| | |

news
forum
credits
links
deutsche
amerikanische
britische
französische
russische
israelische
andere...
deutsche ksk
britischer sas
us navy seals
ru speznas
fremdenlegion
mehr...
panzer
flugzeuge
helikopter
schiffe
übersicht...
sturmgewehre
maschinenpistolen
maschinengewehre
handfeuerwaffen
mehr...
afghanistan
mazedonien
bosnien
mehr...

IMI (Israel Military Industries)

IMI Negev LMG


Allgemeines

Mit der Entwicklung des IMI Negev LMG (Light Machine Gun) sind auch die Israel Defense Forces (IDF - Israelische Verteidigungskräfte) dem allgemeinen Trend zur Anschaffung von leichten GruppenMGs gefolgt. Das IMI Negev ist ähnlich dem FN Minimi, von dem es ganz offensichtlich beeinflusst wurde, eine leichte Unterstützungswaffe auf Basis des 5,56 mm Kalibers. Dennoch handelt es sich nicht um ein bloße Kopie des Minimi, sondern um eine Neuentwicklung mit neuen wegweisenden Ausstattungsmerkmalen.

Entwicklung

Das IMI Negev Maschinengewehr in der Standardausführung © IMI Bevor man in Israel, wie auch in vielen anderen Nationen, ebenfalls auf den Geschmack von leichten Maschinengewehren im 5,56 mm Kaliber kam, gab es als Universal- maschinengewehr lediglich das in Lizens gefertigte FN MAG 58 und einige russische Maschinengewehre, deren Gebrauch aber auf die Spezialeinheiten beschränkt war. Am Übergang von den 80er zu den 90er Jahren kamen man auf die anzweifelbare Idee das FN Mag 58 in der Rolle des Universal- maschinengewehrs durch ein 5,56 mm MG zu ersetzen, obwohl die Erfahrungen der USA zu diesem Zeitpunkt schon deutlich gezeigt haben, dass ein solche MG eine gute Ergänzung aber kein gleichwertiger Ersatz ist. Zum gleichen Zeitpunkt wurde das FN Minimi schon in geringen Stückzahlen bei den IDF verwendet. Trotz der guten Leistungen blieb der Militärführung gar nichts anderes übrig als auf eine Eigenentwicklung zu bestehen. Dies war auf der Tatsache begründet, dass die israelischen Militärlieferungen unabhängig von Lieferungen von Außen sein sollten. Ein anderer wesentlicher Grund für diese politisch geprägte Entscheidung dürfte das Bestreben sein die israelische Rüstungsindustrie, hier also IMI, zu unterstützen. Dementsprechend wurde ein Entwicklungsauftrag an Israel Military Industries vergeben, so dass etwa um 1990 die Entwicklung eines neuen leichten Maschinengewehrs auf Hochtouren lief.

In der Folgezeit wurde der eine oder andere Prototyp des IMI Negev Maschinengewehrs vorgestellt, die endgültige, serienreife Konstruktion wurde jedoch erst 1995 der Öffentlichkeit präsentiert. Daraufhin wurden im Jahr 1996 diverse Exemplare zu Testzwecken an die Streitkräfte geliefert um die endgültige Eignung und Serienreife festzustellen. Da diese Tests anscheinend zufriedenstellend konnte etwa 1997 die Serienfertigung beginnen. Neben dem Standard Negev welches an die regulären Truppenteile ausgeliefert wurde, entwickelte man auf Basis des Negev eine weitere Commando-Version. Dieses IMI Negev Commando wurde in einigen Details geändert um speziell den Anforderungen von Spezialeinheiten gerecht zu werden.

Technik

Israelischer Fallschirmjäger mit dem IMI Negev Maschinengewehr. © Isayeret.com Das IMI Negev ist ein zuschießender Gasdrucklader mit einem üblichen Drehverschluss. Zuschießend bedeutet, dass die Patrone erst zugeführt wird wenn der Abzug betätigt wird. Vorher bleibt die Verschlussmasse also in der hinteren Stellung arretiert und schnellt erst beim Betätigen des Abzugs nach vorne um eine Patrone zu erfassen und sie ins Patronenlager zu befördern. Der Vorteil dieses offenen Systems besteht darin, dass Überhitzung durch die bessere Kühlung vermieden wird. Das Gassystem des IMI Negev ist über einen speziellen Gasregler regelbar. Dieser kann in drei Stellungen gebracht werden. In der ersten Stellung ist für den Gebrauch von Magazinen vorgesehen. In dieser Stellung erreicht das Negev eine Kadenz von 700 bis 850 Schuss pro Minute. In der zweiten Stellung beträgt die Kadenz des Negev ebenfalls 700 bis 850 Schuss pro Minute allerdings bei Verwendung eines Gurtes. In der dritten Stellung wird eine Kadenz von 850 bis 1000 Schuss pro Minute erreicht. Das lMG ist standardmäßig ein gurtgespeistes Maschinengewehr, kann aber auch mit 35, 50 Schuss fassenden Galil Magazinen gespeist werden. Über einen Adapter können auch M16 Magazine verwendet werden. Die Exportversion nimmt diese standardmäßig auf.

Gefertigt wird das IMI Negev aus dem Vollen, was heißen soll, dass es durch fräsen, bearbeiten von massiven Material oder die Verwendung von Gussteilen gefertigt, anstatt durch Blechprägeteile. Dadurch steigt zwar das Gewicht der Waffe, andererseits ist die Verarbeitung des MGs besser und langlebiger.


-1/3-

<-Index | Übersicht | Weiter->

Fragen, Anregungen oder Kritiken an Alexander I.
All text Copyright © by www.Military-Page.de