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FAMAS

Manufacture d´Armes de St. Etienne


Allgemeines

Das FAMAS (Fusil Automatique, Manufacture d'Armes de St. Etienne) ist das Standard-Sturmgewehr der französischen Streitkräfte. Es handelt sich dabei um eine Bullpup-Konstruktion, wodurch dieses Sturmgewehr ein recht ungewöhnliches Äußeres aufweist. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den großen und markanten Tragegriff, welchem das FAMAS den Spitznamen "le clarion" (Das Horn) verdankt. Dennoch handelt es sich beim FAMAS Sturmgewehr um ein kompaktes, effektives Waffensystem welches seine Einsatzfähigkeit schon oft unter Beweis gestellt hat.

Entwicklung

FAMAS F1 - Die ursprüngliche Version Ende der 60er Jahre wurde der Grundstein für die Entwicklung eines neuen Sturmgewehres gelegt, als die Führung der französischen Streitkräfte einen entsprechenden Auftrag formulierte. Das neue Sturmgewehr sollte die Bestände an MAT 49 Maschinenpistolen und MAS 49-56 Selbstladegewehren ablösen. Die neue Waffe sollte bis auf 300 m präzise einsetzbar sein und sollte die Option auf Verschiessen von 500 gr Gewehrgranaten haben. Die Frage nach dem richtigen Kaliber wurde 1970 entschieden, man entschied sich für das U.S. 5.56 x 45 mm M193 Kaliber.
Zur selben Zeit wurden erste Versuche mit ausländischen Waffensystemen, wie dem HK33 und M16, durchgeführt. Dennoch entschied man sich aus politischen und ökonomischen Gründen dafür, den Auftrag einer französischen Firma zu übertragen. Durch diese Entscheidung erhielt Manufacture d'Armes de St Etienne den Auftrag zur Entwicklung der neuen Waffe. Die Entwicklung des FAMAS begann 1969 unter der Leitung von Paul Tellier und Alain Coubes, so dass schon zwei Jahre später 10 Prototypen vorgestellt werden konnten. Daraufhin kam es zur ersten Erprobung der Waffen innerhalb der Truppe, aber aufgrund von technischen Mängeln wird das FAMAS zwischen 1974 und 1976 ständig weiter entwickelt.

Das Ergebnis war die offizielle Einführung des FAMAS 1979 durch die französischen Streitkräfte, aber es sollte trotzdem noch 2 Jahre bis zur Serienfertigung durch GIAT Industries dauern. Während dieser 2 Jahre wurde eine weitere Verbesserung vorgenommen, indem man eine Dreischuss-Automatik hinzufügte. Mit der Serienfertigung begann auch die Ausrüstung verschiedener Truppenteile mit dem FAMAS. Zunächst wurden selbstverständlich die Truppenteile mit dem höchsten Bedarf ausgerüstet, darunter Fallschirmjäger und Fremdenlegion. Bis heute wurden annähernd 400.000 Exemplare des FAMAS für die französischen Streitkräfte gefertigt. Zu dieser Stückzahl gehören auch die später modifizierte Version FAMAS F2.

Technik

zerlegtes FAMAS Das auf der Bullpupbauweise basierende FAMAS ist ein halbverriegelter Rückstosslader mit verzögertem Masseverschluss. Verwendet wird ein Verschlusssystem welches als relativ zuverlässig beschrieben wird. Dennoch beinhaltet das FAMAS ein kompliziertes Hebelsystem welches die Koordination des Verschlusses übernimmt, der verzögert werden muss. Es ist also schon etwas besonderes wenn ein Waffe als sehr zuverlässig gilt, obwohl sie recht komplizierte Mechanik beinhaltet (umso komplizierter die Technik, desto größer die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls). Beim FAMAS hat man die Wahl zwischen drei Feuermodi: Einzelfeuer, Salvenfeuer zu je 3 Schuss und Dauerfeuer. Die theoretische Feuerrate zwischen 900 und 1100 Schuss pro Minute.

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