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GAU-8/A Avenger

General Electric

Technik

Bei der GAU-8/A handelt es sich um eine sieben-läufige 30 mm Revolverkanone die nach dem altbewährten Gatlingprinzip arbeitet. Das bedeutet, dass jeder der sieben Läufe über einen eigenen Verschluss mit Bolzen verfügt. Die sieben Läufe sind in einem kreisförmigen, von General Electric Rotor genannten, Bündel angeordnet und drehen sich, angetrieben von einem 26 PS (ca 19 kW) starken Elektromotor, um eine gemeinsame Mittelachse. Während der Motor das Laufbündel gedreht wird folgt der Nockenstößel des zum Lauf gehörenden Verschlusses synchron einer Nockenlaufbahn im Inneren des Gehäuses, wodurch der Verschluss einmal pro Umdrehung geöffnet und geschlossen wird. Dieses Rotationsprinzip mit mehreren Läufen bringt mehrere Vorteile mit sich. Dadurch das mehrere Läufe vorhanden sind, gibt es für die Läufe trotz der großen Kadenz ausreichend Abkühlzeit wodurch allzu schnelle Überhitzung vermieden wird. Dennoch kann man nur kurze Feuerstöße abgeben, da der enorme Rückstoß die A-10/OA-10 ansonsten zu stark verlangsamen würde.

Die gewaltigen Ausmaße der GAU-8 werden in diesem Größenvergleich zu einem VW Käfer besonders deutlich © USAF Museum

Die Munition der GAU-8/A befindet sich in einer 1174 Schuss fassenden, 1,85 m langen zylinderförmigen Magazintrommel, die am Ende des gesamten Waffensystems untergebracht ist. Die Munition selbst ist in der Trommel gurtlos entlang einer spiralförmigen Führung so angeordnet, dass die Patronen radial, mit Geschossspitzen zur Mittelachse und dem Hülsenboden zum Außenrand der Trommel, angeordnet sind. Von der Magazintrommel gelangen die Patronen bei Drehung der inneren Trommel in den Zuführmechanismus der zur eigentlich Kanone führt. Dazu müssen sie zunächst einen Drehmechanismus durchlaufen. Eine rotierende Aufnehmerscheibe befördert die Patronen dabei zu einem Haltering. Diesen durchlaufen die Patronen teilweise bevor sie in den Zuführmechanismus übergehen, der die Kanone speist. Die leeren Hülsen werden nach dem Schuss aus dem Patronenlager ausgezogen aber nicht ausgeworfen. Stattdessen werden sie zurück in das Trommelmagazin geführt um Beschädigungen an der Außenhülle des Flugzeuges zu vermeiden. Angetrieben wird der Lademechanismus, der wahlweise eine Kadenz von 2100 oder 4200 Schuss pro Minute unterstützt, von zwei hydraulischen Motoren mit einer Leistung von insgesamt 42,2 PS (57,4 kW). Fällt einer der beiden Motoren aus kann das System noch immer mit einer Kadenz von 2100 Schuss/Minute betrieben werden. Dadurch das die Kanone extern angetrieben wird erübrigt sich auch das Problem von Zuführungsstörungen durch nicht gezündete Patronen. In einem solchen Fall wird die nicht gezündete Patrone genauso ausgezogen wie eine gezündete, es kommt dadurch nicht zum Versagen des Systems. Auch bei anderen Problemen reicht oftmals einfaches Zurücklaufen des gesamten Systems in entgegengesetzter Richtung worauf die Kanone normal weiter feuert. Überhaupt ist die GAU-8/A ein äußerst verlässliges System, was auch der statistische Wert, das eine Ladehemmung nur alle 150000 Schuss auftritt, unterstützt. Die Läufe verfügen über eine respektable Lebensdauer von etwa 21000 Schuss pro Lauf. Darüber hinaus ist die GAU-8/A Avenger ein relativ präzises Waffensystem. Die Genauigkeit ist mit 5 mil 80% angegeben. Diese Bezeichnung umschreibt die Tatsache, dass 80% der aus einer Entfernung von 1200 Metern abgefeuerten Geschosse innerhalb eines Kreises von 6,1 m Durchmesser auftreffen.

Schnittzeichnung der GAU-8/A Maschinenkanone © General Electric
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Das Aufmunitionieren des Systems erfolgt selbstverständlich nicht per Hand, was bei einem solchen komplexen System viel zu aufwändig wäre. Statt dessen wurde speziell für diese Aufgabe ein Ladegerät mit der Bezeichnung ALS (Ammunition Loading System) entwickelt. Dieses auf einem Anhänger befestigtes Gerät entfernt, nachdem es an den entsprechenden Stellen angeschlossen wurde, automatisch die leere Hülsen und lädt gleichzeitig neue Munition nach. Ein kompletter Austausch der Munition kann so in 13 Minuten von statten gehen.


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