FAMAS
Manufacture d´Armes de St. Etienne
FAMAS F1
Das FAMAS F1 stellt die erste Generation in der FAMAS Familie dar. Diese Variante war die ursprünglich von den französischen Streitkräften erworbene. Markantestes Merkmal dieser Waffe
ist das kompakte, ungewöhnliche Bullpupdesign. Diese Bullpupbauweise erlaubt es einen relativ langen Lauf in eine verhältnismäßig kurze Waffe einzubauen. Dadurch wird die Präzision der Waffe
gesteigert, wobei die Waffe dennoch kompakt und handlich bleibt.
Das FAMAS ist eine gut ausbalancierte Waffe die unter widrigsten Umweltverhältnissen ihren Zweck stets gut erfüllt. Weitere Ausstattungsmerkmale sind der fest am Vorderschaft montierte, 0,17 kg schwere Aluminium-Zweifuss und die aus
Fieberglas gefertigte Schulterstütze. In dieser befindet sich konstruktionsbedingt auch der Verschluss. Trotz der Bullpupbauweise lässt sich das FAMAS durch wenige Handgriffe von der rechten als auch von der linken Schulter feuern.
Es ist lediglich nötig die Ausziehkralle auf die entsprechende Seite zu bringen, damit die Patronenhülsen zu dieser Seite ausgeworfen werden. Die andere, nicht benutzte, Hülsenauswurfsöffnung wird durch einen Wangenschutz verdeckt.
Die Munitionszuführung erfolgt bei dieser Version über ein 25 Schuss fassendes Stangemagazin. Über dem Griff befindet
sich ein Feuerwahlhebel, mit dem zwischen den einzelnen Feuermodi umgeschaltet werden kann. Neben der Stellung für "Sicher" kann zwischen Einzelfeuer, Dauerfeuer und dem 3er Burst (Salvenfeuer zu je 3 Schuss) Modus gewählt werden.
Selbst wenn der Salvenmodus versagen sollte, kann der Schütze dennoch auf die verbliebenen Modi zurückgreifen. Das FAMAS besitzt eine Feuerrate die zwischen 900 und 1100 Schuss/Minute liegt. Eine Ungenauigkeit durch Verschleiß des Laufes tritt nach etwa 15000 Schuss auf, was dann einen Laufwechsel erfordern würde.
Dies stellt auf Grund der modularen Zusammensetzung des FAMAS kein Problem dar. Das Gewehr lässt sich ohne Werkzeug, innerhalb kürzester Zeit in seine 9 Hauptbestandteile zerlegen und somit auch unter Gefechtsbedingungen äußerst gut warten.
Sämtliche Zielvorrichtungen des FAMAS befinden sich gut geschützt im Tragegriff. Dazu gehört das normale Visier, als auch das ausklappbare Visier zum verschiessen von Gewehrgranaten. Um diese verschiessen zu können, muss ein spezielles Magazin mit zwei Treibladungen verwendet werden.
Diese beschleunigen die 500 g schweren Granaten auf eine Geschwindigkeit von ca 65 m/s. Auf diese Weise können Splittergranaten und auch panzerbrechende Gewehrgranaten verschossen werden. Aber auch Nebel und Tränengasgeschosse können verwendet werden. Die Gewehrgranaten können entweder direkt oder indirekt abgefeuert werden
wobei die effektive Reichweite bei 80-100 m bzw. 140-360 m liegt.
Der Handschutz enthält keinen Hitzeschild, dennoch gibt es beim FAMAS keine Probleme mit der Erhitzung. Dies ist Folge dessen, dass relativ viel Platz zwischen dem Lauf und dem Handschutz ist und somit kaum Wärmeleitung stattfindet. Der metallene Abzugsbügel lässt sich um 180 Grad rotieren, damit auch ein schiessen mit dicken Winterhandschuhen möglich ist.
Der markante Tragegriff dient ebenfalls der Aufnahme von unterschiedlichen Optiken wie Zielfernrohren und Nachtsichtgeräten. Ebenfalls ist das FAMAS für die Montage eines Bajonetts ausgelegt. Darüber hinaus kann an der F1 Version ein M203 Granatwerfer montiert werden.
Technische Daten:
| Bezeichnung der Waffe: |
FAMAS |
| Hersteller: |
Manufacture d´Armes de St. Etienne |
| Kaliber: |
5,56 x 45 mm (.223) |
| Länge: |
75,7 cm |
| Lauflänge: |
48,8 cm |
| Magazin: |
25 Schuss Stangenmagazin |
Gewicht:
|
3,98 kg (geladen) 3,55 kg (ohne Magazin) |
| Feuerrate: |
900-1100 Schuss/min
|
| Mündungsgeschwindigkeit: |
960 m/s |
| effektive Reichweite: |
350 m |
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