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IMI (Israel Military Industries)

IMI Galil-Sturmgewehr


Allgemeines

Beim IMI (Isreal Military Industries) Galil Assault Rifle handelt es sich um ein Sturmgewehr, welches in den 80er Jahren bei den israelischen Streitkräften Verwendung fand, bis es schließlich teilweise vom M16 und seinen Varianten verdrängt wurde. Nichtsdestotrotz gehört das Galil-Sturmgewehr, dank ständiger Verbesserungen, zu den verlässlichsten und ausgewogensten modernen Sturmgewehren. Dies nicht zuletzt dadurch, dass viele positive Technikmerkmale vom berühmten AK-47 übernommen wurden, wodurch die Galil manchmal als israelische Kalaschnikov bezeichnet wird.

IMI Galil ARM(Assault Rifle Multi-Purpose) im Kaliber 5,56 mm. Hier die Orginalversion mit Zweifuss und Tragegriff

Entwicklung

In den 50er Jahren beschaffte sich die israelische Armee ein umfangreiches Arsenal der FN FAL(Fusil Automatique Lèger), das ab diesem Zeitpunkt die Standartwaffe darstellte. Das FN FAL, Kaliber 7,92 mm NATO, stellte die israelischen Streitkräfte allerdings nicht zufrieden. Es war unter den extrem sandigen und wüstenähnlichen Bedingungen, wie sie in Israel vorherrschen, nicht so zuverlässig wie man es sich erhofft hatte. Dies und die Ereignisse während des Sechstagekrieges 1967 überzeugten die Militärführung das es eines neuen Sturmgewehres für die Streitkräfte bedarf. Dieses neue Sturmgewehr sollte leichter, robuster und präziser sein als das FN FAL. Außerdem wollte man mit dem Modellwechsel gleichzeitig auf das Kaliber 5,56 mm umsteigen, das sich zu dieser Zeit durchsetzte.
Bei einer Ausscheidung wurde das Galil-Sturmgewehr unter verschiedenen anderen Fabrikaten als bestes bzw. für diese Region am besten geeignete Sturmgewehr ausgesucht. Die Konkurrenten waren unter anderem das M16A1, das Stoner 63, das HK 33 und eben dieser Entwurf von Israel Galili und Uziel Gal.
Inspiriert von den Lobrufen auf die AK-47 als "Tiger der Wüste", nahm Galil diese zum Vorbild seines Entwurfes und übernahm deren Technik, soweit sie gut war. Die Schwächen, die das AK-47 hatte, versuchte er nach Möglichkeit auszumerzen. So setzte er, der Genauigkeit wegen, auf das 5,56 mm Kaliber, anstatt auf das 7,62 mm Kaliber der Kalaschnikow. So entstand in Endeffekt ein Sturmgewehr welches rein optisch keine Ähnlichkeit zur AK-47 aufweist, im inneren jedoch deren bewährte Mechanik aufzeigt.

So kam es, dass das IMI Galil AR (Assault Rifle) 1973 bei den israelischen Streitkräften(IDF - Israeli Defense Force) als Standart Sturmgewehr eingeführt werden sollte. Durch die Ereignisse des Yom-Kippur Krieges im selben Jahr verzögerte sich die Einführung jedoch um ein Jahr bis 1974.
Auch die IDF SF (Special Forces) erhielten die Galil in der gekürzten Version Galil SAR (Short Assault Rifle), welches dort allerdings größtenteils kein Anklang fand. Sofern die Männer die Wahl hatten blieben sie lieber bei ihren AK-47 Sturmgewehren.
Ein anderer Grund für den doch recht spärlichen Erfolg des Galil Sturmgewehres waren die enormen Waffenlieferungen der USA, wie sie z.B. während des Yom-Kippur Krieges stattfanden. Im Zuge dieser Waffenlieferungen erhielten die israelischen Streitkräfte unter anderem eine große Anzahl an COLT M16A1 Sturmgewehren und deren kleineren Version, dem M16A1 Carbine (auch als CAR 15 bekannt). Diese wurden schlagartig zu einem Riesen Erfolg innerhalb der israelischen Streitkräfte. So kam es während den 80er Jahren dazu, dass die bei den israelischen Spezialeinheiten eingesetzten AK-47 und Galil SAR Sturmgewehre größtenteils gegen M16A1 Modelle ausgetauscht wurden. Dieser Prozess sollte sich auch auf die regulären Truppenteile ausweiten. So kam es, dass 1991 das M16A1 und Varianten offiziell zur Standartwaffe der Kampftruppen erklärt wurde.

IMI Galil SAR(Short Assault Rifle) im Kaliber 5,56 mm mit hölzernen Handlauf

In einigen Truppenteilen findet das Galil Sturmgewehr dennoch Verwendung, so z.B. bei der Artillerie, Flugabwehreinheiten und anderen Einheiten die nicht auf ein moderneres Sturmgewehr angewiesen sind. Darüber hinaus werden lediglich einige wenige Spezialversionen, wie z.B. die Scharfschützenvariante, bei anderen Truppenteilen oder den IDF SF verwendet.
Trotz allem wurde bei IMI weiter entwickelt und verbessert. So erschien Anfang der 90er Jahre eine Waffe im Kaliber 5,56 mm mit der Größe einer Maschinenpistole: Das Galil MAR(Micro Assault Rifle). Diese zeichnet sich aus durch ihre kompakte Bauweise, ohne dabei auf das für MPs typische Kaliber(9 mm) zurückzugreifen. Dadurch erhält man eine kompakte Waffe mit großer Durchschlagskraft wie sie bevorzugt im Straßenkampf eingesetzt wird.

Der neuste Sprössling der Galil Familie ist das Magal. Dies ist eine nochmals verkürzte Version des MAR mit dem Kaliber 0.3 inch (?). Obwohl der ursprünglich Plan bestand, damit die bei der Polizei im Einsatz befindlichen M16 Varianten abzulösen, konnte sich auch diese Waffe nicht durchsetzten.

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Fragen, Anregungen oder Kritiken an Alexander I.
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