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GAU-8/A Avenger

General Electric

Allgemeines

Bei der von General Electric gefertigten GAU-8/A handelt es sich um eine der gewaltigsten und effektivsten Maschinenkanonen, die jemals in einem Kampfflugzeug verbaut wurden. In der Verwendung als Anti-Panzerwaffe in dem von Fairchild Republic gebauten Erdkampfflugzeuges A-10/OA-10 "Thunderbolt II" hat sich die GAU-8/A schon mehrfach bewährt und ihre Fähigkeiten bewiesen. Obwohl die Kanone ein Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges ist wird sie, wenn auch mit zum Teilen veränderten Aufgabenbereichen, noch immer erfolgreich genutzt.

Entwicklung

Eine in einer A-10A verbaute GAU-8/A Maschinenkanone © USAF Die Entwicklung der GAU-8/A begann etwa mit dem Start des in der A-10 aufgegangenen amerikanischen A-X Programms (Siehe -> "A-10 "Thunderbolt II") zum Bau eines Nahunterstützungsflugzeuges zur Bekämpfung der gefürchteten Panzerarmeen des Ostens. Für dieses Flugzeug wurde eine entsprechende Waffe benötigt. Das aktuelle Feindbild bestand zu diesem Zeitpunkt aus großen, überwiegend aus T-62 Kampfpanzern bestehenden, Panzerflotten. Gegen diese suchte man nun Mitte der 60er Jahre ein effektives Waffensystem. Bomben waren für die Bekämpfung von Panzern nur eingeschränkt geeignet um die eigenen Truppen am Boden aus der Luft zu unterstützen. An gelenkten Luft-Boden-Raketen wurde zwar schon gebaut, aber das Maß der Dinge waren sie noch nicht. Aufgrund der Unausgereiftheit dieser Waffensysteme, die sich in mangelnder Präzision und Leistung, als auch zu hohen Kosten widerspiegelte, besann man sich auf bewährte Systeme. Durch betriebene Studien wurden den Verantwortlichen die Erfolge von fliegenden Panzerjägern wie der IL-2 Schturmowik, die mit großkalibrigen Kanonen ausgestattet waren, bewusst. So kam man auf die Idee eine ähnliche Variante als Hauptbewaffnung für die A-10 zu nutzen.

Ihrem Einsatzgebiet entsprechend wurden verschiedene Anforderungen an die zu entwickelnde Hauptbewaffnung der A-10 gestellt. Zwischen 1968-69 wurde ein offizieller Forderungskatalog aufgestellt. In ihrer Funktion als aus der Luft genutzte Panzerabwehrwaffe musste die Maschinenkanone unter anderem über eine hohe Präzision verfügen um eine große Wirkung im durch die Entfernung verhältnismäßig klein wirkendem Ziel zu erreichen. Diese kann man auf verschiedenen Wegen begünstigen. Einerseits mit einem Kaliber, dass über gute ballistische Eigenschaften verfügt, also auf größere Entfernungen nicht übermäßig von seiner optimalen Flugbahn abweicht, andererseits mit einer hohen Mündungsgeschwindigkeit die eine penetrierenden, panzerdurchschlagende Wirkung ermöglicht. Als geeignetes Kaliber ermittelte man in diversen Beschusstests das Kaliber 30 mm, auch wenn selbiges recht schwer ist. Weiteres Augenmerk wurde auf eine besonders hohe Kadenz gelegt. Dies erscheint unter dem Gesichtspunkt, dass der Pilot eines Kampfflugzeuges im Flug nur wenig Zeit zum zielen und schießen hat schlüssig. Mit einer hohen Kadenz kann man nun erreichen, dass besonders viele Geschosse das Ziel erreichen bevor das Ziel aus dem Visier ist.

Dieses Bild zeigt recht eindrucksvoll die gewaltigen Ausmaße des GAU-8 Waffensystems Gerade die letzte Forderung beschränkte die Auswahl der geeigneten Systeme. Dies führte fast unweigerlich zur Auswahl einer nach dem Gatlingprinzip arbeitenden Maschinenkanone zum bevorzugten System. Auf dem Gebiet dieser Revolverkanonen machte sich seit dem 2. Weltkrieg vor allem der Hersteller General Electric einen Namen weshalb er für den Auftrag geradezu prädestiniert war. Am 16. November 1970 erfolgte die offizielle Ausschreibung für eine 30 mm Maschinenkanone nach den beschriebenen Anforderungen. Im Juni des folgenden Jahres erhielten die beiden Firmen General Electric und Philco Ford erwartungsgemäß den Zuschlag zum Bau eines Prototypen der nun als GAU-8 bezeichneten Maschinenkanone. Allerdings konnte die GAU-8 nicht rechtzeitig zum Vergleich zwischen Fairchilds YA-10 und Northrops YA-9 fertig gestellt werden, weshalb in der YA-10 zunächst eine 20 mm M61 Maschinenkanone verbaut wurde. Das den Verantwortlichen die Fertigstellung des fliegenden Panzerbrechers sehr wichtig war zeigt die Tatsache, dass unabhängig von diesem Auftrag die Hughes Tool Company damit beauftragt wurde eine als GAU-9 bezeichnete 30 mm Kanone zu entwickeln. Diese basierte auf der Schweizer Oerlikon 304RF Maschinenkanone, ebenfalls im Kaliber 30 mm. Damit wollte man sicherstellen, dass die A-10 mit einer Hauptbewaffnung ausgestattet werden kann auch wenn das Projekt GAU-8 scheitern sollte.

Diese zweite Option wurde erst im Frühjahr 1973 verworfen da die Entwicklung der GAU-8 nun weit voran geschritten war. In einem durchgeführten, direkten Vergleich der beiden Maschinenkanonen auf dem Prüfgelände des Armament Development and Test Center der Eglin Air Force Base war die GAU-9 der GAU-8 unterlegen, so dass die weitere Entwicklung eingestellt wurde. Im Juni 1973 war die Entwicklung der GAU-8 soweit fortgeschritten, dass General Electric nun einen Auftrag im Wert von 23,7 Millionen Dollar erhielt um 11 Vorserienmodelle der GAU-8 zu fertigen. Während acht der Maschinenkanonen für den Einbau in die A-10 Vorserienmodelle bestimmt waren, sollten die restlichen drei für Qualitäts- und Materialprüfungen am Boden genutzt werden.

Zuführmechanismus der GAU-8/A am Übergang zu eigentlichen Kanone. In der unteren Führung befinden sich PGU-15 TP Geschosse, durch die obere werden leere Hülsen zurückgeleitet Erstmals eingebaut und geflogen wurde die gewaltige GAU-8 Maschinenkanone am 26. Februar 1974. Erstmalig geschossen wurde die GAU-8 während des Fluges am 19. Juni 1974. Von nun an wurde die Maschinenkanone ausgiebig unter allen Bedingungen getestet. Dabei trat jedoch ein recht schwerwiegendes Problem auf, welches durch nicht vollständig verbrannte Treibladungen verursacht wurde. Die nicht verbrannten Rückstände entzündeten sich und bildeten einen gefährlichen Feuerball in Front des Flugzeuges. Dieses Problem konnte durch eine neue Zusammensetzung der Treibladung behoben werden. Im September 1974 wurde die GAU-8 Maschinenkanone durch die verantwortlichen Stellen abgenommen und zugelassen.


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