistolen an Truppenteile mit erhöhtem Bedarf ausgeliefert wurden. So wurden zunächst die auf friedensichernden Missionen befindlichen Einheiten im Ausland mit der P8 ausgestattet. Aber offiziel eingeführt wurde die P8 erst 1997 bei einer Zeremonie in der Infanterieschule Hammelburg.

P8 Dienstpistole der Bundeswehr © Heckler & Koch Die P8 ist eine auf der HK USP (Universal Selbstlade Pistole) basierende Pistole, die lediglich einige kleinere Änderungen aufweist. Die Entwicklung der USP begann bereits Ende 1989, als man sich bei Heckler & Koch daran machte eine neue Pistole zu entwickeln, die zunächst für den US Markt bestimmt war und deshalb erst im Kaliber .40 S&W gefertigt wurde. Es sollte aber nicht lange dauern bis die Pistole auch in anderen gängigen Kalibern wie .45 ACP und 9 mm Luger gebaut wurde. Dank ihrer modularen Bauweise lässt sich die USP sehr einfach den verschiedenen Kundenwünschen anpassen. So entstanden im Laufe der Zeit unterschiedliche Modelle auf Basis der USP wie z.B. die Mark 23 die bei amerikanischen Spezialkräften Verwendung findet. Dank dieser Modualität war es für Heckler & Koch keine Schwierigkeit sich den Wünschen der Bundeswehr nach einigen Veränderungen anzunehmen und eine entsprechende Pistole zu entwerfen. Ergebnis dieser Modifikationen war die auf die Bedürfnisse der Bundeswehr zugeschnittene Pistole P8.

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